Zubereitung:
Zunächst bereiten wir den Teig vor, denn der braucht etwas Zeit, um so richtig schön locker und fluffig zu werden. Das lauwarme Wasser in eine große Rührschüssel geben und den Zucker darin auflösen. Die Trockenhefe dazu streuen und alles gut verrühren. Nun stellst du die Schüssel an einen warmen Ort und lässt die Hefe etwa zehn Minuten ruhen – du wirst sehen, sie fängt an zu schäumen, das ist ein sicheres Zeichen, dass die Hefe arbeitet und der Teig gut aufgeht.
Währenddessen kannst du das Mehl in eine große Schüssel sieben, das Salz untermischen und in der Mitte eine Mulde formen. Wenn die Hefe geschäumt hat, gibst du sie zusammen mit dem Olivenöl in die Mulde und beginnst, von innen nach außen das Mehl langsam einzuarbeiten. Zuerst mit einem Löffel oder einer Gabel, später dann mit den Händen, knetest du alles zu einem glatten, elastischen Teig. Falls der Teig noch zu klebrig wirken sollte, kannst du etwas mehr Mehl hinzufügen, aber vorsichtig – er soll nicht zu trocken werden. Ist er zu fest, dann gib etwas Wasser hinzu.
Den Teig deckst du ab, am besten mit einem sauberen Küchentuch, und lässt ihn an einem warmen Ort für ungefähr 45 Minuten gehen, bis er sich ungefähr verdoppelt hat. Dieser Moment ist wunderbar, denn während des Gehens kannst du in Ruhe die Tomatensoße vorbereiten. Dafür die passierten Tomaten in eine Schüssel geben, den gehackten Knoblauch, Oregano, Basilikum, eine Prise Salz und frisch gemahlenen Pfeffer hinzufügen und alles gut verrühren. Du kannst auch noch einen kleinen Schuss Olivenöl hinzufügen, das gibt der Soße eine extra Portion Geschmack.
Wenn der Teig gegangen ist und schön aufgegangen aussieht, knetest du ihn noch einmal kurz durch. Dann rollst du ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck aus, ungefähr 30 mal 40 Zentimeter groß. Mit einer dünnen Schicht der vorbereiteten Tomatensoße bestreichen, dabei aber rundherum etwa einen Zentimeter Rand lassen, damit die Soße beim Backen nicht herunterläuft. Anschließend kommt der geriebene Käse gleichmäßig darüber, und dann die Schinken- oder Salamistückchen.
Jetzt schneidest du mit einem scharfen Messer oder Pizzaroller den Teig in lange Streifen, etwa zwei Zentimeter breit. Die Länge kannst du variieren, ich finde ca. 15 Zentimeter ideal für handliche Pizzastangen. Diese Streifen legst du nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Möchtest du, dass die Pizzastangen besonders knusprig werden, kannst du sie leicht verdrehen – einfach den Streifen an beiden Enden festhalten und vorsichtig eine halbe Drehung machen.
Den Backofen heizt du in der Zwischenzeit auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vor. Die Pizzastangen kommen jetzt für etwa 15 bis 20 Minuten in den Ofen. In dieser Zeit verwandelt sich der Teig in knusprige, goldbraune Stangen, während der Käse herrlich zerschmilzt und die Aromen des Belags sich wunderbar entfalten. Der Duft, der durch die Küche zieht, ist einfach unwiderstehlich – man möchte sich am liebsten sofort ein Stück schnappen.
Nach dem Backen lasse ich die Pizzastangen kurz auf einem Gitter abkühlen, damit sie nicht zu feucht werden und ihre perfekte Knusprigkeit behalten. Je nach Geschmack bestreue ich sie noch mit ein paar frischen Kräutern – das ist nicht nur optisch schön, sondern gibt dem Ganzen eine frische Note.
