Was auch spannend ist: Reiswasser kann helfen, das Bodenleben zu stärken. Die Mikroorganismen im Boden freuen sich über die Kohlenhydrate und vermehren sich, und das wiederum hilft den Pflanzen, weil ein gesunder Boden einfach die Basis für alles ist. Ich hab das besonders bei meinen Tomatenpflanzen auf dem Balkon gemerkt – die sind in Kübeln, und wenn da das Bodenleben nicht stimmt, hast du ganz schnell Probleme. Mit dem Reiswasser sahen die einfach frischer aus, die Blätter waren sattgrün, und die Früchte kamen früher.
Natürlich kann man sagen, ach, warum soll ich mir die Mühe machen, ich kauf mir einfach einen Dünger im Gartencenter. Klar, kann man machen. Aber irgendwie find ich’s schön, solche kleinen Tricks auszuprobieren, die nichts kosten, die umweltfreundlich sind und einem ein gutes Gefühl geben. Es ist so ein bisschen wie Upcycling in der Küche – aus Resten was Gutes machen.
Ich mach das übrigens nicht jede Woche, manchmal vergess ich’s auch einfach, aber so alle zwei Wochen oder einmal im Monat geb ich meinen Pflanzen so eine kleine Kur mit Reiswasser, und das reicht völlig. Besonders im Frühling und Sommer, wenn die Pflanzen in ihrer Wachstumsphase sind, merken die das richtig. Im Winter mach ich’s seltener, weil die meisten Pflanzen da eh eine Ruhepause haben und nicht so viel brauchen.
Wenn du jetzt sagst, na, ich hab aber keinen Balkon oder Garten, lohnt sich das trotzdem? Klar! Auch für Zimmerpflanzen – Gummibaum, Monstera, Efeutute, selbst kleine Kräutertöpfe in der Küche – die profitieren alle von den Nährstoffen im Reis. Einfach mal ausprobieren, mehr als schiefgehen kann’s nicht, und meistens freut man sich dann, wenn die Pflanzen plötzlich wieder frischer aussehen.
Also, das nächste Mal, wenn du Reis kochst oder Reis zuhause hast, denk dran – nicht alles nur in den Kochtopf, sondern ein bisschen was abzweigen für deine grünen Freunde. Die werden’s dir danken. Und falls du mal experimentieren willst: Ich hab auch schon gehört, dass man Reisschalen – also die Hülsen vom Naturreis – in den Garten einarbeiten kann, als Mulchmaterial quasi. Hab ich noch nicht probiert, aber warum nicht?
Am Ende ist es einfach schön, solche kleinen Naturtricks zu kennen, und wenn ich das meinen Kindern erzähle, sagen die immer: „Oma hätte das bestimmt auch gemacht.“ Und ja, da haben sie recht. Manchmal ist das alte Wissen eben doch das beste. Probier’s mal aus, und erzähl mir gern, wie’s bei dir geklappt hat – ich bin gespannt.
