Ich löste den Kuchen vorsichtig aus der Form, bestäubte ihn mit etwas Puderzucker und stellte ihn auf den Tisch. Meine Tochter schnappte sich sofort das erste Stück. “Mama, der ist wie ein Kissen aus Vanille!” sagte sie. Und ich musste lachen. Besser hätte ich es nicht beschreiben können.
Was ich an diesem Kuchen liebe, ist seine Vielseitigkeit. Man kann ihn pur essen oder mit Sahne, mit Beeren oder einem Klecks Marmelade. Ich habe ihn auch schon mal mit Schokotropfen gebacken oder halbiert und mit Vanillecreme gefüllt. Aber am besten ist er so, wie Oma ihn mochte: ganz einfach.
Für alle, die ihn nachbacken möchten, hier das Rezept:
Zutaten für 12 Portionen:
- 270 g Mehl
- 4 Pck. Vanillepuddingpulver
- 1 Pck. Backpulver
- 250 g Zucker
- 7 Pck. Vanillezucker
- 4 Eier
- 200 ml Mineralwasser
- 200 ml Öl (z. B. Sonnenblumenöl)
- Puderzucker zum Bestäuben
- Fett für die Form
Zubereitung:
- Mehl, Puddingpulver, Backpulver, Zucker und Vanillezucker in einer große Schüssel geben und vermengen.
- Eier verquirlen und zusammen mit dem Mineralwasser und Öl zur Mehlmischung geben.
- Mit dem Handrührgerät zu einem glatten, leicht flüssigen Teig verrühren.
- Eine Springform (26 cm) einfetten und den Teig hineingießen.
- Bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa 60 Minuten backen. Nach 30 Minuten ggf. mit Backpapier abdecken.
- Stäbchenprobe machen. Kuchen abkühlen lassen, aus der Form lösen und mit Puderzucker bestäuben.
Ich backe diesen Kuchen nicht, um zu beeindrucken. Ich backe ihn, weil er mich erinnert. An Sonntage bei Oma. An warme Hände, die Teig rühren. An Vanilleduft, der durch die Küche zieht. Und vielleicht, nur vielleicht, wird meine Tochter diesen Kuchen eines Tages ebenfalls für ihre Kinder backen – und sich erinnern, wie wir zusammen unter der Wolldecke saßen, während der Regen leise gegen die Scheiben prasselte.
