Die Mengen reichen ungefähr für eine größere rechteckige Form. Wer keine Graham Crackers bekommt, kann problemlos andere eher trockene, nicht zu dicke Butterkekse verwenden.
So entsteht die cremige Erdnussbutterfüllung
Zuerst werden Vanillepuddingpulver und kalte Milch miteinander verrührt. Die Mischung sollte einige Minuten geschlagen werden, bis sie merklich eindickt.
Anschließend kommt die cremige Erdnussbutter hinein.
Hier lohnt es sich, wirklich gründlich zu rühren. Es sollten keine einzelnen Erdnussbutterklumpen mehr sichtbar sein. Die Masse soll gleichmäßig, dick und cremig werden.
Danach wird die Schlagsahne vorsichtig untergehoben.
Dabei nicht unnötig kräftig weiterrühren. Die eingeschlagene Luft sorgt dafür, dass die fertige Creme trotz Erdnussbutter angenehm locker bleibt. Am Ende sollte eine helle, dicke Creme entstehen, die sich problemlos verstreichen lässt.
Jetzt wird der Kuchen geschichtet
Auf den Boden einer rechteckigen Form kommt zunächst eine dünne Schicht Erdnussbuttercreme.
Darauf wird eine Lage Graham Crackers beziehungsweise Butterkekse gelegt. Die Kekse dürfen ruhig zurechtgebrochen werden, damit möglichst die gesamte Fläche bedeckt ist.
Anschließend folgt wieder Creme.
Dann wieder Kekse.
Danach erneut Creme.
Auf diese Weise wird weitergeschichtet, bis die Zutaten aufgebraucht sind. Die Schichten sollten möglichst gleichmäßig verteilt werden, damit später jedes Stück sowohl Kekse als auch genügend Creme enthält.
Wer einen besonders hohen Kuchen möchte, verwendet eine etwas kleinere Form und baut dafür mehrere Schichten übereinander.
Die Schokoladenschicht macht ihn erst richtig gut
Zum Schluss fehlt noch die Ganache.
Dafür wird die Sahne zusammen mit der Butter erhitzt. Sie muss heiß sein, sollte aber nicht minutenlang sprudelnd kochen.
Die heiße Sahne wird über die klein gehackte Schokolade beziehungsweise die Schokoladenstückchen gegossen.
Jetzt etwa eine Minute warten.
Danach langsam umrühren, bis sich die Schokolade vollständig aufgelöst hat und eine glatte, glänzende Masse entstanden ist.
Diese Ganache wird über die oberste Kuchenschicht gegossen und mit einem Löffel oder Teigschaber verteilt.
Dabei muss die Oberfläche überhaupt nicht perfekt aussehen. Gerade leichte Spuren vom Verstreichen lassen den fertigen Kuchen schön hausgemacht wirken.
Jetzt kommt der wichtigste Schritt: warten
So verführerisch der Kuchen jetzt bereits aussieht – sofort anschneiden sollte man ihn nicht.
Die Form kommt für mindestens vier Stunden in den Kühlschrank.
Während dieser Zeit verändert sich der Kuchen deutlich. Die Kekse nehmen Feuchtigkeit auf, die Erdnussbutterfüllung wird stabiler und die Ganache bekommt die richtige Konsistenz.
Nach einer ganzen Nacht ist der Unterschied noch deutlicher.
Beim Anschneiden sieht man dann die einzelnen hellen und dunklen Schichten, während sich der Kuchen trotzdem problemlos mit der Gabel essen lässt.
So bekommt man schöne Stücke
Die obere Schokoladenschicht kann nach längerer Kühlung relativ fest werden. Deshalb hilft ein kleines Küchenmesser, das kurz unter heißes Wasser gehalten und anschließend abgetrocknet wird.
Damit zuerst vorsichtig durch die Ganache schneiden und erst danach das Messer vollständig durch den Kuchen führen.
Für jedes weitere Stück kann man das Messer erneut säubern.
Wer dagegen keinen Wert auf vollkommen gerade Stücke legt, kann ihn natürlich einfach wie einen normalen Kuchen anschneiden – geschmacklich ändert das überhaupt nichts.
Welche Erdnussbutter eignet sich?
Am unkompliziertesten ist eine klassische cremige Erdnussbutter.
Sehr flüssige Varianten können dazu führen, dass die Füllung weniger stabil wird. Besonders feste Erdnussbutter lässt sich dagegen schwerer gleichmäßig unter die Puddingmasse rühren.
Wer gerne kleine Erdnussstückchen im Kuchen hat, kann auch crunchy Erdnussbutter ausprobieren. Dann verändert sich allerdings die Konsistenz: Statt einer vollkommen glatten Creme bekommt man kleine knackige Stückchen zwischen den weichen Kuchenschichten.
Beides funktioniert – es hängt lediglich davon ab, welche Konsistenz man lieber mag.
Nicht zu viel zusätzliche Süße verwenden
Bei diesem Kuchen treffen bereits Vanillepudding, Kekse, Erdnussbutter und Schokolade aufeinander. Zusätzlicher Zucker ist deshalb normalerweise überhaupt nicht notwendig.
Gerade der leichte Salzgeschmack der Erdnussbutter ist sogar erwünscht. Er bildet einen schönen Gegensatz zur süßen Schokolade.
Wer sehr süße Desserts nicht mag, kann für die Ganache eine etwas dunklere Schokolade verwenden. Dadurch schmeckt der Kuchen kräftiger und weniger zuckrig.
Perfekt zum Vorbereiten
Ein großer Vorteil dieses Kuchens ist, dass man ihn problemlos am Vortag machen kann.
Abends werden Creme, Kekse und Ganache geschichtet, anschließend wandert die Form in den Kühlschrank und am nächsten Tag ist das Dessert bereits fertig.
Das macht den Erdnussbutterkuchen besonders praktisch für Geburtstage, Familienbesuche, Grillabende oder andere Gelegenheiten, bei denen man am eigentlichen Tag möglichst wenig Arbeit haben möchte.
Direkt aus dem Kühlschrank schmeckt er besonders gut.
Cremig, weich und richtig schokoladig
Beim ersten Bissen versteht man schnell, warum solche No-Bake-Kuchen so beliebt sind. Oben knackt ganz leicht die gekühlte Schokolade, darunter wartet die luftige Erdnussbuttercreme und anschließend kommen die weich gewordenen Keksschichten.
Dabei wechseln sich Schokolade, Vanille und das leicht salzige Aroma der Erdnussbutter ständig ab.
Und obwohl der fertige Kuchen nach deutlich mehr Arbeit aussieht, besteht die eigentliche Zubereitung hauptsächlich aus rühren, schichten und kaltstellen.
Genau das macht ihn zu einem Dessert, das man einmal ausprobiert und danach immer wieder macht: schnell vorbereitet, ohne Backofen und trotzdem so üppig und cremig, dass kaum jemand glauben wird, wie einfach er tatsächlich entstanden ist.
