Den Backofen zunächst auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform leicht einfetten oder mit Backpapier auslegen.
Mehl und Backpulver in eine große Schüssel geben. Salz und etwas frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer hinzufügen und alles kurz miteinander vermischen.
In einer zweiten Schüssel die Eier verquirlen. Milch und Öl beziehungsweise die geschmolzene Butter dazugeben und gut verrühren.
Nun die flüssigen Zutaten zum Mehl geben. Alles mit einem Kochlöffel oder Teigschaber nur so lange vermengen, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist. Der Teig darf ruhig etwas dick und klebrig bleiben. Man sollte ihn nicht unnötig lange bearbeiten, damit das fertige Brot schön locker wird.
Anschließend den geriebenen Käse hinzufügen. Gouda eignet sich besonders gut, weil er schön schmilzt und einen milden Geschmack hat. Wer es kräftiger mag, kann Emmentaler oder eine Mischung verschiedener Käsesorten verwenden.
Knoblauch, Petersilie und Schnittlauch ebenfalls zum Teig geben und vorsichtig unterheben. Schon jetzt sollte der Teig deutlich nach den frischen Kräutern und dem Knoblauch duften.
Den fertigen Teig in die vorbereitete Kastenform geben und mit einem Löffel gleichmäßig verteilen. Die Oberfläche muss nicht vollkommen glatt sein – ein etwas rustikales Aussehen passt sogar besonders gut zu diesem Brot.
Wer Käse liebt, kann jetzt noch zwei oder drei Esslöffel geriebenen Käse darüber verteilen. Beim Backen entsteht dadurch eine besonders aromatische, leicht knusprige Oberfläche.
Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und das Knoblauch-Kräuter-Käsebrot ungefähr 35–45 Minuten bei 180 °C backen.
Da jeder Backofen etwas anders arbeitet, sollte man gegen Ende die Stäbchenprobe machen. Ein Holzstäbchen mittig in das Brot stecken. Bleibt kein feuchter Teig daran hängen, ist es fertig.
Sollte die Oberfläche bereits kräftig gebräunt sein, während das Brot innen noch etwas Zeit benötigt, kann man es für die letzten Minuten locker mit einem Stück Backpapier oder Alufolie abdecken.
Nach dem Backen das Brot etwa 10 Minuten in der Form ruhen lassen. Danach vorsichtig herausnehmen und auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen.
Wer möchte, kann die noch warme Oberfläche ganz dünn mit geschmolzener Butter bestreichen und etwas frische Petersilie darübergeben. Dadurch bekommt das Brot einen schönen Glanz und noch mehr Aroma.
Warum dieses Käsebrot so schön saftig wird
Der Käse ist hier nicht nur für den Geschmack verantwortlich. Während des Backens schmilzt er im Teig und sorgt dafür, dass das Innere angenehm weich bleibt. Milch, Eier und etwas Fett unterstützen diesen Effekt zusätzlich.
Wichtig ist vor allem, den Teig nicht zu lange zu rühren. Sobald sich die Zutaten miteinander verbunden haben, reicht es vollkommen aus. Wer minutenlang weiterrührt, riskiert ein kompakteres Brot.
Auch mit dem Mehl sollte man nicht übertreiben. Der Teig auf dem Foto wirkt relativ weich und genau das ist richtig. Er muss nicht die Konsistenz eines klassischen Hefeteigs haben und wird auch nicht mit den Händen geknetet.
Das macht das Rezept so unkompliziert: Zutaten vermischen, in die Form geben und backen.
Welche Kräuter und Käsesorten passen?
Petersilie und Schnittlauch sind eine sehr klassische Kombination. Man kann das Rezept aber problemlos an das anpassen, was gerade zu Hause vorhanden ist.
Dill gibt dem Brot beispielsweise eine etwas frischere Note. Auch Basilikum oder eine kleine Menge Oregano passen gut. Bei getrockneten Kräutern sollte man allerdings weniger verwenden als bei frischen, da ihr Aroma konzentrierter ist.
Beim Käse funktioniert ein mittelalter Gouda wunderbar. Emmentaler macht das Brot etwas kräftiger. Wer noch ein Stück Cheddar im Kühlschrank hat, kann einen Teil des Goudas damit ersetzen.
Sehr lecker ist auch eine Mischung aus verschiedenen Käseresten. Genau solche unkomplizierten Rezepte eignen sich schließlich hervorragend dazu, Dinge aufzubrauchen, die ohnehin noch im Kühlschrank liegen.
Beim Knoblauch würde ich für diese Menge zunächst bei etwa einem Teelöffel bleiben. Wer Knoblauch besonders gern mag, kann natürlich etwas mehr verwenden.
So schmeckt es am besten
Am leckersten finde ich das Käsebrot etwa 15–20 Minuten nach dem Backen. Es ist dann noch angenehm warm, lässt sich aber bereits sauber schneiden.
Eine Scheibe mit ein wenig Butter reicht eigentlich schon vollkommen aus. Das Brot passt aber auch hervorragend zu Tomatensuppe, Kartoffelsuppe oder einem großen gemischten Salat.
Beim Grillabend kann es normales Baguette ersetzen. Dafür das Brot in etwas dickere Scheiben schneiden und nach Wunsch noch einmal ganz kurz auf dem Grill oder in einer Pfanne anrösten.
Auch am nächsten Morgen schmeckt es noch gut. Dann gebe ich eine Scheibe für einige Minuten in den Toaster oder kurz in den Backofen. Dadurch wird die Oberfläche wieder leicht knusprig und der Käse entwickelt erneut sein Aroma.
Gut verpackt hält sich das Knoblauch-Kräuter-Käsebrot ungefähr 2–3 Tage. Wer nicht alles auf einmal benötigt, kann einzelne Scheiben auch einfrieren und später portionsweise auftauen.
Und genau deshalb mag ich solche Tassenrezepte: keine komplizierten Zutaten, keine lange Vorbereitung und trotzdem kommt etwas auf den Tisch, das nach deutlich mehr Arbeit aussieht. Zwei Tassen Mehl, eine Tasse Käse und ein paar Zutaten aus dem Kühlschrank – mehr braucht es für dieses wunderbar herzhafte Brot eigentlich nicht.
