Manchmal entstehen die besten Rezepte ganz spontan. Bei mir war es an einem Samstagmorgen, als ich feststellte, dass kein Brot mehr im Haus war. Zum Bäcker wollte ich nicht extra fahren und den großen Backofen für einen kleinen Laib aufzuheizen, erschien mir ebenfalls übertrieben. Während ich überlegte, fiel mein Blick auf die Heißluftfritteuse. Bis dahin hatte ich darin hauptsächlich Kartoffeln, Gemüse oder Hähnchen zubereitet. Brot? Das klang ehrlich gesagt ziemlich ungewöhnlich.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Neugierig war ich trotzdem. Also holte ich Mehl, Hefe und Wasser aus dem Schrank und begann einfach zu kneten. Ohne große Erwartungen. Ich war mir fast sicher, dass der Versuch scheitern würde.
Während der Teig ruhte, bereitete ich gemütlich das Frühstück vor. Nach einer guten Stunde hatte sich sein Volumen fast verdoppelt. Schon das machte Hoffnung. Ich formte einen kleinen Laib, bestäubte ihn leicht mit Mehl und legte ihn vorsichtig in den Korb der Heißluftfritteuse.
Nach wenigen Minuten passierte etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Die ganze Küche begann nach frisch gebackenem Brot zu duften. Genau dieser warme, leicht malzige Geruch, den man sonst nur vom Bäcker kennt. In diesem Moment wusste ich, dass daraus etwas werden könnte.
Als das Brot schließlich fertig war, konnte ich kaum glauben, wie schön es geworden war. Die Kruste war goldbraun und herrlich knusprig, beim Klopfen hörte sie sich schön hohl an und nach dem Anschneiden zeigte sich eine lockere, weiche Krume. Genau so stelle ich mir ein gutes Bauernbrot vor.
Seitdem backe ich dieses Brot regelmäßig. Es braucht nur wenige Zutaten, gelingt auch Anfängern und spart im Vergleich zum großen Backofen sogar etwas Zeit und Energie. Besonders praktisch finde ich die Größe – perfekt für zwei bis vier Personen. Frisch gebacken mit etwas Butter oder Marmelade schmeckt es einfach herrlich.
Zutaten
400 g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
1 Päckchen Trockenhefe (7 g)
1 TL Zucker
1 TL Salz
250 ml lauwarmes Wasser
1 EL Olivenöl
Nach Belieben
etwas Mehl zum Bestäuben
Sonnenblumenkerne
Kürbiskerne
Sesam oder Leinsamen
gehackter Rosmarin oder italienische Kräuter
