Dieses Knoblauchbrot ist perfekt, wenn man frisches selbst gebackenes Brot möchte, aber keine Lust auf langes Kneten hat. Der Teig wird einfach zusammengerührt, darf in Ruhe aufgehen und kommt anschließend in den Ofen.
Das Beste kommt zum Schluss: Das noch warme Brot wird mit einer aromatischen Mischung aus Butter, frischem Knoblauch und Kräutern bestrichen. Dadurch zieht ein Teil der Knoblauchbutter direkt in die Kruste ein – unglaublich lecker zu Suppen, Pasta, Salaten oder einfach pur.
Zutaten
Für 1 Brot:
Für den Teig
– 3 Tassen Weizenmehl (ca. 380–400 g)
– 1½ Tassen warmes Wasser (ca. 350 ml)
– 1½ TL Salz
– 1 TL Trockenhefe
– 1 TL Zucker oder Honig
– 1 EL Olivenöl
– 2 Knoblauchzehen, sehr fein gehackt
– 1 TL getrocknete Kräuter, z. B. Thymian oder Oregano
Für die Knoblauchbutter
– 40 g Butter
– 2–3 Knoblauchzehen
– 1 EL gehackte Petersilie
– ½ TL Thymian
– 2 EL fein geriebener Parmesan, optional
– 1 kleine Prise Salz
So wird der Teig vorbereitet
Das warme Wasser in eine große Schüssel geben. Es sollte angenehm warm, aber keinesfalls heiß sein.
Trockenhefe und Zucker hineingeben, kurz umrühren und ungefähr 5 Minuten stehen lassen.
Anschließend Mehl, Salz, Olivenöl, fein gehackten Knoblauch und Kräuter hinzufügen.
Jetzt kommt das Besondere an diesem Rezept: Der Teig muss nicht geknetet werden.
Alles lediglich mit einem stabilen Kochlöffel oder Teigschaber verrühren, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist.
Der Teig darf dabei weich und klebrig sein. Genau so soll er aussehen. Nicht immer weiteres Mehl hinzufügen, nur weil er nicht wie ein klassischer fester Brotteig wirkt.
Jetzt übernimmt die Zeit die Arbeit
Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort ungefähr 1–1½ Stunden stehen lassen.
Er sollte sein Volumen deutlich vergrößern und sichtbar luftiger werden.
Gerade bei diesem Rezept ist die Ruhezeit wichtig: Weil wir nicht kneten, bekommt der Teig genügend Zeit, seine Struktur weitgehend selbst zu entwickeln.
Danach den Teig vorsichtig mit einem Teigschaber vom Rand lösen.
Nicht kräftig zusammendrücken und nicht noch einmal durchkneten.
Brot formen
Die Arbeitsfläche großzügig mit Mehl bestäuben.
Den weichen Teig daraufgleiten lassen und die Außenseiten einige Male vorsichtig zur Mitte falten. Anschließend umdrehen und mit bemehlten Händen zu einem runden oder leicht ovalen Laib formen.
Dabei muss das Brot keineswegs perfekt aussehen. Eine etwas rustikale Form passt sogar hervorragend dazu.
Den geformten Teig noch einmal etwa 20–30 Minuten ruhen lassen.
Währenddessen den Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Der Trick für eine kräftige Kruste
Besonders schön wird dieses Brot in einem schweren ofenfesten Topf mit Deckel.
Den Topf beim Vorheizen des Backofens ebenfalls heiß werden lassen.
Anschließend den heißen Topf vorsichtig herausnehmen, den Teig hineinsetzen und die Oberfläche mit einem scharfen Messer zwei- bis dreimal einschneiden.
Deckel aufsetzen.
Das Brot zunächst etwa 25 Minuten mit Deckel backen.
Danach den Deckel entfernen und weitere 15–20 Minuten backen, bis die Oberfläche kräftig goldbraun und knusprig geworden ist.
Wer keinen geeigneten Topf besitzt, kann das Brot auch auf einem Backblech oder in einer Backform zubereiten. Die Kruste kann dann etwas anders ausfallen, lecker wird es trotzdem.
Jetzt kommt der Knoblauch
Während das Brot backt, die Butter vorsichtig schmelzen.
Knoblauch sehr fein hacken oder pressen und zusammen mit Petersilie, Thymian und einer kleinen Prise Salz unter die Butter rühren.
Wer es noch herzhafter mag, gibt zusätzlich etwas Parmesan dazu.
Sobald das Brot aus dem Ofen kommt, die Oberfläche großzügig mit der Knoblauchbutter bestreichen.
Das warme Brot nimmt einen Teil der Butter sofort auf. Gleichzeitig bleiben Knoblauch und Kräuter auf der knusprigen Oberfläche hängen.
Genau dadurch bekommt das Brot diesen intensiven Geschmack.
Nicht sofort anschneiden
Auch wenn es schwerfällt: Das Brot nach dem Backen ungefähr 20–30 Minuten ruhen lassen.
Schneidet man einen Brotlaib direkt aus dem Ofen an, ist die Krume im Inneren noch sehr empfindlich und kann klebrig wirken.
Nach einer kurzen Abkühlzeit lässt es sich wesentlich schöner schneiden.
Innen sollte das Brot weich und locker sein, während außen eine goldbraune, kräftige Kruste entstanden ist.
Noch mehr Knoblauchgeschmack gewünscht?
Dann kann man das fertige Brot in dicke Scheiben schneiden, jede Scheibe dünn mit der restlichen Knoblauchbutter bestreichen und noch einmal für 3–5 Minuten bei hoher Temperatur in den Ofen geben.
So werden die Ränder leicht geröstet und die Butter zieht direkt in die offenen Poren des Brotes.
Das ist besonders gut als Beilage zu Pasta oder Suppe.
Dazu schmeckt das Brot besonders gut
Das Knoblauchbrot passt hervorragend zu Tomaten- und Gemüsesuppen, Gulasch, Pasta mit Tomatensauce, Lasagne oder anderen Aufläufen.
Im Sommer kann man es auch zum Grillen servieren. Noch warm auf den Tisch gestellt, braucht es eigentlich kaum noch etwas dazu – etwas Butter oder ein einfacher Kräuterdip reichen vollkommen.
Variante mit Käse
Wer Käse liebt, kann das Brot nach dem Backen längs einschneiden, ohne es vollständig durchzuschneiden.
Etwas Knoblauchbutter und geriebenen Gouda oder Mozzarella in die Einschnitte geben und das Brot anschließend noch einmal 5–8 Minuten in den heißen Ofen stellen.
Der Käse schmilzt zwischen den Brotstücken und macht aus dem einfachen Laib ein richtig herzhaftes Zupfbrot.
Warum dieses Rezept so unkompliziert ist
Man braucht weder eine Küchenmaschine noch besondere Erfahrung mit Hefeteig.
Verrühren, gehen lassen, vorsichtig formen und backen – viel mehr passiert eigentlich nicht.
Und trotzdem bekommt man einen rustikalen Laib mit goldbrauner Kruste, weichem Inneren und diesem typischen Duft nach frisch gebackenem Brot, Knoblauch und Kräutern.
Gerade noch leicht warm und mit Knoblauchbutter bestrichen ist es eines dieser Brote, bei denen die erste Scheibe meistens verschwindet, bevor der Rest überhaupt auf dem Tisch steht.
