Wenn du mal so richtig Lust auf was Deftiges hast, so richtig zum Fingerabschlecken, dann gibt’s eigentlich nur eins: Haxe! Außen schön knusprig, innen zart und saftig. Ich dachte ja früher immer, das ist ein Riesenaufwand – mit stundenlangem Brutzeln und was weiß ich. Aber dann hab ich gemerkt: Eigentlich gar nicht so wild. Und wenn man’s einmal gemacht hat, will man’s immer wieder.Ich zeig dir hier, wie ich’s mache – mit wenig Aufwand, aber vollem Geschmack. Kein Schnickschnack, keine Marinade über Nacht – einfach ehrliches Essen, wie’s früher bei Oma gab.
Was du brauchst (für 2–3 gute Esser)
- 1½ kg Schweinshaxe – am besten frisch vom Metzger
- 2 Zwiebeln, geschält und halbiert
- 5 Knoblauchzehen, geschält und halbiert
- 1 Nelke
- 5 Lorbeerblätter
- 1 TL Wacholderbeeren (leicht angedrückt)
- ½ TL Kümmel
- 2 TL Salz
- Pfeffer aus der Mühle – ordentlich
So mach ich’s – ganz entspannt
Ich nehm zuerst nen großen Topf, so richtig schön tief. Da kommt Wasser rein, so viel, dass die Haxen später gut bedeckt sind. Dann geb ich die halbierten Zwiebeln, den Knoblauch und alle Gewürze rein. Kurz aufkochen lassen, dass sich die Aromen schön entfalten – und dann kommen die Haxen ins heiße Wasser.
Sie sollen nicht kochen wie wild, eher so leise vor sich hin ziehen – ich mach das gute 90 Minuten. Das Fleisch wird dabei butterzart, fällt fast vom Knochen.
Währenddessen räum ich meistens die Küche ein bisschen auf, oder ich setz mich mit nem Kaffee hin. Man hat ja sonst nie Ruhe.
Wenn’s dann so langsam Richtung Ende geht, mach ich den Ofen an – so 180 bis 200 Grad, je nachdem, wie stark der Ofen ist. Ich nehm die Haxen aus dem Sud, lass sie kurz abtropfen (nicht zu lang, sonst trocknen sie aus), und dann ab auf den Rost – in den Ofen.
Darunter stell ich ein Blech mit ein bisschen Wasser, damit’s nicht zu trocken wird und die Küche nicht vollqualmt. Und dann lass ich die Dinger so etwa 60 Minuten richtig schön knusprig werden. Zwischendurch schau ich mal rein, ob sich die Kruste schon hebt. Wenn nicht: Hitze ein bisschen hochdrehen zum Schluss – aber Vorsicht, dass nix verbrennt.
