Die Uhr wird also eine Stunde zurückgestellt.
Damit endet die Sommerzeit.
Wer beispielsweise normalerweise sonntags um 8 Uhr aufsteht und seinen Tagesablauf nicht verändert, bekommt nach der Uhr betrachtet eine zusätzliche Stunde in dieser Nacht.
Was passiert mit Smartphones und Computern?
Bei den meisten modernen Geräten müssen Nutzer nichts unternehmen.
Smartphones, Tablets und Computer stellen ihre Uhr normalerweise automatisch um, sofern die automatische Einstellung von Datum, Uhrzeit und Zeitzone aktiviert ist.
Trotzdem lohnt sich am Sonntagmorgen ein kurzer Blick auf die Uhr, insbesondere wenn ein wichtiger Termin ansteht.
Anders sieht es bei zahlreichen älteren oder nicht mit dem Internet verbundenen Geräten aus.
Dazu gehören beispielsweise:
– analoge Wanduhren
– Armbanduhren ohne automatische Zeiteinstellung
– ältere Radiowecker
– Mikrowellen
– Backöfen
– ältere Fahrzeuge
– bestimmte Heizungssteuerungen
– Zeitschaltuhren
Diese Geräte müssen häufig weiterhin von Hand umgestellt werden.
Was verändert sich im Alltag?
Die größte sichtbare Veränderung bemerken viele Menschen am Abend.
Durch das Zurückstellen der Uhr erscheint der Sonnenuntergang nach der neuen Uhrzeit ungefähr eine Stunde früher als unmittelbar zuvor.
Dadurch wirkt es plötzlich so, als würde der Abend wesentlich schneller dunkel werden.
Natürlich werden die Tage im Oktober ohnehin kürzer. Zusammen mit der Zeitumstellung fällt dieser Effekt aber besonders deutlich auf.
Am Morgen verschiebt sich der Eindruck in die andere Richtung: Nach der Uhr wird es zunächst wieder früher hell.
Warum werden die Uhren überhaupt noch umgestellt?
Über die Abschaffung der Zeitumstellung wird in Europa bereits seit Jahren diskutiert.
Das Europäische Parlament hatte sich 2019 für ein Ende der saisonalen Zeitumstellung ausgesprochen. Eine abschließende gemeinsame Umsetzung, durch die die halbjährliche Umstellung tatsächlich beendet worden wäre, erfolgte jedoch nicht.
Deshalb gilt das bisherige System weiterhin.
Auch 2026 werden die Uhren somit regulär umgestellt.
Im Frühjahr erfolgt der Wechsel zur Sommerzeit, im Herbst geht es zurück zur Normalzeit.
Warum merken manche Menschen die eine Stunde deutlich?
Eine Stunde klingt zunächst nach einer kleinen Veränderung. Unser Tagesablauf besteht allerdings aus zahlreichen Gewohnheiten, die sich an bestimmten Uhrzeiten orientieren.
Aufstehen, Frühstück, Arbeitsbeginn, Mittagessen und Schlafengehen finden bei vielen Menschen täglich ungefähr zur gleichen Zeit statt.
Wird die Uhr plötzlich um eine Stunde verschoben, stimmen innere Gewohnheit und angezeigte Uhrzeit kurzfristig nicht mehr vollständig überein.
Manche Menschen bemerken davon praktisch nichts.
Andere fühlen sich einige Tage lang früher müde oder werden zu einer ungewohnten Zeit wach.
Im Herbst empfinden viele die Umstellung allerdings als angenehmer als im Frühjahr, weil die Uhr zurückgestellt und keine Stunde übersprungen wird.
Was sollte man am Samstagabend kontrollieren?
Viel Vorbereitung ist nicht notwendig.
Wer am Sonntag einen wichtigen Termin hat, sollte lediglich kontrollieren, ob Smartphone oder Wecker auf automatische Zeitumstellung eingestellt sind.
Bei analogen Uhren kann man die neue Uhrzeit bereits vor dem Schlafengehen einstellen.
Auch die Uhr im Auto wird gerne vergessen. Gerade bei älteren Fahrzeugen erfolgt die Umstellung häufig nicht automatisch.
Dasselbe gilt für Backofen und Mikrowelle – zwei Geräte, deren Anzeigen nach einer Zeitumstellung in vielen Haushalten noch tagelang die falsche Uhrzeit zeigen.
Vorsicht bei Reisen und Terminen
Besonders aufmerksam sollte man sein, wenn für den Sonntagmorgen eine Reise geplant ist.
Flug-, Bahn- und andere Fahrpläne orientieren sich an der jeweils gültigen lokalen Uhrzeit.
Wer am 25. Oktober 2026 früh unterwegs sein muss, sollte deshalb am Vorabend überprüfen, ob Wecker und Smartphone korrekt eingestellt sind.
Bei modernen Smartphones geschieht die Anpassung normalerweise automatisch. Ein kurzer Kontrollblick kann trotzdem unnötigen Stress vermeiden.
Eine zusätzliche Stunde – aber nur auf der Uhr
Häufig hört man zur Herbstumstellung den Satz: „Wir bekommen eine Stunde geschenkt.“
Ganz wörtlich stimmt das natürlich nicht. Der Tag wird nicht plötzlich länger.
Durch das Zurückstellen wird lediglich die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr ein zweites Mal durchlaufen.
Für Menschen, die während dieser Zeit schlafen, kann es sich trotzdem tatsächlich wie eine zusätzliche Stunde Schlaf anfühlen.
Das wichtigste Datum für 2026
Wer sich nur eine Sache merken möchte, sollte sich diesen Termin notieren:
In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 werden in Frankreich die Uhren zurückgestellt.
Um 3:00 Uhr wird es wieder 2:00 Uhr.
Die Umstellung findet damit zwar vergleichsweise früh im Oktober statt, folgt aber weiterhin der bekannten Regel des letzten Sonntags im Monat.
Also am besten den 25. Oktober 2026 schon jetzt im Hinterkopf behalten – spätestens am Sonntagmorgen dürfte ohnehin die erste Uhr im Haushalt daran erinnern.
