Ich hab auch gemerkt, wenn ich die Suppe abends mach und dann am nächsten Tag wieder aufwärme, dann schmeckt sie sogar noch besser. So wie bei so vielen Suppen, wo sich die Aromen erst richtig entfalten, wenn’s ein bisschen durchgezogen ist. Ich mach dann immer gleich nen großen Topf, weil sich die Reste super einfrieren lassen. Einfach in Dosen oder Gläser füllen und ab ins Gefrierfach, dann hat man immer was Gesundes auf Vorrat.
Was ich auch ganz gern mach, ist die Suppe mal ein bisschen abwandeln. Wenn ich zum Beispiel keine Karotten hab, nehm ich halt Süßkartoffeln oder Pastinaken. Oder ich geb mal ein paar Kichererbsen rein, für mehr Eiweiß. Das ist echt das Schöne an solchen Rezepten – man kann improvisieren, wie man will, und es wird trotzdem was.
Worauf man echt achten sollte, ist, dass man genug Flüssigkeit hat. Ich hab einmal nicht genug Brühe genommen, da wurde die Suppe fast wie ein Eintopf, war zwar auch lecker, aber ich mag’s lieber ein bisschen flüssiger. Wenn’s beim Kochen zu dick wird, einfach noch ein bisschen Wasser oder Brühe nachgießen.
Ach ja, und was ich einmal gemacht hab – ich hab vergessen, schwarzen Pfeffer reinzutun. Und ehrlich, ich hab den Unterschied echt gemerkt. Das Kurkuma schmeckt dann irgendwie flacher, nicht so intensiv. Also immer dran denken: Kurkuma und schwarzer Pfeffer sind so ein Team, die gehören einfach zusammen.
Ich find, diese Suppe ist nicht nur lecker, sondern auch so ein bisschen wie Medizin aus der Küche. Ich mein, man tut sich ja sowieso schon was Gutes, wenn man selbst kocht statt Fertiggerichte zu holen, und wenn man dann noch so Zutaten wie Kurkuma, Ingwer und Knoblauch reinhaut, dann ist das echt ne kleine Immunbombe.
Und wenn dann noch das Hähnchenfleisch schön zart ist und das Gemüse bissfest, dann hast du so ne richtige Wohlfühl-Suppe, die von innen wärmt. Gerade jetzt, wo’s draußen wieder kalt wird und alle husten und schniefen, mach ich die Suppe bestimmt zwei- bis dreimal die Woche.
Also, wenn du noch nie ne Kurkuma-Hühnersuppe gemacht hast, dann probier’s einfach mal aus. Du brauchst nicht viel, die meisten Zutaten hat man eh zuhause, und der Rest kostet nicht die Welt. Und das Schöne ist, du kannst die Suppe immer anpassen – mal mehr Gemüse, mal weniger, mal Kokosmilch rein, mal nicht, je nach Lust und Laune.
Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Spaß beim Kochen und guten Appetit – und bleib gesund!
