Es gibt Kuchen, die beeindrucken mit aufwendigen Cremeschichten oder außergewöhnlichen Zutaten. Und dann gibt es jene Rezepte, die seit Generationen in Familien weitergegeben werden, weil sie einfach immer gelingen. Genau zu dieser zweiten Kategorie gehört dieser herrlich saftige Mandelkuchen. Er kommt mit wenigen Zutaten aus, ist schnell zusammengerührt und erfüllt schon während des Backens das ganze Haus mit einem Duft nach Butter, Vanille und gerösteten Mandeln. Genau dieser Duft erinnert viele an Besuche bei der Oma, an gemütliche Sonntagnachmittage und an frisch gebrühten Kaffee.
Ich liebe solche unkomplizierten Kuchen. Man braucht keine besonderen Backkenntnisse und auch keine ausgefallenen Zutaten. Alles, was in den Teig kommt, findet sich meistens ohnehin bereits in der Vorratskammer. Trotzdem schmeckt das Ergebnis wunderbar fein, locker und angenehm saftig. Besonders die gemahlenen Mandeln verleihen dem Kuchen eine leicht nussige Note und sorgen dafür, dass er auch nach zwei oder drei Tagen noch herrlich frisch bleibt.
Dieser Kuchen passt eigentlich zu jeder Gelegenheit. Ob spontaner Besuch, Geburtstagskaffee, Familienfeier oder einfach ein ruhiger Nachmittag – ein Stück Mandelkuchen geht fast immer. Mit etwas Puderzucker bestäubt wirkt er schlicht und elegant, wer möchte, kann ihn aber auch mit frischen Beeren, Schlagsahne oder einer Kugel Vanilleeis servieren.
Zutaten
4 Eier
200 g Zucker
200 g weiche Butter
150 g Weizenmehl (Typ 405)
100 g gemahlene Mandeln
2 TL Backpulver
1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Springform mit etwas Butter einfetten oder mit Backpapier auslegen.
Die weiche Butter zusammen mit dem Zucker mehrere Minuten cremig aufschlagen, bis die Masse deutlich heller wird. Nun die Eier einzeln unterrühren und nach jedem Ei kurz weiterschlagen. Anschließend Vanilleextrakt oder Vanillezucker hinzufügen.
In einer zweiten Schüssel Mehl, Backpulver und die gemahlenen Mandeln miteinander vermengen. Die trockenen Zutaten nach und nach zur Butter-Ei-Masse geben und nur so lange verrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.
Den Teig in die vorbereitete Springform füllen und die Oberfläche mit einem Teigschaber glatt streichen.
Den Kuchen auf mittlerer Schiene etwa 40 bis 45 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Kuchen fertig ist. Bleibt kein Teig mehr am Stäbchen haften, kann der Kuchen aus dem Ofen genommen werden.
Den Mandelkuchen zunächst etwa zehn Minuten in der Form ruhen lassen. Danach vorsichtig herauslösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Vor dem Servieren großzügig mit Puderzucker bestäuben.
Meine Tipps
Für noch mehr Mandelaroma können zusätzlich einige gehobelte Mandeln auf dem Teig verteilt werden. Während des Backens werden sie herrlich goldbraun und sorgen für einen feinen Crunch.
Wer den Kuchen besonders saftig mag, kann nach dem Backen etwas warmen Aprikosenaufstrich dünn auf der Oberfläche verstreichen oder ihn mit einer leichten Zitronenglasur überziehen.
Auch frische Himbeeren, Erdbeeren oder Heidelbeeren harmonieren wunderbar mit dem milden Mandelgeschmack. Im Herbst schmeckt der Kuchen hervorragend zusammen mit gedünsteten Äpfeln oder Birnen und einer Prise Zimt.
Gut verpackt bleibt der Mandelkuchen zwei bis drei Tage wunderbar saftig und eignet sich deshalb auch perfekt zum Vorbereiten. Viele finden sogar, dass er am nächsten Tag noch aromatischer schmeckt, weil sich Vanille, Butter und Mandeln dann besonders gut miteinander verbunden haben. Ein einfaches Rezept, das ohne großen Aufwand gelingt und genau deshalb seit vielen Jahren zu den beliebtesten Klassikern der deutschen Familienküche gehört.
