Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Eine Springform mit 26 cm Durchmesser sorgfältig einfetten. Alternativ kann der Boden mit Backpapier ausgelegt werden. Wer möchte, kann zusätzlich einen Streifen Backpapier am Rand verwenden.
Butter, Eier und Quark sollten möglichst nicht eiskalt verarbeitet werden. Die Butter muss weich sein, damit sie sich später gleichmäßig mit den übrigen Zutaten verbinden lässt.
Eier und Zucker cremig schlagen
Die Eier zusammen mit Zucker und Vanillezucker in eine große Rührschüssel geben.
Mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine einige Minuten aufschlagen, bis die Masse heller und cremig geworden ist.
Dieser Schritt sorgt dafür, dass etwas Luft in die Masse gelangt und der fertige Käsekuchen eine angenehm lockere Konsistenz bekommt.
Butter und Sahne hinzufügen
Nun die weiche Butter portionsweise unter die Eier-Zucker-Mischung rühren.
Anschließend die Sahne langsam dazugeben und weiterrühren, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist.
Wer Vanilleextrakt verwenden möchte, kann ihn jetzt ebenfalls hinzufügen.
Quark unterrühren
Den Magerquark nach und nach zur Eiermasse geben und auf niedriger bis mittlerer Stufe unterrühren.
Danach Vanillepuddingpulver, Speisestärke, Zitronenschale, Zitronensaft und eine Prise Salz hinzufügen.
Alles nur so lange miteinander verrühren, bis eine glatte und gleichmäßige Käsemasse entstanden ist.
Die Konsistenz darf jetzt relativ weich und cremig sein. Beim Backen sorgen Eier, Puddingpulver und Stärke dafür, dass der Kuchen fest wird.
Käsekuchen ohne Boden backen
Die fertige Quarkmasse in die vorbereitete Springform füllen und die Oberfläche glatt streichen.
Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und den Kuchen ungefähr 60 bis 70 Minuten bei 170 °C Ober-/Unterhitze backen.
Während des Backens geht der Käsekuchen deutlich auf. Die Oberfläche bekommt nach und nach ihre typische goldbraune Farbe.
Dass der Rand etwas dunkler wird als die Mitte, ist vollkommen normal und sorgt für das typische Aussehen eines klassischen Käsekuchens.
Nicht zu früh aus dem Ofen holen
Nach ungefähr 60 Minuten den Kuchen kontrollieren. Die Mitte darf noch leicht weich wirken und etwas wackeln.
Sie muss nicht vollständig fest sein, denn der Käsekuchen zieht beim Abkühlen weiter an.
Ist die Oberfläche bereits sehr dunkel, der Kuchen innen aber noch nicht fertig, kann er gegen Ende der Backzeit locker abgedeckt werden.
Der wichtigste Schritt: langsam abkühlen lassen
Ist der Käsekuchen fertig, den Backofen ausschalten.
Die Ofentür einen Spalt öffnen und den Kuchen noch ungefähr 30 Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen lassen.
Danach aus dem Ofen nehmen und bei Raumtemperatur vollständig auskühlen lassen.
Keine Sorge, wenn der Kuchen dabei etwas zusammensinkt. Ein Käsekuchen ohne Boden geht während des Backens häufig stark auf und fällt anschließend wieder etwas zusammen.
Danach kommt er in den Kühlschrank
Den vollständig abgekühlten Käsekuchen für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Noch besser wird die Konsistenz, wenn er über Nacht durchziehen darf.
Direkt aus dem Backofen ist die Quarkmasse noch sehr weich. Erst während des Abkühlens und Kühlens entwickelt der Kuchen seine typische cremige und gleichzeitig schnittfeste Struktur.
Deshalb lohnt sich die Geduld.
So bekommt man besonders schöne Stücke
Für saubere Stücke ein scharfes Messer verwenden und die Klinge nach jedem Schnitt kurz abwischen.
Der Kuchen sollte dabei wirklich gut gekühlt sein. Dann bleibt die cremige Masse stabil und die einzelnen Stücke sehen beim Servieren deutlich schöner aus.
Vor dem Servieren kann nach Wunsch etwas Puderzucker darübergestäubt werden. Mehr braucht dieser Kuchen eigentlich nicht.
Warum dieser Käsekuchen keinen Boden braucht
Bei einem klassischen Käsekuchen mit Mürbeteig sorgt der Boden für einen deutlichen Kontrast zur weichen Füllung.
Bei dieser Variante steht dagegen die Quarkmasse vollständig im Mittelpunkt. Dadurch wird jedes Stück besonders cremig und saftig.
Außerdem spart man einen kompletten Arbeitsschritt: Es muss kein zusätzlicher Teig geknetet, gekühlt oder ausgerollt werden.
Allein deshalb eignet sich das Rezept wunderbar, wenn man einen klassischen Kuchen möchte, ohne lange in der Küche zu stehen.
Tipps für einen richtig guten Käsekuchen
Die Zutaten möglichst nicht direkt eiskalt aus dem Kühlschrank verarbeiten. Vor allem die Butter sollte wirklich weich sein.
Nach Zugabe des Quarks muss die Masse nicht minutenlang auf höchster Stufe geschlagen werden. Es reicht, wenn sich alle Zutaten gleichmäßig miteinander verbunden haben.
Den Kuchen nach dem Backen außerdem nicht sofort aus dem heißen Ofen nehmen. Das langsame Abkühlen hilft dabei, einen sehr starken Temperaturwechsel zu vermeiden.
Und vor allem: Nicht anschneiden, solange er noch warm ist. Auch wenn es schwerfällt, macht die Ruhezeit einen großen Unterschied.
Ein Kuchen wie früher
Dieser Käsekuchen braucht weder einen aufwendigen Boden noch eine lange Zutatenliste. Quark, Eier, Butter, Sahne und etwas Vanille bilden die Grundlage für einen Kuchen, der wunderbar cremig und gleichzeitig angenehm unkompliziert ist.
Außen kräftig goldbraun, innen hell, weich und saftig – genau diese Kombination macht einen klassischen Käsekuchen ohne Boden so beliebt.
Mit einer Tasse Kaffee schmeckt er zum Sonntagnachmittag genauso gut wie zu einem Geburtstag oder einfach als kleines Stück Kuchen zwischendurch.
Und wer ihn einen Tag vorher vorbereitet, hat am nächsten Nachmittag kaum noch Arbeit: aus dem Kühlschrank nehmen, anschneiden und genießen.
