13.10.2026

1 Zucchini und 2 Eier! Das Rezept meiner Großmutter, das ich seitdem immer wieder mache

Zutaten:

Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2

  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 2 Eier
  • 1 EL Mehl (Weizen, Dinkel oder Haferflocken)
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 2–3 Scheiben Käse (Mozzarella, Gouda oder Cheddar)
  • 2–3 Scheiben gekochter Schinken oder Putenbrust
  • 1 Frühlingszwiebel, gehackt
  • Gewürze nach Wahl (z. B. Knoblauchpulver, Oregano, Kurkuma, Muskat)
  • Öl oder Butter zum Braten

Es gibt Gerichte, die sich in unser Leben schleichen, ohne dass wir es wirklich bemerken. Sie beginnen oft als kleine Erinnerung an die Kindheit, vielleicht als ein Mittagessen bei der Großmutter oder ein improvisiertes Abendessen in den ersten eigenen vier Wänden. Dieses Rezept aus einer Zucchini und zwei Eiern ist für mich genau so ein Gericht. Meine Großmutter hat es mir beigebracht, als ich noch ein Kind war. Damals stand ich auf einem kleinen Schemel in ihrer Küche, konnte kaum über die Arbeitsplatte schauen, und doch durfte ich helfen, die Eier aufzuschlagen oder die Zucchini zu reiben. Es war ein Moment voller Nähe und Wärme, und genau das ist bis heute der Grund, warum dieses Rezept nicht nur satt macht, sondern auch mein Herz berührt.

Meine Großmutter lebte auf dem Land, wo vieles noch aus dem eigenen Garten kam. Die Zucchini wuchsen in ihrem kleinen Beet, oft so groß, dass man fast nicht wusste, was man damit alles anfangen sollte. Statt komplizierte Gerichte zu zaubern, hatte sie die Gabe, mit wenigen Zutaten etwas Köstliches auf den Tisch zu bringen. Eier von den eigenen Hühnern, ein bisschen Mehl aus dem Vorratsschrank, Käse aus der Nachbarschaft – fertig war eine Mahlzeit, die alle liebten. Wenn ich heute in meiner modernen Küche stehe und dieses Rezept koche, fühle ich mich sofort zurückversetzt. Es ist fast so, als könnte ich noch den Duft der alten Bauernküche riechen, das Knistern des Holzofens hören und die Stimme meiner Großmutter, die mir geduldig erklärte, warum man die Zucchini unbedingt ausdrücken müsse, damit das Gericht nicht wässrig wird.

Die Zubereitung selbst ist erstaunlich simpel, und gerade das macht sie so besonders. Zuerst wird die Zucchini gerieben und leicht gesalzen. Dieser Schritt, den viele vielleicht als nebensächlich betrachten würden, ist entscheidend. Denn nur so verliert das Gemüse überschüssige Flüssigkeit und das Endergebnis wird schön saftig, aber nicht matschig. Während die Zucchini ruht, schlägt man die Eier in einer Schüssel auf, würzt sie kräftig und rührt ein bisschen Mehl unter. Das Mehl dient nicht nur als Bindung, sondern verleiht dem Ganzen auch eine leicht knusprige Konsistenz, die an kleine Pfannkuchen erinnert. Dann kommt die ausgedrückte Zucchini hinzu, und die Masse wird gut vermischt.

Je nach Lust und Laune fügt man noch Käse und Schinken hinzu. Meine Großmutter schwor auf einfachen Gouda, manchmal nahm sie aber auch den selbst gemachten Käse aus der Nachbarschaft. Wenn Fleisch im Haus war, dann kam eine Scheibe Schinken hinein, ansonsten blieb das Gericht vegetarisch. Und das ist vielleicht auch das Schönste daran: Es ist ein Rezept, das sich immer wieder neu erfinden lässt, ohne seine Seele zu verlieren.