Tipps und Varianten:
Dieses Rezept ist wirklich vielseitig und lässt sich hervorragend an unterschiedliche Vorlieben anpassen. Der Teig ist eine wunderbare Basis, bei der man auch kleine Experimente wagen kann. Zum Beispiel kannst du statt passierter Tomaten auch Pesto als Grundlage verwenden, das verleiht den Stangen eine ganz andere, aber ebenso leckere Geschmacksrichtung. Besonders gut passt grünes Basilikumpesto oder ein würziges Rote-Bete-Pesto.
Natürlich kann man den Belag ganz nach Lust und Laune verändern. Vegetarier können die Wurst durch gegrilltes Gemüse wie Zucchini oder Paprika ersetzen. Sogar mit pilzlastigen Varianten oder einem Belag aus Spinat und Feta schmecken die Pizzastangen richtig lecker. Auch frische Tomatenscheiben mit Ziegenkäse sind eine tolle Kombi.
Wenn du es gern etwas würziger magst, kannst du noch Chiliflocken oder geräucherten Paprika unter den Käse mischen. Auch Gewürze wie Knoblauchpulver oder italienische Kräuter sind prima Ergänzungen. Für eine knusprige Oberfläche lässt sich der Teig vor dem Backen mit etwas Olivenöl bepinseln oder mit grobem Meersalz bestreuen – das gibt nochmal einen besonderen Kick.
Zur Aufbewahrung eignen sich Pizzastangen ganz wunderbar. Im luftdichten Behälter oder in der Brotdose halten sie sich einige Stunden frisch und schmecken sogar am nächsten Tag noch richtig gut, besonders wenn du sie kurz im Ofen oder in der Pfanne aufwärmst. Beim Warmmachen werden sie wieder schön knusprig, fast wie frisch gebacken.
Falls einmal welche übrig bleiben, können sie auch gut eingefroren werden. Dafür packst du die vollständig abgekühlten Pizzastangen am besten in Gefrierbeutel. Zum Auftauen einfach über Nacht im Kühlschrank lassen und vor dem Servieren im Ofen kurz aufbacken, damit sie wieder Knusprigkeit gewinnen.
Dieses Rezept ist ein absoluter Allrounder. Ob für einen Ausflug ins Grüne, den Kindergeburtstag, das gemütliche Abendessen oder als Mitbringsel zu einer Party – die Pizzastangen kommen immer gut an. Meine Familie liebt außerdem, dass sie toll mit den Händen gegessen werden können, ohne dass man viel Besteck braucht. Sie sind also perfekt für lange Sommertage, an denen man nicht unbedingt drinnen sitzen will, sondern einfach die Sonne genießen und dabei leckere Snacks naschen möchte.
Kleine Fehler beim Backen lassen sich einfach umgehen. Wichtig ist besonders die richtige Temperatur beim Ofen, denn zu heiße Hitze kann die Stangen schnell verbrennen lassen. Ebenso sollte der Teig nicht zu dünn ausgerollt werden, sonst werden die Pizzastangen trocken und brüchig. Wenn du am Anfang das Gefühl hast, dass der Teig klebt, lieber noch etwas Mehl hinzufügen, aber immer nur ganz vorsichtig, damit der Teig luftig bleibt.
Zum Schluss möchte ich sagen, dass Pizzastangen für uns inzwischen zu den liebsten Rezepten gehören, die unkompliziert und dabei so lecker sind. Sie sorgen immer für gute Stimmung – ob auf einer Decke im Park, beim Spielen im Garten oder einfach als schneller Snack zwischendurch. Gerade für Familien mit Kindern sind sie ein echter Hit, weil sie sich so vielfältig belegen lassen und sich super vorbereiten lassen. Ich kann nur jedem empfehlen, sie selbst auszuprobieren und ein bisschen mit den Zutaten zu experimentieren. Ein Stück italienisches Lebensgefühl zum Mitnehmen, das immer gut ankommt – und das darf bei keinem Picknick fehlen!
