13.10.2026

Unwiderstehlich gut 6 Dessertcremes fuer alle

Es ist immer wieder faszinierend, wie ein ganz einfacher Moment in der Küche zu einer bleibenden Tradition in der Familie werden kann. So ging es mir auch vor einiger Zeit, als ich auf der Suche nach etwas unkompliziertem, das ich meiner Familie nach einem anstrengenden Tag als Nachtisch anbieten konnte, zufällig über eine Sammlung von Dessertcremes gestolpert bin. Eigentlich wollte ich nur kurz nach einem schnellen Nachtisch suchen, der nicht stundenlang Vorbereitung braucht und trotzdem lecker ist. Da ich immer ein Fan von cremigen Desserts bin und bei uns zu Hause Süßes lieben sowieso gern gesehen ist, sprang mir gleich eine Variation von sechs verschiedenartigen Cremes ins Auge.

Die Neugier war sofort geweckt: Jede Creme hörte sich auf ihre Art besonders an – sei es fruchtig, schokoladig, sahnig oder mit einem kleinen Hauch von Vanille oder Karamell – die Idee, sechs unterschiedliche Cremes auszuprobieren, versprach abwechslungsreiche Genießer-Momente! Besonders spannend war für mich, dass keine der Cremes komplizierte Zutaten oder schwere Arbeitsschritte benötigte. Das fand ich ideal, weil man solche kleinen Sünden gerne zwischendurch genießen kann, ohne stundenlang in der Küche zu stehen.

Beim ersten Ausprobieren war die Küche erfüllt von herrlichen Aromen, die sich langsam im Raum ausbreiteten. Dieses warme Gefühl, das man bekommt, wenn samtige Vanille- oder Schokoladendüfte einem sanft um die Nase wehen, während draußen langsam der Abend einbricht, ist unbezahlbar. Meine Kinder schwirrten schon neugierig um mich herum, während ich die letzte Creme in kleine Gläser füllte. Als sie den ersten Löffel probierten, leuchteten ihre Augen – ein glückliches „Mmmh!“ durchbrach die sonst abendliche Ruhe. Mein Mann war genauso begeistert und fragte sofort, ob ich die Rezepte aufschreiben könne, damit sie auf keinen Fall verloren gehen.

Seit diesem ersten Anlauf gibt es bei uns immer wieder Tage, an denen eine dieser cremigen Köstlichkeiten auf dem Tisch steht. Sie sind echte Allrounder: mal schnell gemacht, mal ein kleines Festtags-Highlight, das sich schön vorbereiten lässt. Ich habe die sechs Dessertcremes mittlerweile auswendig im Kopf und experimentiere auch gern mit den Mischungen, je nachdem, was die Saison gerade hergibt oder worauf gerade Lust ist. Und das beste daran: Kein Zuckerwunder oder übertriebener Aufwand – nur pure, cremige Gaumenfreude, die sich einfach zu jeder Stimmung und jedem Anlass passt. Wenn bei uns zu Hause am Wochenende Gäste kommen, sind diese Cremes ein beliebtes Dessert und sorgen immer für Lob von Groß und Klein.

Mit diesem Gefühl von Genuss und Freude möchte ich die Rezepte gerne weitergeben – vielleicht haben auch Sie bald Lust, diese süßen Verführungen auszuprobieren und damit ein wenig Glück in den Alltag zu zaubern.

Zutaten:

Für die Vanillecreme:
500 ml Milch
2 Päckchen Vanillepuddingpulver
75 g Zucker
1 Prise Salz
150 ml Sahne

Für die Schokoladencreme:
400 ml Milch
100 g dunkle Schokolade (mindestens 60% Kakao)
3 EL Zucker
2 EL Kakaopulver (ungesüßt)
1 Päckchen Vanillezucker
250 ml Sahne

Für die Erdbeercreme:
300 g frische Erdbeeren
3 EL Zucker
300 g Quark (20% Fett)
200 ml Sahne
Saft von 1/2 Zitrone

Für die Karamellcreme:
150 g Zucker
500 ml Sahne
3 Eigelbe
1 EL Butter
1 Prise Salz

Für die Joghurt-Honig-Creme:
400 g griechischer Joghurt (10% Fett)
3 EL flüssiger Honig
1 Päckchen Vanillezucker
200 ml Sahne

