Alles gründlich miteinander vermischen, damit sich das Bratfett, die Zwiebeln und der Knoblauch gleichmäßig verteilen.
Den Kohl ungefähr 8–10 Minuten bei mittlerer bis etwas höherer Hitze anbraten.
Dabei immer wieder wenden, damit er an einigen Stellen leicht bräunt, aber nicht anbrennt.
8. Die Kohlpfanne würzen
Sobald der Kohl etwas zusammengefallen ist, Paprikapulver, Pfeffer und nach Wunsch Kümmel hinzufügen.
Mit Salz zunächst vorsichtig sein, da Speck und Wurst bereits relativ salzig sein können.
Wer eine leicht süßliche Note bevorzugt, kann jetzt einen Teelöffel Zucker dazugeben.
Alles gut vermischen.
9. Den Kohl sanft schmoren lassen
Nun ungefähr 100 ml Gemüsebrühe oder Wasser angießen.
Die Pfanne mit einem Deckel abdecken und den Kohl etwa 10–15 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen.
Zwischendurch umrühren.
Je nachdem, wie weich man den Kohl mag, kann die Garzeit etwas verlängert werden.
Sollte die Flüssigkeit vollständig verdampfen, einfach einen kleinen Schluck Wasser hinzufügen.
10. Speck und Wurst wieder dazugeben
Sobald der Kohl die gewünschte Konsistenz erreicht hat, den gebratenen Speck und die Wurstscheiben zurück in die Pfanne geben.
Alles gründlich vermischen und weitere 3–5 Minuten ohne Deckel erhitzen.
So verbinden sich die Aromen besonders gut.
Wer möchte, kann zum Schluss einen Esslöffel Apfelessig hinzufügen. Die leichte Säure passt hervorragend zum deftigen Kohl und rundet den Geschmack ab.
Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Vor dem Servieren nach Belieben mit etwas frisch gehackter Petersilie bestreuen.
Der wichtigste Trick für richtig aromatischen Bratkohl
Ein häufiger Fehler bei der Zubereitung besteht darin, den Kohl sofort mit viel Wasser zu kochen.
Dadurch wird er zwar weich, entwickelt aber kaum Röstaromen.
Viel besser schmeckt es, wenn man ihn zunächst einige Minuten im heißen Bratfett anbrät.
Besonders das Fett vom ausgelassenen Speck sorgt für einen kräftigen Geschmack.
Erst wenn der Kohl leicht gebräunt ist, sollte etwas Flüssigkeit hinzugefügt werden.
So bekommt man eine wunderbar aromatische Mischung aus gebratenem und sanft geschmortem Kohl.
Welche Wurst passt am besten?
Für diese Kohlpfanne eignen sich verschiedene Wurstsorten.
Krakauer: Sie besitzt ein kräftiges Raucharoma und passt hervorragend zu Weißkohl.
Geräucherte Bratwurst: Diese Variante ist besonders herzhaft und macht das Gericht schön deftig.
Mettenden: Die würzigen Würste werden häufig für Eintöpfe verwendet, schmecken aber auch in einer Kohlpfanne sehr gut.
Cabanossi: Wer eine kräftigere, leicht pikante Note mag, kann auch Cabanossi verwenden.
Kasseler: Statt Wurst lassen sich auch kleine Stücke Kasseler in die Pfanne geben.
Wichtig ist lediglich, die Salzmenge entsprechend anzupassen.
Welche Beilagen passen zur Kohlpfanne?
Die Kohlpfanne schmeckt bereits für sich allein wunderbar, besonders wenn Speck und Wurst enthalten sind.
Mit einer passenden Beilage wird daraus jedoch ein richtig sättigendes Familienessen.
Salzkartoffeln: Die klassische Kombination aus Kartoffeln und Kohl passt hervorragend zur deutschen Hausmannskost.
Kartoffelpüree: Cremiges Kartoffelpüree harmoniert besonders gut mit der würzigen Kohlpfanne.
Frisches Bauernbrot: Eine dicke Scheibe kräftiges Brot eignet sich wunderbar, um den würzigen Bratensaft aufzunehmen.
Bratkartoffeln: Wer es besonders deftig mag, serviert den Kohl mit knusprig gebratenen Kartoffeln.
Kann man gebratenen Kohl auch ohne Speck zubereiten?
Natürlich!
Wer auf Fleisch verzichten möchte, kann den Speck und die Wurst einfach weglassen.
Stattdessen lassen sich gewürfelte Kartoffeln, Champignons oder zusätzliche Zwiebeln verwenden.
Für ein besonders kräftiges Aroma eignen sich etwas geräuchertes Paprikapulver und ein kleiner Schuss Gemüsebrühe.
Auch gebratene Pilze passen hervorragend zum Kohl.
So entsteht eine leckere vegetarische Kohlpfanne, die ebenfalls wunderbar sättigt.
Schmeckt die Kohlpfanne am nächsten Tag noch?
Ja, und viele finden sogar, dass sie nach dem Durchziehen noch aromatischer schmeckt.
Die vollständig abgekühlte Kohlpfanne kann in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Innerhalb von etwa zwei bis drei Tagen sollte sie verbraucht werden.
Zum Aufwärmen einfach eine Pfanne auf mittlere Hitze stellen, etwas Wasser hinzufügen und den Kohl unter gelegentlichem Rühren vollständig erhitzen.
Auch portionsweises Einfrieren ist möglich. Allerdings kann der Kohl nach dem Auftauen etwas weicher sein.
Warum ist Weißkohl so beliebt in der Hausmannskost?
Weißkohl gehört seit Generationen zu den klassischen Gemüsesorten in deutschen Küchen.
Er lässt sich gut lagern, ist vielseitig verwendbar und kann sowohl gekocht als auch gebraten, geschmort oder roh als Salat zubereitet werden.
Außerdem enthält Weißkohl unter anderem Vitamin C und Ballaststoffe.
Besonders in der kälteren Jahreszeit ist er eine beliebte Grundlage für deftige, wärmende Gerichte.
Ob als Kohlroulade, Krautsalat, Eintopf oder einfache Kohlpfanne – dieses Gemüse hat seinen festen Platz in der traditionellen Küche.
