Früher habe ich leere Thunfischdosen eigentlich immer sofort ausgespült und in den Metallmüll gegeben. Für mich waren sie Verpackung, mehr nicht. Irgendwann habe ich aber angefangen, einige davon aufzubewahren, weil mir aufgefallen ist, wie praktisch diese kleinen, stabilen Dosen eigentlich sind.
Sie haben eine gute Größe, sind leicht, formstabil und lassen sich nach gründlicher Reinigung für verschiedene kleine Dinge im Haushalt verwenden. Natürlich ersetzt das Recycling nicht, denn Metall gehört am Ende weiterhin in die entsprechende Wertstoffsammlung. Aber bevor eine Dose dort landet, kann sie durchaus noch ein zweites Leben bekommen.
Besonders interessant finde ich dabei Ideen, die wirklich alltagstauglich sind. Nicht irgendeine Bastelarbeit, die hübsch aussieht und danach nur herumsteht, sondern Dinge, die man tatsächlich benutzen kann. Als kleine Pflanzschale, Ordnungshilfe, Bastelbehälter oder dekorative Aufbewahrung sind die Dosen überraschend vielseitig.
Ein Punkt ist allerdings wichtig: Nach dem Öffnen können an Dosen scharfe Kanten entstehen. Deshalb kontrolliere ich sie immer sehr sorgfältig. Dosen mit ausgefransten oder scharfkantigen Rändern verwende ich nicht weiter. Auch zum Backen würde ich nur Behälter nutzen, die ausdrücklich dafür geeignet sind und bei denen Material und Beschichtung bekannt sind. Eine beliebige Konservendose ist nicht automatisch eine sichere Backform.
Für viele andere Ideen braucht man aber weder Hitze noch besondere Werkzeuge.
So bereite ich die Dosen vor
Zuerst entferne ich natürlich alle Lebensmittelreste.
Gerade bei Thunfisch in Öl reicht kurzes Ausspülen meistens nicht. Ich gebe etwas warmes Wasser und Spülmittel hinein und lasse die Dose ein paar Minuten stehen.
Danach gründlich auswaschen und komplett trocknen lassen.
Das Etikett lässt sich häufig relativ leicht abziehen. Bleiben Klebereste zurück, hilft bei mir meistens etwas Speiseöl. Einen kleinen Tropfen auf ein Stück Küchenpapier geben, über den Kleber reiben und anschließend alles noch einmal mit Spülmittel abwaschen.
Danach prüfe ich den oberen Rand.
Wenn dort irgendwo eine scharfe Metallkante vorhanden ist, verwende ich die Dose nicht für Dinge, bei denen man ständig hineingreifen muss.
Gerade wenn Kinder im Haushalt sind, sollte man hier wirklich vorsichtig sein.
Sauber und sicher vorbereitet hat man aber eine kleine Metallschale, mit der sich einiges anfangen lässt.
Kleine Pflanzgefäße für Kräuter und Sukkulenten
Eine der einfachsten Ideen sind kleine Pflanzgefäße.
Natürlich ist eine Thunfischdose relativ flach. Für große Pflanzen eignet sie sich deshalb nicht. Kleine Sukkulenten oder Ableger kommen mit dieser Größe aber oft gut zurecht.
Damit überschüssiges Wasser ablaufen kann, braucht der Behälter Öffnungen im Boden. Wer keine geeigneten Werkzeuge dafür hat, sollte auf das Bohren oder Durchstechen verzichten und die Dose lieber nur als Übertopf verwenden.
Ich finde die zweite Variante ohnehin praktischer.
Eine kleine Pflanze bleibt dabei in ihrem Kunststofftopf und wird einfach in die dekorierte Dose gestellt.
So muss man nichts am Metall verändern.
Die Außenseite kann man sehr einfach verschönern.
Zum Beispiel mit einem Stück Juteband, etwas Stoff oder selbstklebender Folie.
Auch einfache Holzklammern können rundherum befestigt werden. Dadurch sieht die Dose fast wie ein kleiner Holztopf aus.
Gerade auf einer Fensterbank mit Küchenkräutern sieht das hübsch aus.
Für Schnittlauch, Kresse oder kleine Ableger kann man mehrere Dosen nebeneinanderstellen.
Ich würde allerdings immer darauf achten, dass kein Wasser dauerhaft zwischen Pflanztopf und Metalldose stehen bleibt.
Ordnung für Kleinkram
Diese Verwendung gefällt mir persönlich fast noch besser.
Es gibt in jedem Haushalt diese winzigen Dinge, für die man nie den richtigen Platz findet.
Knöpfe.
Büroklammern.
Schrauben.
Muttern.
Nägel.
Gummibänder.
Haarklammern.
Nähgarn.
Kleine Batterien.
Und irgendwann liegt alles in irgendeiner Schublade durcheinander.
Dafür sind solche flachen Dosen ziemlich praktisch.
