Ich muss ehrlich sagen, dass ich dieses Rezept ursprünglich gar nicht ausprobieren wollte. Es war einer dieser Tage, an denen man eigentlich keine Lust hat, lange in der Küche zu stehen. Draußen war es grau, der Regen klatschte gegen die Fenster und ich hatte mir vorgenommen, einfach einen ruhigen Nachmittag auf dem Sofa zu verbringen. Doch dann klingelte das Telefon. Meine Schwester kündigte spontan ihren Besuch an und natürlich wollte ich etwas zum Kaffee anbieten. Im Kühlschrank lag noch ein großer Becher Quark, der dringend verbraucht werden musste. Wegwerfen kam für mich nicht infrage, also begann ich nach einem einfachen Rezept zu suchen.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Während ich in einem alten Ordner mit handgeschriebenen Rezepten blätterte, fiel mir ein vergilbtes Blatt in die Hände. Oben stand in großen Buchstaben: „Fantastischer Quarkkuchen“. Mehr nicht. Kein Foto, keine langen Erklärungen, keine besonderen Hinweise. Nur eine Zutatenliste und einige kurze Anweisungen. Ehrlich gesagt war ich zunächst skeptisch. Die Zutaten wirkten fast zu simpel. Kein aufwendiger Boden, keine teuren Zutaten, keine besondere Creme. Trotzdem entschied ich mich, dem Rezept eine Chance zu geben. Schließlich hatte ich ohnehin alles im Haus.
Schon beim Zusammenrühren der Zutaten hatte ich ein gutes Gefühl. Die Masse war schnell fertig und roch angenehm nach Vanille. Während der Kuchen im Ofen war, breitete sich dieser typische Duft aus, den wahrscheinlich jeder aus seiner Kindheit kennt. Es ist dieser warme, süße Geruch, der sofort Erinnerungen an Sonntagnachmittage bei Oma weckt. Noch bevor der Kuchen fertig war, kamen die ersten Familienmitglieder in die Küche und fragten, was da so gut riecht.
Als ich den Kuchen schließlich aus dem Ofen holte, sah er zunächst ganz unscheinbar aus. Goldgelb, leicht aufgegangen, ohne besondere Dekoration. Doch nach dem ersten Bissen war klar, dass dieses Rezept bleiben würde. Der Kuchen war unglaublich cremig, gleichzeitig aber leicht und locker. Er schmeckte angenehm nach Quark und Vanille, ohne zu süß zu sein. Genau so stelle ich mir einen perfekten Käsekuchen vor. Meine Schwester nahm sich sofort ein zweites Stück und fragte noch während des Essens nach dem Rezept. Später am Abend rief sogar meine Mutter an, weil sie gehört hatte, dass ich einen besonders guten Quarkkuchen gebacken hätte. Seit diesem Tag habe ich das Rezept unzählige Male gebacken und jedes Mal wurde ich danach gefragt.
Zutaten
150 g Margarine
200 g Zucker
100 g Weichweizengrieß
1 Packung Vanillepuddingpulver
3 Eier
1 kg Magerquark
1 Prise Salz
etwas Puderzucker
Fett für die Form
