Es gibt Dinge im Leben, die einen sofort zurück in die Kindheit katapultieren. Für mich gehören dazu diese einfachen, aber so herrlich verführerischen Schokobananen. Schon als kleines Mädchen habe ich sie im Schaufenster der Bäckerei gesehen – meist lagen sie neben Berliner Pfannkuchen oder Mohnschnecken, und sie hatten immer dieses Glänzen, das mich fast magisch angezogen hat. Ich kann mich erinnern, wie ich an Mamas Hand zog und sagte: „Bitte, nur eine Schokobanane!“ Und meistens hat sie nachgegeben, vielleicht auch, weil sie selbst nicht widerstehen konnte.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Schokobananen sind ein Klassiker, den viele unterschätzen. Manche denken: Ach, das sind ja nur Bananen mit Schokolade, das kann ja nicht so aufregend sein. Aber jeder, der sie einmal probiert hat, weiß: Diese Kombination hat etwas, das süchtig macht. Die Süße und Cremigkeit der Banane, verbunden mit der knackigen Hülle aus dunkler, manchmal auch weißer Schokolade – das ist wie ein kleines Stück Himmel. Und ja, ich gebe zu: auch heute, als Erwachsene, kann ich nicht daran vorbeigehen.
Vor einiger Zeit habe ich mich gefragt: Warum eigentlich immer nur beim Bäcker kaufen? Könnte man die nicht auch zu Hause machen? Es klingt banal, aber manchmal kommt man auf solche Ideen erst spät. Ich habe also experimentiert, und was soll ich sagen: Es funktioniert. Und zwar einfacher, als ich gedacht hätte. Seitdem mache ich Schokobananen regelmäßig selbst, für Kindergeburtstage, kleine Familienfeiern oder einfach als süße Überraschung für zwischendurch.
Zutaten
4 reife Bananen
200 g Zartbitterschokolade
100 g weiße Schokolade (optional, für Deko)
Holzspieße
Backpapier
Zubereitung
Die Schokolade in Stücke brechen und über einem Wasserbad langsam schmelzen. Bananen schälen, in ca. 5 cm Stücke schneiden und auf Holzspieße stecken. In die flüssige Schokolade tauchen, gut abtropfen lassen und auf Backpapier legen. Wer möchte, kann mit weißer Schokolade kleine Streifen oder Muster darüberziehen. Im Kühlschrank kurz festwerden lassen – fertig.
Natürlich klingt das jetzt viel zu kurz für ein Rezept, das mein Herz so erobert hat. Deshalb erzähle ich dir lieber ausführlich, wie ich das mache, warum es so besonders ist, und welche Tricks ich über die Zeit gelernt habe.
Meine erste selbstgemachte Schokobanane
Ich weiß noch genau, wie ich beim ersten Versuch die Schokolade viel zu heiß gemacht habe. Sie wurde klumpig, hat geschwitzt und war unbrauchbar. Ich war schon dabei, alles in den Müll zu werfen, aber dann dachte ich: „Nein, das muss doch irgendwie gehen.“ Ich habe neue Schokolade genommen, diesmal vorsichtiger, und siehe da – es funktionierte. Die Banane war perfekt umhüllt, die Schokolade glänzte, und als ich reinbiss, fühlte ich mich wieder wie das kleine Mädchen vor der Bäckerei.
Die Kinder waren begeistert. Mein Sohn meinte: „Mama, das ist besser als Eis!“ Und meine Tochter hat gleich gefragt, ob wir welche für ihre Freundin machen können. So schnell kann ein einfaches Rezept zu einer Familientradition werden.
