Zutaten
600 g Kartoffeln
Salz
Kochendes Wasser
50 g Parmesan, gerieben
Schwarzer Pfeffer, nach Geschmack
Semmelbrösel
Olivenöl
350 g frischer Speck (dünne Scheiben)
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Wenn man an Kartoffeln denkt, kommen den meisten Menschen sofort die Klassiker in den Kopf: knusprige Pommes, cremiger Kartoffelbrei, vielleicht ein Auflauf oder klassische Bratkartoffeln. Sie sind das Lieblingsbeilage schlechthin, vielseitig, günstig und fast in jedem Haushalt vorhanden. Doch manchmal braucht man einfach etwas Neues, etwas, das aus dem Alltäglichen heraussticht und den Tisch in ein kleines Fest verwandelt. Genau so ging es mir, als ich das erste Mal die Idee von eingewickelten Kartoffeln mit Speck ausprobierte. Ich war es leid, immer nur die gleichen Varianten auf den Tisch zu bringen. Mein Mann liebt zwar Kartoffelbrei und meine Kinder essen Pommes mit Begeisterung, aber irgendwann wollte ich selbst etwas Originelleres probieren, das gleichzeitig einfach zuzubereiten ist, und das auch noch diesen gewissen Wow-Effekt hat.
Also habe ich mich auf die Suche gemacht nach einem Rezept, das zwar auf der Basis von Kartoffeln aufbaut, aber trotzdem völlig neu wirkt. Dabei bin ich auf die Kombination von Kartoffeln mit Speck gestoßen – eine Kombination, die eigentlich ganz logisch ist, wenn man darüber nachdenkt. Kartoffeln und Speck gehören seit Jahrhunderten in die europäische Küche, und fast jede Region kennt Rezepte, in denen beide zusammen eine Rolle spielen. Aber eingewickelt, knusprig gebacken, mit Parmesan und Semmelbröseln als Extra – das war für mich neu und faszinierend.
Die Zubereitung beginnt, wie so oft, ganz einfach. Man nimmt Kartoffeln, am besten mehlig kochende oder vorwiegend festkochende, weil sie innen schön weich werden und außen trotzdem eine knusprige Kruste bekommen. Ich wusch sie gründlich und schnitt sie in Spalten. Schon beim Schneiden dachte ich daran, wie anders diese Variante später aussehen würde im Vergleich zu den üblichen Gerichten. Statt nur Salz und Pfeffer oder ein bisschen Butter bekommen diese Kartoffelspalten einen ganzen Mantel aus Würze und Knusprigkeit.
Das Einweichen in heißem Wasser ist ein wichtiger Schritt, den viele unterschätzen. Wenn man die Kartoffelspalten für etwa 30 Minuten in kochendes Wasser legt, verlieren sie etwas Stärke, was später dazu führt, dass sie beim Backen noch knuspriger werden. Ich erinnere mich, dass ich beim ersten Mal ungeduldig war und diesen Schritt abkürzen wollte, aber inzwischen weiß ich: Geduld lohnt sich hier. Während die Kartoffeln ziehen, kann man in Ruhe die Parmesan-Semmelbrösel-Mischung vorbereiten. Parmesan gibt eine wunderbare Würze, Semmelbrösel sorgen für den Biss, und etwas schwarzer Pfeffer verleiht dem Ganzen Tiefe. Schon das Vermischen der Zutaten in einer Schüssel hat etwas Befriedigendes – man weiß, dass diese einfache Mischung gleich die Kartoffeln in eine kleine Delikatesse verwandeln wird.
Dann kommt das Olivenöl ins Spiel. Es sorgt nicht nur dafür, dass die Kartoffeln später nicht austrocknen, sondern auch dafür, dass die Parmesan-Semmelbrösel-Mischung besser haftet. Ich gebe die abgetropften Kartoffelspalten in eine große Schüssel, beträufle sie mit Öl, rühre kräftig um, bis jede Spalte glänzt, und wälze sie dann sorgfältig in der Mischung. Ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: am besten macht man das in kleineren Portionen, sonst verkleben die Kartoffeln schnell, und man hat am Ende nicht diesen gleichmäßigen Mantel, den man haben möchte.
Jetzt kommt der Teil, der wirklich Spaß macht: das Einwickeln in Speck. Dünne Scheiben frischen Specks sind perfekt, sie schmiegen sich um die Kartoffeln und werden beim Backen wunderbar knusprig. Ich wickele jede Spalte einzeln ein, und jedes Mal freue ich mich darauf, wie sie im Ofen aussehen werden – kleine Päckchen voller Aroma, die beim Backen langsam ihr Fett freigeben und die Kartoffeln damit durchtränken. Der Duft, der später durch die Küche zieht, ist kaum zu beschreiben: eine Mischung aus rauchigem Speck, würzigem Parmesan und gebackenen Kartoffeln, die sofort Appetit macht.
Die eingewickelten Kartoffeln lege ich auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Es ist wichtig, genug Abstand zwischen den einzelnen Spalten zu lassen, damit die Luft zirkulieren kann und der Speck wirklich knusprig wird. Ich erinnere mich, wie ich beim ersten Versuch zu viele Kartoffeln auf ein einziges Blech gepackt habe – das Ergebnis war, dass einige Speckschichten weich blieben. Seitdem nehme ich mir lieber die Zeit, zwei Bleche zu machen, und tausche sie während des Backens aus.
Der Ofen wird auf 180 Grad vorgeheizt, und dann beginnt das Warten. Etwa 40 Minuten dauert es, bis der Speck goldbraun und knusprig ist und die Kartoffeln innen weich. Ich schaue in dieser Zeit immer wieder neugierig durch die Ofenscheibe, weil es einfach ein wunderschöner Anblick ist, wie der Speck langsam Farbe annimmt und die Kartoffeln darunter golden werden.
