12.08.2026

Schneewittchen-Salat – so frisch und cremig schmeckt der Winter

Diesen Salat habe ich zum ersten Mal bei einer kleinen Familienfeier im Winter probiert. Auf dem Tisch standen mehrere kräftige Gerichte: heißer Braten, gebackene Kartoffeln, Würstchen und eine große Schüssel mit gedünstetem Gemüse. Dazwischen entdeckte ich zwei helle Schalen mit einem beinahe schneeweißen Gurkensalat. Eine ältere Verwandte nannte ihn lächelnd „Schneewittchen-Salat“, weil der cremige Joghurt sie an frisch gefallenen Schnee erinnerte.

Ehrlich gesagt war ich zunächst überrascht. Gurkensalat verband ich bis dahin eher mit dem Sommer. Doch gerade neben den warmen und herzhaften Speisen schmeckte diese kalte, frische Beilage besonders gut. Die Gurken blieben angenehm knackig, der Joghurt war cremig und der Knoblauch gab dem Salat genau die richtige Würze. Obwohl auf dem Tisch viele aufwendigere Gerichte standen, wurde ausgerechnet diese einfache Schüssel als Erstes leer.

Natürlich fragte ich sofort nach dem Rezept. Die Antwort war fast enttäuschend einfach: Joghurt, Gurken, Knoblauch und etwas Salz. Später habe ich die Zubereitung noch ein wenig angepasst. Ich lasse die Gurken heute kurz mit Salz ziehen und drücke überschüssige Flüssigkeit vorsichtig aus. Dadurch wird der Salat nicht wässrig und bleibt auch nach einigen Stunden wunderbar cremig.

Seitdem bereite ich den Schneewittchen-Salat regelmäßig zu, besonders wenn es deftige Kartoffel-, Fleisch- oder Ofengerichte gibt. Er bringt Frische auf den Tisch, lässt sich schnell vorbereiten und benötigt keine außergewöhnlichen Zutaten. Auch zu einem einfachen Stück Brot schmeckt er überraschend gut. Das Rezept ist ein schöner Beweis dafür, dass Winterküche nicht immer schwer sein muss.

Zutaten

Für etwa 6–8 Portionen:

1 kg stichfester Naturjoghurt oder griechischer Joghurt

2 große Salatgurken

3 Knoblauchzehen

1–1½ TL Salz

½ TL schwarzer Pfeffer

2 EL frisch gehackter Dill

1 EL frisch gehackte Petersilie

1–2 EL Zitronensaft

1 EL Olivenöl, optional