Für die Zitronencreme:
3 Eier
125 g Zucker
Saft und abgeriebene Schale von 2 unbehandelten Zitronen
200 ml Sahne

Zubereitung:

Vanillecreme:
Zuerst die Milch in einem Topf erhitzen, aber nicht kochen lassen. Währenddessen das Vanillepuddingpulver mit Zucker, Salz und etwas kalter Milch glatt rühren. Sobald die Milch warm ist, die angerührte Mischung langsam einrühren und unter ständigem Rühren aufkochen lassen, bis die Creme eindickt. Den Topf von der Herdplatte nehmen. Die Sahne steif schlagen und vorsichtig unter den noch warmen, aber nicht mehr heißen Pudding heben. Dadurch bekommt die Creme eine besonders leichte und fluffige Konsistenz. Die Vanillecreme jetzt in kleine Gläser oder Schälchen füllen und für mindestens zwei Stunden kaltstellen. Dadurch zieht sie fest und erhält ihre typische samtige Textur. Während des Kühlens verströmt die Creme einen sanften Vanilleduft, der Lust auf den ersten Löffel macht.

Schokoladencreme:
Für diese Köstlichkeit zuerst die Milch leicht erwärmen. Dann die Schokolade in kleine Stücke brechen und zusammen mit dem Zucker, Vanillezucker und Kakaopulver in die heiße Milch geben. Alles langsam schmelzen lassen, dabei gut umrühren, bis eine glatt glänzende Schokomasse entsteht. Parallel die Sahne steif schlagen. Die Schokomilch etwas abkühlen lassen, damit sie nicht zu heiß ist, und dann vorsichtig die Sahne unterheben. So entsteht eine luftige Creme mit intensivem Schokoladengeschmack, die noch ein klein wenig süß und samtig wirkt. Die Crememischung in Förmchen füllen und mindestens zwei Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Diese Creme erinnert an Mousse au Chocolat, schmeckt aber etwas milder und ist wunderbar zart.

Erdbeercreme:
Frische Erdbeeren waschen, putzen und klein schneiden. Die Hälfte der Erdbeeren mit dem Zucker einige Minuten ziehen lassen, damit sie schön Saft ziehen. Dann die gezuckerten Erdbeeren zusammen mit dem Zitronensaft pürieren, bis eine schöne, sämige Masse entsteht. Den Quark cremig rühren und das Erdbeerpüree unterheben. Die restlichen Erdbeerstücke locker unter die Creme mischen, damit auch noch kleine Fruchtstücke sichtbar und spürbar bleiben. Zum Schluss die Sahne schlagen und vorsichtig unter die Erdbeer-Quark-Mischung heben. Diese Creme wird frisch und fruchtig, mit einer angenehmen Süße und leichtem Zitronenhauch. Im Kühlschrank mindestens eine Stunde kühlen, damit sie schön fest wird.

Karamellcreme:
Die Zubereitung dieser Creme erfordert ein bisschen Geduld, aber es lohnt sich definitiv. Zuerst den Zucker in einem breiten Topf bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen, bis eine goldbraune Flüssigkeit entsteht. Dabei aufpassen, dass der Zucker nicht zu schnell anbrennt – lieber etwas langsamer arbeiten. Sobald der Karamell die richtige Farbe hat, den Topf vom Herd nehmen und vorsichtig die Sahne unter ständigem Rühren einfließen lassen (Vorsicht, es kann spritzen!). Die Butter und eine Prise Salz hinzufügen und alles gut verrühren. In einer separaten Schüssel die Eigelbe mit einem Schneebesen leicht verquirlen. Nun langsam eine kleine Menge der warmen Karamell-Sahne-Mischung zu den Eigelben geben, um sie zu temperieren. Dann die ganze Eigelb-Mischung zurück in den Topf geben und bei niedriger Hitze unter ständigem Rühren cremig eindicken lassen – aber es darf nicht kochen, sonst gerinnt das Eigelb. Die fertige Karamellcreme in Schälchen füllen und mindestens 3 Stunden kalt stellen. Diese Creme ist samtig, intensiv karamellig und hat eine angenehm leichte Salznote, die die Süße wunderbar ausbalanciert.

