Es gibt kaum etwas Ärgerlicheres: Man nimmt frisch gewaschene Handtücher aus der Waschmaschine, freut sich auf den angenehmen Duft sauberer Wäsche – und plötzlich bemerkt man diesen unangenehmen, muffigen Geruch. Dabei wurde doch alles ganz normal gewaschen!
Viele Menschen reagieren darauf, indem sie beim nächsten Waschgang einfach mehr Waschmittel oder Weichspüler verwenden. Doch genau das kann das Problem manchmal sogar verschlimmern.
Was viele nicht wissen: Die Ursache liegt häufig nicht an der Wäsche selbst, sondern an kleinen Fehlern beim Waschen, Trocknen oder Reinigen der Waschmaschine.
Mit einigen einfachen Veränderungen lassen sich unangenehme Gerüche oft deutlich reduzieren. Und dafür braucht man nicht unbedingt teure Spezialprodukte.
Warum riechen frisch gewaschene Handtücher manchmal unangenehm?
Handtücher gehören zu den Textilien, die besonders häufig von muffigen Gerüchen betroffen sind. Der Grund liegt in ihrer Beschaffenheit.
Die dichten Baumwollfasern nehmen viel Feuchtigkeit auf. Das ist beim Abtrocknen praktisch, kann aber zum Problem werden, wenn Handtücher nach der Benutzung nicht vollständig trocknen.
Bleiben sie längere Zeit feucht, können sich Mikroorganismen vermehren. Dabei entstehen unter Umständen unangenehme Gerüche, die selbst nach einem normalen Waschgang noch wahrnehmbar sind.
Auch Waschmittelrückstände, Hautfette und Schmutzpartikel können sich mit der Zeit in den Fasern ansammeln.
Besonders problematisch wird es, wenn mehrere ungünstige Faktoren zusammenkommen: niedrige Waschtemperaturen, zu viel Waschmittel, eine überfüllte Trommel und unzureichendes Trocknen.
Der häufigste Fehler: Zu viel Waschmittel verwenden
Viele Menschen glauben, dass mehr Waschmittel automatisch für sauberere und frischere Wäsche sorgt.
Tatsächlich ist das Gegenteil möglich.
Wird zu viel Waschmittel verwendet, kann die Maschine möglicherweise nicht sämtliche Rückstände vollständig ausspülen. Diese bleiben dann teilweise in den Fasern zurück.
Besonders bei Handtüchern können sich solche Ablagerungen mit der Zeit bemerkbar machen.
Die Textilien fühlen sich möglicherweise weniger saugfähig an und können schneller wieder unangenehm riechen.
Deshalb sollte die Waschmittelmenge immer an drei Faktoren angepasst werden:
– Die Menge der Wäsche
– Den Verschmutzungsgrad
– Die Wasserhärte
Die Dosierungsangaben auf der Waschmittelverpackung bieten dafür eine gute Orientierung.
Ein einfacher Haushaltstrick mit Natron
Ein bekanntes Hausmittel gegen bestimmte unangenehme Gerüche ist Natron.
Dabei handelt es sich um Natriumhydrogencarbonat, das auch in vielen Haushalten zum Backen und Reinigen verwendet wird.
Natron kann bestimmte geruchsverursachende Stoffe neutralisieren. Deshalb wird es gelegentlich auch als Ergänzung beim Waschen empfohlen.
Wichtig ist allerdings, zwischen Natron und Backpulver zu unterscheiden. Backpulver enthält neben Natron weitere Bestandteile wie Säuerungsmittel und Stärke.
Für diesen Haushaltstipp ist reines Natron besser geeignet.
So funktioniert die Anwendung
Wenn der Hersteller Ihrer Waschmaschine die Verwendung von Natron erlaubt, können Sie folgendermaßen vorgehen:
1. Sortieren Sie Ihre Handtücher und überprüfen Sie die Pflegeetiketten.
2. Geben Sie die empfohlene Menge Waschmittel in das dafür vorgesehene Fach.
3. Fügen Sie versuchsweise ein bis zwei Esslöffel reines Natron direkt in die Trommel hinzu.
4. Starten Sie ein geeignetes Waschprogramm.
5. Nehmen Sie die Handtücher unmittelbar nach dem Waschgang heraus und lassen Sie sie vollständig trocknen.
Natron ist kein Ersatz für Waschmittel und beseitigt nicht jede Geruchsursache. Bei empfindlichen Textilien sollte auf zusätzliche Hausmittel verzichtet werden.
Warum 60 Grad bei manchen Handtüchern sinnvoll sein können
Viele moderne Waschmaschinen besitzen besonders sparsame Programme, die mit niedrigen Temperaturen arbeiten.
Diese Programme sind für zahlreiche Kleidungsstücke vollkommen ausreichend.
Bei stark beanspruchten Handtüchern kann jedoch gelegentlich eine höhere Waschtemperatur sinnvoll sein.
Robuste Baumwollhandtücher dürfen häufig bei 60 Grad Celsius gewaschen werden. Entscheidend sind immer die Angaben auf dem Pflegeetikett.
Eine geeignete Waschtemperatur in Kombination mit einem passenden Waschmittel kann helfen, Verschmutzungen und geruchsverursachende Rückstände gründlicher zu entfernen.
Nicht jedes Handtuch verträgt allerdings hohe Temperaturen. Farbige oder empfindliche Materialien können besondere Pflege benötigen.
Auch die Waschmaschine selbst kann unangenehm riechen
Manchmal liegt das eigentliche Problem gar nicht bei den Handtüchern.
Wer regelmäßig bei niedrigen Temperaturen wäscht, kann feststellen, dass sich mit der Zeit Ablagerungen in der Maschine bilden.
Besonders häufig sammeln sich Rückstände an folgenden Stellen:
– In der Gummidichtung der Tür
– Im Waschmittelfach
– In schwer zugänglichen Bereichen der Trommel
– Im Bereich des Pumpenfilters
Dort können Feuchtigkeit und Waschmittelreste zusammenkommen.
