13.10.2026

So hat’s schon meine Oma gemacht – Nackensteaks im Ofen, mit Zwiebeln, Knoblauch und einer Soße, die einfach himmlisch schmeckt

Wenn ich dann die Form raushole, kommt meistens schon mein Mann in die Küche. Er sagt dann immer: „Ah, es riecht nach Sonntag.“ Und ja, das stimmt. Es ist so ein typisches Sonntagsgericht. Nichts Extravagantes, aber genau das ist das Schöne. Dazu mach ich meist Salzkartoffeln oder einfach nur frisches Brot, um die Soße aufzutunken. Diese Soße ist nämlich das Beste. Ich sag’s euch: Wenn ihr denkt, ihr habt genug gemacht – macht mehr. Die Leute tunken sie bis zum letzten Tropfen auf.

Ich erinnere mich, wie meine Oma das früher in einer alten Emaille-Auflaufform gemacht hat. Die war schon ganz zerkratzt, aber sie schwor, dass nur daraus das Fleisch so schmeckt, wie’s schmecken soll. Heute hab ich auch so eine – nicht ganz so alt, aber sie sieht ähnlich aus. Und jedes Mal, wenn ich sie benutze, fühl ich mich, als wär sie irgendwie noch da.

Meine Kinder lieben das Gericht übrigens auch. Und das, obwohl sie sonst oft sagen: „Schon wieder Fleisch?“ Aber bei dem hier – keine Diskussion. Sie sitzen dann am Tisch, stopfen die Kartoffeln in die Soße, und sagen nichts – und das ist für mich das beste Kompliment. Wenn’s am Tisch still ist, weiß ich: es schmeckt.

Was ich an diesem Gericht so mag, ist, dass es nicht viel braucht. Ein paar Zutaten, die man fast immer im Haus hat, und ein bisschen Geduld. Ich hab’s auch schon oft für Freunde gemacht, und jeder sagt danach: „Das schmeckt wie bei meiner Oma.“ Ich glaub, das ist das schönste Lob, das man bekommen kann.

Und wisst ihr was? Ich mach’s manchmal sogar im Winter, wenn’s draußen schneit und drinnen alles ruhig ist. Dann ist es, als würde das ganze Haus nach Geborgenheit riechen. Ich setz mich dann auf die Couch, während der Ofen arbeitet, und freu mich einfach auf den Moment, wenn ich die Form raushol.

Ich mach auch manchmal kleine Variationen – zum Beispiel geb ich ein paar Karottenstücke oder Champignons dazu. Oder, wenn ich Lust auf etwas Würze hab, etwas scharfen Paprika. Aber die Basis bleibt immer gleich: gutes Fleisch, Zwiebeln, Knoblauch, Brühe, Weißwein, und Geduld.

Und das Schönste: Wenn was übrig bleibt (was selten passiert), schmeckt es am nächsten Tag fast noch besser. Die Soße zieht durch, das Fleisch wird butterzart, und man kann es wunderbar aufwärmen.

Wenn ich so drüber nachdenk – es ist eigentlich kein Rezept, es ist ein Stück Leben. So wie Oma immer gesagt hat: „Kochen ist keine Arbeit, es ist Zuneigung.“ Und jedes Mal, wenn ich die Gabel in die Soße tauche und den ersten Bissen nehme, weiß ich, dass sie recht hatte.

Also, wenn ihr das nächste Mal Lust auf etwas Ehrliches habt – probiert’s. Nackensteaks, Zwiebeln, Knoblauch, ein bisschen Wein, eine Stunde im Ofen – mehr braucht’s nicht, um glücklich zu sein.

Und schreibt mir ruhig, wenn ihr’s ausprobiert habt – ich freu mich immer, wenn jemand das nachkocht und sagt: „So hat’s meine Oma auch gemacht.“ ❤️