Tomatensoße gehört zu den absoluten Klassikern in der Küche. Sie bildet die Grundlage für Pasta, Pizza und Lasagne, passt zu Fleisch und Gemüse und lässt sich mit wenigen Zutaten zubereiten. Trotzdem gibt es ein Problem, das wahrscheinlich fast jeder kennt: Man kocht die Soße lange, würzt sie sorgfältig – und beim Probieren schmeckt sie plötzlich unangenehm sauer.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Viele greifen in diesem Moment automatisch zum Zucker. Doch es gibt noch einen anderen Küchentrick: eine kleine Menge Backpulver beziehungsweise Natron in die Tomatensoße geben. Dahinter steckt tatsächlich ein einfacher chemischer Effekt. Die ursprüngliche Beschreibung empfiehlt nur wenige Prisen während des Kochens; dabei können kleine Bläschen an der Oberfläche entstehen.
Warum Tomatensoße manchmal so sauer schmeckt
Wie säuerlich eine Tomatensoße wird, hängt unter anderem von den verwendeten Tomaten und deren Reifegrad ab. Deshalb können zwei Soßen, die praktisch identisch zubereitet wurden, am Ende deutlich unterschiedlich schmecken.
Besonders bei weniger reifen oder von Natur aus säuerlichen Tomaten kann die Säure andere Aromen überdecken. Man schmeckt dann kaum noch Knoblauch, Zwiebeln, Kräuter oder Olivenöl – stattdessen bleibt vor allem dieser kräftige säuerliche Eindruck zurück.
Natürlich könnte man die Soße einfach länger kochen und anschließend nachwürzen. Das löst das Problem aber nicht immer.
Warum Zucker nicht dasselbe bewirkt
Der klassische Haushaltstrick besteht darin, eine Prise Zucker in die Tomatensoße zu geben. Dadurch entsteht ein süßer Gegenspieler zur Säure und die Soße schmeckt ausgewogener.
Allerdings wird die Säure dadurch nicht einfach entfernt. Der süße Geschmack überdeckt sie lediglich teilweise. Gibt man zu viel Zucker hinzu, kann eine herzhafte Tomatensoße außerdem schnell ungewöhnlich süß schmecken.
Genau an diesem Punkt kommt der Backpulver-Trick ins Spiel.
Was passiert, wenn Backpulver in die Tomatensoße kommt?
Die Idee dahinter ist simpel: Die alkalischen Bestandteile reagieren mit der Säure der Tomaten. Deshalb kann man unmittelbar nach der Zugabe beobachten, dass die Soße etwas aufschäumt beziehungsweise kleine Bläschen bildet.
Das sieht zunächst ungewöhnlich aus, ist aber genau der Effekt, den man erwartet.
Nach kurzer Zeit beruhigt sich die Soße wieder. Anschließend sollte man sie probieren. Der säuerliche Geschmack kann nun deutlich milder wirken, ohne dass dafür größere Mengen Zucker notwendig sind.
