Zutaten
120 g Butter
40 ml Öl
2 Eier
1 Prise Salz
350 ml Milch
35 g frische Hefe
80 g Zucker
600 g Mehl
Nach Wunsch:
eine Handvoll Rosinen
Zum Wälzen:
3 Päckchen Zimtzucker
50 g Butter
Zubereitung
Zuerst erwärme ich die Milch ganz leicht. Sie soll nur lauwarm sein, nicht heiß. Das ist bei Hefeteig immer wichtig, denn die Hefe mag es warm, aber nicht zu heiß. Dann brösele ich die frische Hefe in die Milch und gebe den Zucker dazu. Alles wird vorsichtig verrührt, bis sich die Hefe gut löst. Danach lasse ich diese Mischung ein paar Minuten stehen, bis sie schön schaumig wird und man merkt, dass die Hefe arbeitet. Schon dieser erste Schritt riecht immer ein bisschen nach Kindheit, weil man sofort weiß: Gleich beginnt dieser ganze wunderbare Backduft.
Während die Hefe angeht, schmelze ich die Butter und lasse sie kurz abkühlen, damit sie später nicht zu heiß in den Teig kommt. In eine große Schüssel gebe ich dann das Mehl, die Eier, das Salz, das Öl und die zerlassene Butter. Anschließend kommt die Hefemilch dazu. Wenn ich Rosinen verwenden möchte, gebe ich sie jetzt ebenfalls hinein. Dann beginne ich, alles zu einem glatten Teig zu verkneten. Das kann mit der Küchenmaschine gemacht werden, aber ich mag Hefeteig auch sehr gern mit den Händen. Anfangs ist er oft noch etwas klebrig und unordentlich, doch nach ein paar Minuten wird er geschmeidig und weich. Genau so soll er sein. Nicht zu fest, nicht trocken, sondern angenehm elastisch.
Wenn der Teig schön glatt ist, bestäube ich ihn ganz leicht mit etwas Mehl, decke die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch ab und stelle sie an einen warmen Ort. Dort darf der Teig so lange ruhen, bis er sich deutlich vergrößert hat und ungefähr sein Volumen verdoppelt ist. Je nach Raumtemperatur dauert das etwa eine Stunde, manchmal etwas länger. Ich lasse mich da nicht von der Uhr stressen, sondern schaue lieber, wie der Teig aussieht. Wenn er schön aufgegangen ist, weich und luftig wirkt, ist er bereit für den nächsten Schritt.
Danach gebe ich den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche und teile ihn in acht bis zehn Portionen. Je nachdem, ob ich lieber etwas größere oder kleinere Rollen möchte. Jede Portion forme ich zuerst zu einer länglichen Rolle. Dann lege ich sie in der Mitte um, sodass zwei Stränge nebeneinanderliegen. Diese beiden Enden werden leicht miteinander verdreht oder verflochten, sodass eine hübsche kleine Zopfform entsteht. Es muss dabei überhaupt nicht perfekt aussehen. Gerade diese leicht handgemachte Form macht die Rollen später besonders charmant.
Die geformten Rollen lege ich auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Dann decke ich sie noch einmal locker mit einem Tuch ab und lasse sie weitere 30 Minuten ruhen. Dieser zweite Gang ist wichtig, damit die Rollen später schön locker werden. In dieser Zeit gehe ich meistens kurz die Küche durch, bereite schon den Zimtzucker vor oder stelle Butter und Pinsel bereit, denn nach dem Backen soll alles schnell gehen.
Der Ofen wird auf 210 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizt. Sobald die Rollen schön aufgegangen sind, kommen sie in den heißen Ofen. Dort backen sie je nach Größe ungefähr 15 bis 20 Minuten, bis sie goldbraun und herrlich duftend sind. Ich beobachte sie gegen Ende immer ein wenig, denn jeder Ofen arbeitet anders. Sie sollen oben schön Farbe haben, aber natürlich nicht zu dunkel werden.
Während die Rollen backen, schmelze ich die 50 g Butter für das Bestreichen und bereite eine Schüssel oder einen tiefen Teller mit dem Zimtzucker vor. Sobald die Rollen aus dem Ofen kommen, werden sie sofort noch heiß mit Butter bepinselt. Dieser Schritt ist so wichtig, weil die Butter in das warme Gebäck einzieht und der Zimtzucker später wunderbar daran haftet. Danach wälze ich jede Rolle vorsichtig im Zimtzucker, bis sie rundum schön überzogen ist. Genau in diesem Moment riecht die Küche so herrlich, dass ich mich jedes Mal bremsen muss, nicht sofort eine noch heiße Rolle zu probieren.
Am besten schmecken die Zimtröllchen leicht warm, wenn sie außen zart süß und innen noch weich und fluffig sind. Aber auch später am Tag oder am nächsten Morgen sind sie wunderbar. Wer mag, kann sie kurz aufwärmen, dann werden sie wieder besonders weich und duftig.
