09.12.2025

Dieses Rezept mit Brokkoli ist soooo lecker, nur 300 Kcal

Ich habe nie gedacht, dass ich einmal freiwillig Brokkoli in den Mittelpunkt meiner Küche stellen würde. Aber genau das ist passiert. Alles begann an einem Dienstagabend, als ich nach einem langen Arbeitstag völlig ideenlos in meinem Kühlschrank stand und versuchte, aus dem, was noch da war, etwas Essbares zu zaubern. Da lagen ein etwas trauriger Brokkoli, zwei Eier und eine halboffene Tüte geriebener Käse. Ich überlegte schon, ob es wieder auf Rührei hinauslaufen würde. Doch dann erinnerte ich mich an einen Foodblog, den ich vor Monaten einmal durchgescrollt hatte. “Brokkoli-Pizza mit nur 300 Kalorien”, stand da in großen Lettern. Ich hatte den Beitrag damals abgespeichert, aber nie ausprobiert. Jetzt war der perfekte Zeitpunkt.

Also legte ich los. Ich schaltete den Ofen ein, holte ein Backblech und legte es mit Backpapier aus. Den Brokkoli zerkleinerte ich mit meiner alten Reibe – eine Küchenmaschine besitze ich nicht. Es war mühsam, aber irgendwie meditativ. Ich gab die Brokkolibrösel in eine Schüssel, deckte sie ab und stellte sie für fünf Minuten in die Mikrowelle. Der Geruch war überraschend angenehm – fast nussig.

Während der Brokkoli abkühlte, bereitete ich ein sauberes Küchentuch vor. Ich erinnerte mich an den Tipp, dass man unbedingt die Flüssigkeit herauspressen muss, damit der Teig knusprig wird. Also drückte ich so fest ich konnte, und das Ergebnis war überraschend trocken. In einer Schüssel vermengte ich die Brokkolimasse mit den Eiern, etwas Salz, Pfeffer und der Hälfte des geriebenen Käses. Es war keine klassische Teigmasse, mehr wie ein fester Brei, aber ich formte ihn auf dem Backblech zu einem runden Boden und schob das Ganze in den Ofen.

Nach etwa 20 Minuten war der Boden leicht goldbraun und roch herrlich. Ich holte ihn heraus und ließ ihn kurz abkühlen. Dann bestrich ich ihn mit etwas Tomatensauce, verteilte den restlichen Käse darüber und schnitt schnell ein paar Paprikastreifen und Champignons klein, die ich noch im Kühlschrank fand. Zur Krönung kamen ein paar Kräuter aus dem Tontopf am Fensterbrett: Basilikum, Oregano und etwas Thymian.

Noch einmal zurück in den Ofen – dieses Mal nur für zehn Minuten. Als ich die Pizza zum zweiten Mal herausnahm, sah sie aus wie aus einem Hochglanzmagazin. Knuspriger Rand, geschmolzener Käse, das Gemüse leicht gebräunt. Ich schnitt ein Stück ab und setzte mich an den Küchentisch. Der erste Bissen war… anders. Kein Teig, wie man ihn kennt. Aber herzhaft, aromatisch und leicht. Und das Beste: kein schlechtes Gewissen.

Seit diesem Abend ist die Brokkoli-Pizza fester Bestandteil meines Repertoires geworden. Ich habe sie schon mit Thunfisch belegt, mit Feta, mit Zucchini oder Räucherlachs. Immer wieder anders. Sogar meine Schwester, die Brokkoli sonst meidet, war begeistert. “Das schmeckt ja wie eine gesunde Quiche ohne Boden”, meinte sie.

Ich habe das Rezept inzwischen perfektioniert:

Zutaten:

  • 1 mittelgroßer Brokkoli (ca. 500 g)
  • 2 Eier
  • 150 g geriebener Käse (z. B. Mozzarella oder Cheddar)
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Für den Belag:

  • 2–3 EL Tomatensauce
  • Weitere Käsesorten nach Wunsch (z. B. Parmesan, Feta)
  • Gemüse nach Wahl: Paprika, Zwiebeln, Tomaten, Champignons
  • Protein: Hähnchenstreifen, Schinken, Thunfisch
  • Gewürze: Oregano, Basilikum, Knoblauchpulver

Zubereitung:

  1. Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Brokkoli waschen, zerkleinern (mit Reibe oder Mixer), in Mikrowelle 5 Min. garen oder dünsten.
  3. Ausgedünsteten Brokkoli in ein Tuch geben und gut ausdrücken.
  4. Mit Eiern, Hälfte des Käses, Salz & Pfeffer vermengen. Zu einem Boden formen (ca. 1 cm dick).
  5. 20 Min. vorbacken, bis goldbraun. Herausnehmen, kurz abkühlen lassen.
  6. Mit Tomatensauce bestreichen, restlichen Käse und Belag auflegen.
  7. Weitere 10–15 Min. backen, bis der Käse schmilzt.

Was ich an diesem Rezept liebe: Es ist nicht nur gesund und lecker, sondern zeigt, wie wenig man braucht, um etwas Besonderes zu zaubern. Kein Mehl, keine Hefe, kein Warten – einfach machen. Es ist mein kleines Abendessen-Wunder für stressige Tage geworden. Und ganz ehrlich: Wenn ich daran denke, dass ich Brokkoli früher nur gekocht als fade Beilage kannte, muss ich schmunzeln.