Manchmal tauchen Haushaltstricks auf, die zunächst so ungewöhnlich klingen, dass man sie zweimal lesen muss. Alufolie in der Waschmaschine gehört definitiv dazu. Normalerweise verwenden wir Aluminiumfolie in der Küche, zum Abdecken von Lebensmitteln oder beim Backen. Doch seit einiger Zeit sieht man immer häufiger den Tipp, einige fest zusammengedrückte Kugeln aus Alufolie zusammen mit der Wäsche in die Trommel zu geben.
Der Grund dafür soll vor allem die statische Aufladung der Textilien sein. Besonders Kleidungsstücke aus synthetischen Fasern können sich gegenseitig elektrisch aufladen. Das merkt man häufig erst später, wenn die trockene Wäsche aneinander haftet, Haare plötzlich abstehen oder beim Ausziehen eines Pullovers ein leichtes Knistern zu hören ist.
Eine Kugel aus Aluminiumfolie wird dabei als einfaches Hausmittel gegen diesen Effekt empfohlen. Allerdings sollte man von diesem Trick keine Wunder erwarten. Alufolie ersetzt weder Waschmittel noch Fleckenentferner und macht verschmutzte Kleidung nicht plötzlich sauberer. Behauptungen, dass sie Farben auffrischt, Ablagerungen aus der Waschmaschine entfernt oder sogar die Lebensdauer der Maschine verlängert, sind ebenfalls mit Vorsicht zu betrachten.
Interessant ist der Trick vor allem wegen seines möglichen Einflusses auf statische Elektrizität.
Warum Wäsche überhaupt statisch wird
Statische Aufladung entsteht besonders leicht, wenn verschiedene Materialien aneinander reiben. Synthetische Stoffe wie Polyester sind dafür anfälliger als viele Naturfasern.
Während des Waschens bewegen sich die Kleidungsstücke ständig gegeneinander. Noch deutlicher kann der Effekt allerdings beim anschließenden Trocknen werden, insbesondere bei sehr trockener Luft und bei synthetischen Textilien.
Das kennt wahrscheinlich jeder: Man zieht einen Pullover aus und hört ein deutliches Knistern. Manchmal stehen sogar die Haare ab oder zwei Kleidungsstücke scheinen regelrecht aneinanderzukleben.
