Manchmal sind es ja genau diese einfachen Rezepte, die einen richtig glücklich machen. So was, was einem direkt ein wohliges Gefühl gibt, so ein Essen, das schon Oma früher gemacht hat. Und Leber mit Kartoffelpüree und gebratenen Zwiebeln ist für mich genau so ein Gericht. Viele sagen ja immer, ach nee, Leber, das schmeckt doch nicht, ist zäh oder hat so einen strengen Geschmack – aber das liegt meistens daran, dass sie nicht wissen, wie man sie richtig zubereitet. Wenn man ein paar kleine Tricks kennt, dann wird das richtig lecker, zart und aromatisch. Ich hab das Rezept von meiner Mutter, und die hat’s auch schon von ihrer Mutter, also kann man sagen, das hat Tradition. Also, wenn du dich mal dran wagen willst, probier’s einfach aus – ich erklär’s dir Schritt für Schritt, so wie ich’s immer mache, ohne viel Schnickschnack.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Zutaten:
800 g Rinder- oder Schweineleber
500 ml Milch (zum Einlegen)
800 g mehligkochende Kartoffeln
4 große Zwiebeln
Mehl zum Wenden
50 g Butter
200 ml Milch (für das Püree)
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
2 EL Öl zum Braten
Ich fang immer mit der Leber an, weil die noch ein bisschen Zeit braucht, um schön zart zu werden. Also, die Leber in Scheiben schneiden, so ungefähr einen Finger dick, nicht zu dünn, sonst wird sie schnell trocken, und auch nicht zu dick, dann dauert das Braten ewig. Dann leg ich die Leber in eine Schüssel mit der Milch, sodass sie gut bedeckt ist. Das hilft echt, den Geschmack milder zu machen, der manchmal ein bisschen streng sein kann, und es macht die Leber richtig schön zart. Ich lass das mindestens eine Stunde ziehen, manchmal auch zwei, je nachdem, wie viel Zeit ich hab. In der Zeit schäl ich schon mal die Kartoffeln, schneid sie in Stücke, so dass sie gleichmäßig garen, und setz einen Topf mit Salzwasser auf. Die Kartoffeln koch ich dann, bis sie richtig schön weich sind, so etwa 20 Minuten, manchmal ein bisschen länger, je nachdem, wie groß die Stücke sind.
Wenn die Kartoffeln weich sind, gieß ich das Wasser ab und lass sie ein paar Minuten ausdampfen, damit sie nicht zu feucht sind. Dann stampf ich sie mit einem Kartoffelstampfer – und nein, ich nehm keinen Mixer, weil das Püree sonst schnell klebrig wird. Ein ordentlicher Löffel Butter kommt rein, ein Schuss heiße Milch, Salz, Pfeffer und eine Prise Muskatnuss – nicht zu viel, nur so viel, dass man’s gerade so schmeckt. Dann schmeck ich ab, ob noch was fehlt, und halte das Püree auf kleiner Flamme warm, damit es nicht kalt wird.
Während die Kartoffeln kochen, schnapp ich mir die Zwiebeln. Vier große Zwiebeln nehm ich da, die schäl ich und schneid sie in Ringe – nicht zu dünn, die sollen beim Braten schön goldbraun werden, nicht verbrennen. In einer großen Pfanne erhitz ich ein bisschen Öl und Butter, weil die Mischung einfach am besten schmeckt, find ich. Die Zwiebeln kommen rein, und ich brate sie langsam auf mittlerer Hitze an. Geduld ist da echt wichtig, weil wenn man die Hitze zu hoch dreht, werden sie außen dunkel und innen noch roh. Also schön Zeit lassen, immer mal rühren, bis sie richtig schön goldbraun und weich sind. Wenn man mag, kann man noch einen Teelöffel Zucker drüberstreuen, dann karamellisieren sie ein bisschen und werden noch leckerer, aber das ist Geschmackssache.
