Dann das Hackfleisch dazugeben, schön anbraten, und immer brav mit dem Kochlöffel zerteilen, damit’s nicht so fette Klumpen werden. Wenn das Hack schön gebraten ist, dann würz ich das Ganze mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Knoblauchpulver und Oregano. Ich bin da ehrlich gesagt nicht so genau, wie viel ich da reintu – ich mach das so nach Gefühl, manchmal ein bisschen mehr, manchmal ein bisschen weniger. Aber wenn du es genau wissen willst: ein Esslöffel Paprika, ein Teelöffel Knoblauchpulver, zwei Teelöffel Oregano – so als Anhaltspunkt.
Dann kommt die Brühe dazu – ich nehm meistens Rinderbrühe, weil das einfach einen kräftigeren Geschmack gibt, aber wenn du Gemüsebrühe lieber magst oder grad nix anderes im Haus hast, geht das auch. Einfach aufgießen, und dann den Herd ein bisschen runterdrehen, so dass es leicht köchelt. Jetzt 15 Minuten köcheln lassen – das ist die Zeit, wo ich meistens aufräume, die Kinder anschreie, dass sie ihre Hausaufgaben machen sollen, und die Spülmaschine ausräume.
Nach den 15 Minuten kommt das TK-Gemüse dazu – und jetzt wird’s spannend, weil da kannst du echt reinpacken, was du willst. Ich nehm meistens eine Mischung aus grünen Bohnen und Karotten, weil das einfach gut schmeckt und schön aussieht. Aber du kannst auch Erbsen nehmen, Paprika, Mais – je nachdem, was du da hast. Ich sag immer, die Suppe ist wie ein Kühlschrank-Reste-Essen – da kann alles rein, was weg muss. Das TK-Gemüse einfach in den Topf kippen, gut umrühren, und dann nochmal 14, 15 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
Und dann bist du auch schon fertig. Ich mach meistens noch ein Baguette dazu – das hab ich oft einfach so im Tiefkühler, pack’s in den Ofen, back’s auf, und das gibt dann so einen richtig schönen, warmen Beilagenduft, der durch die Wohnung zieht. Wenn du magst, kannst du auch ein bisschen Butter auf das Baguette schmieren – das lieben die Kinder total.
Ich find, diese Hamburger Suppe ist einfach ein Alleskönner. Sie wärmt dich von innen, sie macht satt, sie ist unkompliziert, und du kannst sie super aufwärmen, falls doch mal was übrig bleibt. Wobei – bei uns bleibt eigentlich nie was übrig. Mein Mann futtert meistens gleich zwei Teller, und die Kinder lieben’s auch, besonders, wenn sie noch so kleine Croutons drüberstreuen dürfen. Ich hab einmal so einen Tag gehabt, da hab ich aus Versehen doppelt so viel Hack reingemacht – weil ich einfach nicht aufgepasst hab – und die Suppe war dann eher so ein Eintopf. Aber weißt du was? War trotzdem mega lecker. Also lass dich nicht stressen, wenn mal was nicht nach Plan läuft. Kochen ist nicht wie Mathe – da muss nicht alles perfekt sein. Hauptsache, es schmeckt.
Probier’s aus, mach dein eigenes Ding draus – vielleicht magst du’s ein bisschen schärfer, dann hau noch ein bisschen Chili rein. Oder du machst einen Klecks Crème fraîche obendrauf, das gibt so einen kleinen Frische-Kick. Oder ein paar frische Kräuter, wenn du die zur Hand hast. Ach, und wenn du noch Zeit und Lust hast, kannst du die Suppe auch mal mit Linsen statt Kartoffeln probieren – das gibt nochmal eine ganz andere Richtung.
So, jetzt hab ich schon wieder so viel gequatscht, ich glaub, ich muss mir gleich selber einen Teller von der Suppe warm machen. Die Kinder kommen sicher auch gleich aus der Schule, und ich wette, die schnuppern schon auf dem Flur, was es heute Gutes gibt. Also, ran an die Töpfe – und lass es dir schmecken.
