Die Spülmaschine gehört zu den Geräten, über die man im Alltag kaum noch nachdenkt. Teller, Gläser und Besteck hinein, Reiniger dazu, Programm starten – fertig. Trotzdem gibt es eine Gewohnheit, die sich in erstaunlich vielen Haushalten hält: Das Geschirr wird unter dem Wasserhahn gründlich abgespült, bevor es überhaupt in die Maschine kommt.
Auf den ersten Blick klingt das vernünftig. Schließlich möchte niemand eingetrocknete Soßenreste oder Essensreste nach dem Spülgang noch auf dem Teller finden. Doch bei modernen Spülmaschinen ist ein gründliches Vorspülen normalerweise gar nicht erforderlich. In vielen Fällen genügt es vollkommen, größere Speisereste zu entfernen.
Damit spart man nicht nur einen zusätzlichen Arbeitsschritt, sondern auch Wasser.
Warum viele ihr Geschirr trotzdem vorspülen
Diese Angewohnheit stammt häufig noch aus Zeiten älterer Spülmaschinen. Früher waren Geräte, Programme und Reiniger teilweise weniger leistungsfähig. Stark verschmutztes oder eingetrocknetes Geschirr konnte deshalb tatsächlich problematisch sein.
Viele haben sich daher angewöhnt, jeden Teller kurz unter den Wasserhahn zu halten. Manche gehen sogar noch weiter und spülen das Geschirr praktisch vollständig sauber, bevor es in die Maschine gestellt wird.
Das Ergebnis sieht zwar ordentlich aus, wirft aber eine berechtigte Frage auf: Wenn das Geschirr bereits fast sauber in die Maschine kommt, wozu braucht man dann überhaupt noch einen vollständigen Spülgang?
Bei heutigen Geräten reicht es in der Regel, grobe Essensreste abzustreifen oder abzukratzen. Knochen, größere Gemüsestücke, Serviettenreste und Ähnliches gehören natürlich nicht in die Maschine.
Ein dünner Soßenfilm oder normale Speisereste auf einem Teller sind dagegen genau die Art von Verschmutzung, für deren Entfernung eine Spülmaschine konstruiert wurde.
Abkratzen statt gründlich abspülen
Das ist wahrscheinlich die einfachste Regel, die man sich merken kann.
Nach dem Essen werden größere Reste mit Besteck oder einem Küchentuch entfernt. Anschließend kommt der Teller direkt in die Spülmaschine.
Ein minutenlanges Abspülen unter fließendem Wasser ist normalerweise nicht notwendig.
Natürlich gibt es Ausnahmen. Hat beispielsweise etwas mehrere Stunden oder sogar Tage gestanden und ist extrem stark eingetrocknet, kann ein kurzes Einweichen sinnvoll sein. Auch ungewöhnlich hartnäckige Verschmutzungen können eine Sonderbehandlung benötigen.