Joghurt-Honig-Creme:
Diese Creme verbindet angenehme Frische mit süßer Leichtigkeit. Griechischen Joghurt mit Vanillezucker und Honig glatt rühren. Dann die Sahne steif schlagen und vorsichtig unter den Joghurt heben, bis alles gut vermischt ist. Man kann diese Creme sofort servieren oder kurz kalt stellen, um sie etwas fester zu machen. Dank des Honigs hat sie eine natürliche Süße, die sich hervorragend für alle eignet, die es nicht zu süß mögen, aber dennoch ein cremiges Dessert genießen wollen. Der Joghurt sorgt dabei für eine schöne frische Note, die wunderbar mit frischen Beeren oder Nüssen harmoniert.

Zitronencreme:
Für diese herrlich erfrischende Creme die Eier zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen, bis die Masse richtig hell und cremig ist. Zitronen auspressen und sowohl den Saft als auch die Schale hinzugeben und gut unterrühren. Die Sahne steif schlagen und vorsichtig unterheben. Die Creme in kleine Schälchen füllen und für mindestens 2 Stunden kalt stellen. Mit ihrer leichten Säure, dem frischen Geschmack der Zitronen und der cremigen, fast luftigen Textur ist sie ein kleiner Sonnenschein auf dem Dessertteller. Sie passt wunderbar als Abschluss eines frischen Frühlings- oder Sommeressens.

Tipps und Varianten:
Alle diese Dessertcremes sind sowohl einzeln ein Genuss als auch in Kombination ein abwechslungsreicher Dessertteller, bei dem jeder auf seine Kosten kommt. Besonders schön sind sie als leichtes Finale nach einem herzhaften Essen, zum Kaffee am Nachmittag oder einfach zum Verwöhnen an einem gemütlichen Abend zu zweit oder mit der Familie.

Falls keine frischen Erdbeeren zur Saisonzeit erhältlich sind, kann man für die Erdbeercreme auch tiefgekühlte Beeren nehmen – einfach auftauen lassen und eventuell die Menge des Zuckers etwas anpassen. Auch bei der Schokoladencreme sind Variationen mit weißer Schokolade oder Milchschokolade möglich, je nachdem, was bevorzugt wird. Wer es noch cremiger möchte, kann bei manchen Rezepten statt Sahne auch Crème fraîche verwenden, das gibt eine besondere Frische.

Ein kleiner Tipp bei der Karamellcreme: Wird der Zucker zu schnell zu heiß, schmeckt er bitter, was die ganze Creme verfälscht. Also lieber mit Geduld arbeiten und hin und wieder mal rühren. Die Karamellmasse sollte dann gut abkühlen, bevor man die Sahne zugibt, um spritzen zu vermeiden.

Sahne sollte immer vor dem Unterheben gut steif geschlagen werden, damit die Cremes schön luftig und leicht werden, ansonsten werden sie schnell zu schwer. Die Creme kann man wunderbar im Kühlschrank in Gläschen aufbewahren – sie hält sich gut ein bis drei Tage, je nachdem, ohne dabei an Geschmack zu verlieren. Bei längerer Lagerung sollte man auf frische Zutaten achten.

Wer möchte, kann die Cremes vor dem Servieren mit frischen Früchten, geriebenen Schokoladenstücken, Keksbröseln oder etwas gerösteten Nüssen garnieren – das macht sie noch hübscher und sorgt für den kleinen Crunch.

Diese Desserts sind wirklich unkompliziert und vielseitig. Man kann sie gut vorbereiten, was einen am Tag des Servierens weniger Stress macht. Das eignet sich besonders gut, wenn Gäste kommen oder man sich selbst etwas Gutes tun will, ohne lange in der Küche zu stehen. Für die Familie sind sie eine wunderbare Gelegenheit, auch mal neue Geschmacksrichtungen auszuprobieren – während die Kleinen an Vanille und Schokolade hängen, freuen sich die Erwachsenen vielleicht über die frische Note der Zitronencreme oder die raffinierte Süße der Karamellvariante.

Alles in allem sind diese sechs Dessertcremes kleine Glücklichmacher, die auf einfache Weise zeigen, wie wunderbar süßer Genuss sein kann. Sie schenken einem das Gefühl von Geborgenheit und Gemütlichkeit – ganz egal, ob man zusammen lacht, quatscht oder den Tag entspannt ausklingen lässt. Darum gehören sie seit meiner Entdeckung regelmäßig in unsere Küche und sind aus unserem Dessert-Repertoire längst nicht mehr wegzudenken. Lieblingsrezepte darf man eben teilen – und ich wünsche ganz viel Freude beim Nachmachen und Genießen!