Ach, wie das manchmal so ist… Da stehst du in der Küche, hast ein Schweinefilet im Kühlschrank liegen, eigentlich wolltest du was ganz anderes kochen, aber dann – wie aus dem Nichts fällt dir ein, dass du doch mal was Neues ausprobieren könntest. Genau so ist es mir neulich gegangen. Ich stand da, völlig ideenlos, und plötzlich erinnerte ich mich an ein Gespräch mit meiner Freundin Marina. Sie hatte mir mal erzählt, wie sie ihr Schweinefilet immer in einer süßen Soße zubereitet, mit Honig und Sojasauce, und wie alle bei ihr am Tisch immer „Mmmh!“ machen und Nachschlag wollen. Ich dachte mir warum nicht? Ich hab dann einfach losgelegt, alles so nach Gefühl, und dabei kam ein Gericht heraus, das uns allen so gut geschmeckt hat, dass es jetzt fest auf unserem Speiseplan steht. Mein Mann meinte sogar, es wäre das beste Schweinefilet, das ich je gemacht habe, und die Kinder haben ihre Teller leergekratzt. Na, was will man mehr? Manchmal sind die einfachsten Sachen eben doch die besten. Ich erzähl dir jetzt einfach, wie ich das gemacht hab, dann kannst du es selber ausprobieren und dich und deine Liebsten überraschen.
Zutaten:
500 g Schweinefilet
2 EL Honig
3 EL Sojasauce
2 Knoblauchzehen, gehackt
1 TL frischer Ingwer, gerieben
2 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung:
Das Schweinefilet zuerst kurz abspülen, trocken tupfen und dann in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. In einer Schüssel den Honig mit der Sojasauce, dem gehackten Knoblauch und dem frisch geriebenen Ingwer vermischen, das gibt eine richtig schön aromatische Marinade. Die Filetscheiben in diese Mischung legen, gut durchmischen – am besten mit den Händen, so verteilt sich alles besser. Dann abdecken und mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Wenn du Zeit hast, ruhig auch länger, das schadet nicht, im Gegenteil je länger, desto intensiver der Geschmack.
In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen, die Filets aus der Marinade nehmen (nicht abspülen, die Marinade soll dran bleiben), etwas abtropfen lassen und in die heiße Pfanne legen. Von beiden Seiten bei mittlerer bis hoher Hitze anbraten, bis sie schön goldbraun sind, das dauert so 3 bis 4 Minuten pro Seite. Die restliche Marinade in die Pfanne geben, kurz aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren. Die Filets noch ein paar Minuten in der Pfanne ziehen lassen, bis sie durch sind und die Soße leicht eingedickt ist und glänzt. Am Ende mit Salz und Pfeffer abschmecken – aber vorsichtig, durch die Sojasauce ist schon einiges an Salz drin.
Und das war’s schon. Ich sag dir, das geht so schnell und ist so lecker, das wirst du sicher auch öfter machen. Wir essen das am liebsten mit Reis, weil der so schön die Soße aufsaugt, aber Kartoffelpüree geht auch gut, oder einfach ein frischer Gurkensalat dazu. Und falls mal was übrig bleibt das schmeckt am nächsten Tag auch kalt super, zum Beispiel in einem Wrap oder auf einem Sandwich.
Ich liebe dieses Rezept, weil es so unkompliziert ist und trotzdem schmeckt wie im Restaurant. Mein Mann sagt immer, das ist unser „kleines Küchen-Wellness-Programm“ und er hat recht, finde ich. Probier’s aus und schreib mir gerne, wie’s bei dir geworden ist!
