Manchmal variiere ich das Rezept ein bisschen – zum Beispiel ersetze ich den Frischkäse durch Kräuterfrischkäse oder gebe einen Teelöffel Senf mehr dazu, wenn ich’s etwas kräftiger mag. Und wenn ich Gäste habe, kommt ein Hauch Muskat oder ein Löffel Weißwein in die Sauce, das gibt dem Ganzen eine feine Note. Ich liebe diese kleinen Anpassungen, weil man so immer wieder etwas Neues entdeckt.
Ich weiß, viele denken bei Rosenkohl sofort an Weihnachten oder an diese altmodischen Beilagen, aber ehrlich gesagt, das ist Quatsch. Dieses Rezept ist leicht, modern und super lecker – und sogar mein Sohn, der sonst Gemüse meidet wie der Teufel das Weihwasser, isst es ohne Murren. „Mama, das ist doch mit Käse, oder?“, sagt er dann und taucht sein Brot in die Sauce. Genau das ist für mich Glück: wenn alle am Tisch sitzen, es ruhig wird, weil jeder nur isst und genießt.
Und jedes Mal, wenn ich den Duft dieser Sauce rieche, denke ich an diesen grauen Herbsttag, an meine spontane Idee und an das Lächeln meines Mannes, als er die letzte Portion aufaß. Es gibt Gerichte, die vergisst man wieder, und es gibt solche, die bleiben. Rosenkohl in Frischkäse-Senfsauce ist für mich eins von denen, die bleiben.
Also, falls du mal etwas Neues probieren willst – mach es einfach. Keine Angst vor Rosenkohl! Er kann so lecker sein, wenn man ihn richtig zubereitet. Und wenn du magst, hier mein Rezept, so wie ich’s jetzt immer mache:
Zutaten:
1 Zwiebel
1 EL Butter
500 g Rosenkohl
150 g Frischkäse
100 ml Milch oder Sahne
1 EL Senf (mittelscharf oder Dijon, je nach Geschmack)
Salz, Pfeffer
eine Prise Muskat
etwas Zitronensaft
optional: Speckwürfel oder ein Spritzer Weißwein
Zubereitung:
Zwiebel fein hacken und in Butter glasig anbraten. Den Rosenkohl putzen, halbieren und kurz in der Pfanne mitbraten, bis er leicht gebräunt ist. Mit etwas Wasser ablöschen, Deckel drauf und 8–10 Minuten bei mittlerer Hitze garen, bis er weich, aber noch bissfest ist.
Dann Frischkäse, Milch und Senf dazugeben, gut verrühren, bis alles schön cremig ist. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronensaft abschmecken. Wenn du magst, gib noch ein paar angebratene Speckwürfel hinein – das gibt eine herzhafte Note. Kurz auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Sauce sämig ist.
Am besten sofort servieren – vielleicht mit frischem Baguette oder einfach so, pur.
Und wenn du dann am Tisch sitzt, den ersten Löffel nimmst und dieses cremige, würzige Aroma schmeckst – dann wirst du verstehen, warum ich sage: Ich könnte das 24 Stunden am Tag essen. ❤️
