- 1 1/2 Tassen Cherrytomaten, halbiert (am liebsten aus dem eigenen Garten – wenn ich denn mal welche übrig hab, die Kinder naschen die nämlich wie Bonbons)
- 1 Gurke, gewürfelt
- 2 Zucchini, ebenfalls gewürfelt (ja, ich weiß, Zucchini im Salat klingt komisch, aber glaubt mir – das macht’s!)
- 1 grüne Paprika, gewürfelt
- 1 rote Paprika, gewürfelt
- 1 rote Zwiebel, gewürfelt (die darf nicht fehlen, auch wenn die Kinder immer meckern)
- 1 Dose schwarze Oliven, in Scheiben, abgetropft (ja, das ist der kleine Luxus – Oliven liebe ich einfach)
Für das Dressing:
- 1 Flasche italienisches Dressing (manchmal mach ich’s selbst, aber meistens greif ich zu so einem fertigen aus dem Supermarkt – der mit Knoblauch ist top)
- 50 g Parmesan, gerieben (frisch gerieben ist ein Traum, aber ich sag euch ehrlich – oft tut’s auch der aus der Tüte)
- 1 EL Sesam
- 1 TL Paprika (edelsüß, ich mag’s nicht zu scharf)
- 1/2 TL Selleriesamen (ja, die findet man nicht überall, aber die geben so einen besonderen Kick – falls ihr keine habt, geht’s auch ohne)
- 1/4 TL Knoblauchpulver
Zubereitung:
Also, ich mach das immer so: Erstmal die Spaghetti ganz normal kochen, wie’s auf der Packung steht – ihr kennt das. Dann abgießen, kurz mit kaltem Wasser abspülen (wichtig, sonst kleben sie später wie Betonklumpen), und gut abtropfen lassen. Währenddessen schnipple ich das ganze Gemüse – Zucchini, Paprika, Tomaten, Gurken, Zwiebeln… manchmal flutscht mir dabei die halbe Paprika runter, oder ich schneide die Zwiebel schief – aber wisst ihr was? Das ist egal. Hauptsache, es kommt alles in die Schüssel. Dann kommen die Oliven dazu, und ich misch das alles erstmal grob durch.
Für das Dressing nehm ich eine kleine Schüssel, rühr das italienische Dressing mit dem Parmesan, Sesam, Paprika, Selleriesamen und Knoblauchpulver zusammen. Klingt unspektakulär, aber dieser Mix – ich sag euch, das ist Magie. Ich hab’s auch schon mal weggelassen, weil ich keine Selleriesamen hatte – schmeckt auch super. Dann kommt das Dressing über die Nudeln und das Gemüse, alles gut durchmischen – und jetzt ganz wichtig: Abdecken und ab in den Kühlschrank. Mindestens drei Stunden, besser über Nacht. Ich hab’s einmal direkt nach dem Mischen probiert – war okay, aber der Geschmack zieht halt so richtig durch, wenn er Zeit bekommt.
Und jetzt kommt der Trick: Wenn der Salat durchgezogen ist, nochmal kurz abschmecken – manchmal nehm ich dann noch einen Spritzer Zitronensaft dazu, oder noch ein bisschen Parmesan drüberstreuen… einfach nach Gefühl. Ich sag ja, ich koch nicht nach Regeln, sondern nach Lust und Laune. Und das ist genau das, was ich euch mitgeben will: Traut euch, einfach mal loszulegen. So ein Rezept ist kein Gesetzbuch. Es ist eine Inspiration – und ihr macht euer eigenes Ding draus.
Und jetzt mal ehrlich: Dieser Salat ist nicht nur ein Salat. Er ist irgendwie auch ein kleiner Sommerurlaub in der Schüssel. Wenn ich den mache, denke ich an die langen Sommerabende auf der Terrasse, an die Kinder, die barfuß über den Rasen toben, an Jürgen, der den Grill anschmeißt (und danach wieder die halbe Terrasse verrußt, aber gut, das ist ein anderes Thema), an die lauwarme Luft, die nach Gegrilltem und frischen Kräutern riecht… Ach, ich werd sentimental.
Letzte Woche zum Beispiel – da war meine Schwester da, die gute Anna, die ja immer ein bisschen kritisch ist mit allem, was nicht bio, regional und nachhaltig ist. Sie hat skeptisch an ihrem Tellerchen Salat genascht und meinte dann nur: „Hm. Gar nicht mal so schlecht.“ Und von Anna ist das ein Ritterschlag! Am Ende hat sie sich sogar noch einen Nachschlag geholt. Ich hab nur gegrinst und mir gedacht: „Warte ab, nächste Woche mach ich ihn wieder.“
Also ihr Lieben – macht euch diesen Salat, probiert ihn aus, experimentiert, esst ihn warm, esst ihn kalt, nehmt ihn mit ins Büro, zum Picknick, zum Grillabend – und sagt mir gern, wie er euch schmeckt. Ich freu mich so sehr, wenn ihr dranbleibt und meine Rezepte ausprobiert. Ich hab noch so viele Ideen – nächste Woche will ich euch mal meinen Apfel-Zimt-Kuchen vorstellen, der ist auch so ein Dauerbrenner bei uns. Also bleibt dabei, schreibt mir, sagt Hallo – ohne euch wäre das alles nur halb so schön.
Bis bald, eure Hellen ?
