13.10.2026

So hat’s schon meine Oma gemacht – einfache Kartoffeln mit Hähnchenschenkeln, aber der Duft bleibt für immer!

Wenn ich dann den Ofen öffne und die heiße Luft mir ins Gesicht schlägt, sehe ich die goldgelben Kartoffeln, das saftige Fleisch, leicht knusprig, und überall diese Kräuter. Ich nehme einen Löffel und schöpfe ein bisschen von der Sauce, die sich unten gesammelt hat – das ist pures Gold. Ich gieße das dann noch ein bisschen über die Kartoffeln, bevor ich alles auf den Tisch stelle.

Manchmal lade ich auch Freunde ein, einfach so, ohne großen Anlass. Ich sag dann: „Kommt vorbei, es gibt Hähnchen mit Kartoffeln.“ Und fast immer sagen sie: „Ach, das hab ich schon ewig nicht gegessen!“ Und dann sitzen wir zusammen, trinken vielleicht ein Glas Wein, lachen, reden über alte Zeiten – und am Ende ist die Auflaufform leer. Immer. Ich weiß nicht, was es ist, aber dieses Gericht hat etwas Beruhigendes. Es ist, als würde man eine Umarmung essen.

Was ich besonders mag: Man kann es vorbereiten. Wenn ich mal viel zu tun hab, mach ich alles am Vormittag fertig – Kartoffeln schneiden, Marinade anrühren, Fleisch würzen – und abends kommt’s einfach in den Ofen. Kein Stress, kein Aufwand. Und während es brät, hat man Zeit, den Tisch zu decken oder einfach mal kurz zu sitzen und durchzuatmen.

Ich mach das Rezept oft, wenn ich weiß, dass mein Mann lange gearbeitet hat. Er ist LKW-Fahrer, und wenn er abends heimkommt, müde und hungrig, dann freut er sich, wenn’s so duftet. Er sagt dann immer: „Das ist wie früher bei meiner Mutter.“ Und das ist, glaub ich, das schönste Kompliment, das man als Frau hören kann. Ich bin überzeugt, dass gutes Essen Erinnerungen wecken kann – an Kindheit, an Familie, an Geborgenheit.

Und vielleicht ist das auch der Grund, warum ich dieses Gericht so liebe. Es erinnert mich an meine Oma, an Sonntage, an das Klappern der Teller, das Lachen in der Küche. Sie hat immer gesagt: „Essen bringt Menschen zusammen.“ Und sie hatte recht. Ich hab’s so oft erlebt – selbst an Tagen, wo man sich gestritten hat oder müde war, wenn der Duft von Bratkartoffeln durch’s Haus zieht, ist plötzlich alles wieder gut.

Ein paar kleine Tipps, die ich im Laufe der Jahre geler