Wenn ich gefüllte Paprika mache, liebe ich eigentlich alles daran – den Duft von Paprika, Hackfleisch und Tomatensoße, den Reis, der die ganze Soße aufsaugt, und natürlich dieses richtig schöne, herzhafte Aroma. Was ich allerdings nicht immer liebe, ist die Arbeit damit. Paprika aushöhlen, füllen, aufpassen, dass nichts auseinanderfällt, und dann braucht das Ganze auch noch seine Zeit im Ofen oder im Topf. Genau deshalb mache ich inzwischen sehr gern diese Gefüllte-Paprika-Suppe. Sie schmeckt tatsächlich wie das klassische Gericht, nur bekommt man alles viel unkomplizierter in einen Topf.
Bei uns ist das so eine Suppe, bei der schon nach wenigen Minuten jemand in die Küche kommt und fragt, was da so gut riecht. Paprika und Hackfleisch sind einfach eine Kombination, die sofort Appetit macht. Dazu kommen Tomaten, etwas Reis und eine kräftige Brühe. Mehr braucht man eigentlich gar nicht, um aus einfachen Zutaten ein richtig gemütliches Essen zu machen.
Ich mag die Suppe besonders, wenn sie nicht zu dünn ist. Auf dem Bild sieht man es ganz gut: Das ist keine klare Brühe mit ein paar Paprikastückchen darin, sondern eine richtig kräftige, fast schon eintopfartige Suppe. Genau so sollte sie meiner Meinung nach sein. Man soll mit jedem Löffel etwas Hackfleisch, Paprika, Reis und Tomate erwischen.
Und das Schöne ist: Am nächsten Tag schmeckt sie fast noch besser.
Zutaten
Für etwa 5–6 Portionen:
500 g Hackfleisch, Rind oder gemischt
3 Paprikaschoten, am besten rot, grün und gelb gemischt
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
120 g Reis
2 EL Öl
800 g gehackte Tomaten aus der Dose
2 EL Tomatenmark
800 ml Rinderbrühe oder Gemüsebrühe
1 TL edelsüßes Paprikapulver
½ TL geräuchertes Paprikapulver, wenn vorhanden
1 TL getrockneter Oregano
1 TL Majoran
1 Lorbeerblatt
1 kleine Prise Zucker
Salz
schwarzer Pfeffer
etwas Petersilie zum Schluss
Wer es gern etwas würziger mag, kann zusätzlich ein wenig Chiliflocken oder scharfes Paprikapulver verwenden.
