Zutaten
800 g Rindergulasch
(am besten Schulter oder Wade)
5 mittelgroße Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
3 EL Tomatenmark
2 EL Öl oder Butterschmalz
2 TL edelsüßes Paprikapulver
1 TL rosenscharfes Paprikapulver
2 TL Majoran
1 Prise Zucker
1 TL gemahlener Rosmarin
2 Lorbeerblätter
250 ml trockener Rotwein
225 ml zusätzlicher Rotwein
500 ml Rinderbrühe
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
2 TL Mehl
(optional zum Binden)
Frische Kräuter
Beilage nach Wahl:
Spätzle, Kartoffeln, Nudeln oder Bauernbrot
Zubereitung
Als Erstes werden die Zwiebeln geschält und in feine Streifen geschnitten. Der Knoblauch wird fein gehackt und das Fleisch eventuell nochmal etwas kleiner geschnitten. Danach erhitze ich Öl oder Butterschmalz in einem großen Schmortopf. Das Fleisch wird portionsweise richtig kräftig angebraten, bis es rundherum schöne dunkle Röstaromen bekommt. Genau das ist später unglaublich wichtig für den Geschmack. Danach nehme ich das Fleisch erstmal wieder heraus.
Jetzt kommen die Zwiebeln in denselben Topf. Und hier sollte man wirklich Geduld haben. Die Zwiebeln dürfen langsam goldbraun werden und brauchen oft gute zehn bis fünfzehn Minuten. Genau dadurch entsteht später diese unglaublich aromatische Soße. Kurz bevor sie fertig sind, kommt der Knoblauch dazu.
Danach wird das Tomatenmark eingerührt und ein paar Minuten mit angeröstet. Jetzt beginnt die Küche meistens schon unglaublich gut zu riechen. Anschließend kommen Paprikapulver, Majoran, Rosmarin, Zucker und die Lorbeerblätter dazu. Wichtig ist nur, dass das Paprikapulver nicht verbrennt, weil es sonst bitter wird.
Nun kommt das Fleisch wieder zurück in den Topf und alles wird zuerst mit Rotwein abgelöscht. Der Wein darf kurz einkochen, bevor Brühe und der restliche Rotwein dazugegeben werden. Danach wird der Topf mit Deckel bei kleiner Hitze ungefähr zwei Stunden geschmort.
Und genau jetzt passiert eigentlich das Wichtigste: warten.
Zwischendurch wird immer mal wieder umgerührt und irgendwann merkt man plötzlich, wie weich das Fleisch langsam wird und wie dick und aromatisch die Soße geworden ist.
Falls die Soße am Ende noch etwas dünn ist, kann man etwas Mehl mit kaltem Wasser verrühren und kurz einrühren. Danach wird alles nochmal mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.
Zum Schluss kommen frische Kräuter darüber und dann wird serviert – am besten richtig heiß mit Spätzle, Kartoffeln oder einfach einem großen Stück Bauernbrot.
Und ganz ehrlich? Genau solche Gerichte sind meistens die, an die man sich später am längsten erinnert.
