Ein Rezept aus Mamas alter Kladde. So beginnt es fast jedes Mal, wenn ich etwas backe, das nach Kindheit schmeckt. Diesen “4-Gläser-Kuchen” habe ich durch Zufall wiederentdeckt, als ich in einem Stapel vergessener Rezepte meiner Mutter blätterte. Das Papier war schon vergilbt, die Handschrift verblasst. Doch das Rezept war noch da, schlicht und klar: Ein Beerenkuchen mit nur wenigen Zutaten – genau vier Gläser voll. Und er gelingt einfach immer: weich, saftig und voller Geschmack.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Was ich damals nicht wusste: Schon in der Antike waren Backwaren hoch angesehen. Sogar Ramses III., ein Pharao des alten Ägyptens, ließ sich Abbildungen von gebackenen Köstlichkeiten in sein Grab meisseln. Zwar waren das damals keine süßen Kuchen, sondern meist herzhafte Brote mit Fleisch, doch die Liebe zum Gebäck ist geblieben.
Die süßen Varianten kamen viel später. Und mit ihnen auch die Fruchtkuchen. In vielen Kulturen gelten Beerenkuchen als die ersten echten Desserts für den Alltag. Kein Wunder, denn Beeren sind regional, saisonal und lassen sich wunderbar mit einfachem Rührteig kombinieren.
Dieser Kuchen hier ist ein typisches Beispiel: einfach, unkompliziert, aber dennoch besonders. Meine Mutter nannte ihn nur den “4-Gläser-Kuchen”, weil alle Hauptzutaten in derselben Menge verwendet werden – etwa ein kleines Trinkglas voll. Kein Abwiegen, kein Nachrechnen. Perfekt für spontane Backtage.
Zutaten:
- 200 ml Kefir
- 300 g Beeren (z. B. Heidelbeeren, Himbeeren oder eine Mischung)
- 200 g Weizengrieß
- 10 g Backpulver
- 200 g Zucker
- 1 TL Vanillezucker
- 200 g Mehl
- 100 ml Pflanzenöl
