Es gibt Rezepte, die wirken auf den ersten Blick so schlicht, dass man kaum glauben mag, welch großes Aroma sie am Ende auf den Teller zaubern. Genau so erging es mir, als ich vor einigen Jahren in einem kleinen griechischen Restaurant am Meer eine Auflaufform serviert bekam, die herrlich nach Knoblauch, Kräutern und Sommer roch. Darin lagen weiche, fast cremige Auberginenscheiben, überzogen mit frischem Feta und sonnenreifen Tomaten, verfeinert mit Oregano. Das Ganze wurde mit einem Stück Weißbrot gereicht, um auch die letzte Spur der würzigen Soße aufzutunken. Schon beim ersten Bissen wusste ich: Dieses Gericht muss ich irgendwann zu Hause nachkochen.
Und tatsächlich, als ich das Rezept mit kleinen Anpassungen ausprobierte, war ich erstaunt, wie leicht es umzusetzen ist. Inzwischen bereite ich es nicht nur im Sommer zu, wenn die Auberginen und Tomaten frisch vom Markt kommen, sondern auch im Herbst, wenn man Lust auf ein warmes, sättigendes Essen hat, das aber nicht schwer im Magen liegt. Am liebsten serviere ich die gebackenen Auberginen mit einer Beilage: mal ein lockerer Basmati-Reis, mal einfache Spaghetti oder Bandnudeln. Für meine Kinder muss ich fast immer Nudeln kochen, denn sie lieben die Kombination von Tomaten, Feta und Pasta. Mein Mann wiederum schwört auf Reis – er findet, dass sich die Soße perfekt damit verbindet. Und wenn Gäste kommen, stelle ich zusätzlich etwas frisches Baguette oder Bauernbrot auf den Tisch.
Dieses Rezept hat sich in unserem Haus längst zu einem Klassiker entwickelt – so eines, das man immer wieder kochen kann, ohne dass es langweilig wird. Es ist vielseitig, mediterran, würzig, sättigend und gleichzeitig frisch. Ideal für ein Familienessen oder einen Abend mit Freunden.
Zutaten (für 4 Portionen)
- 2 Auberginen
- 200 g Feta
- 2 Tomaten
- 2 EL Olivenöl
- 1 Knoblauchzehe, gehackt
- 1 TL getrockneter Oregano
- ½ Bund Petersilie, gehackt
- Salz und Pfeffer
- 250 g Reis oder 300 g Nudeln (z. B. Spaghetti oder Penne) als Beilage
Zubereitung
-
Auberginen vorbereiten
Die Auberginen waschen, in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und auf einem Teller oder Brett auslegen. Mit Salz bestreuen und etwa 15 Minuten ziehen lassen. Dadurch verlieren sie überschüssige Flüssigkeit und werden beim Braten weniger bitter. Danach gründlich abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen. -
Gemüse braten
In einer großen Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen und die Auberginenscheiben portionsweise von beiden Seiten je 2–3 Minuten braten, bis sie goldbraun sind. Herausnehmen und beiseitestellen. -
Ofen vorbereiten
Eine Auflaufform mit etwas Öl bestreichen. Die gebratenen Auberginen hineinschichten. Tomaten in Würfel schneiden und darüber verteilen. Den Feta zerbröseln und großzügig über das Gemüse streuen. Mit Knoblauch, Oregano, Salz und Pfeffer würzen. -
Überbacken
Den Ofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Auflaufform etwa 15 Minuten backen, bis der Feta leicht goldbraun wird und die Tomaten ihren Saft abgegeben haben. -
Beilage kochen
Während das Gemüse im Ofen gart, nach Belieben Reis oder Nudeln zubereiten. Beides passt hervorragend und nimmt die würzige Soße perfekt auf. -
Servieren
Die überbackenen Auberginen mit den Beilagen anrichten, mit frischer Petersilie bestreuen und sofort genießen.
Persönliche Tipps aus meiner Küche
Wenn ich das Gericht im Sommer koche, achte ich darauf, besonders reife Tomaten zu verwenden, am liebsten aus dem Garten meiner Nachbarin. Sie sind viel aromatischer als die aus dem Supermarkt. Manchmal mische ich auch bunte Sorten wie gelbe oder schwarze Tomaten darunter – das sieht auf dem Teller wunderschön aus.
Im Herbst dagegen gebe ich gern ein paar Paprikawürfel dazu, die zusammen mit den Auberginen und Tomaten überbacken werden. Das macht das Gericht noch farbenfroher und süßer im Geschmack.
Für besondere Anlässe – etwa wenn Freunde zu Besuch kommen – richte ich das Essen in kleinen Portionsförmchen an. Jeder Gast bekommt seine eigene kleine Auflaufform, und das wirkt gleich viel feierlicher.
Warum dieses Gericht so besonders ist
Es ist nicht nur mediterran und aromatisch, sondern auch sehr flexibel. Wer es leichter mag, isst es einfach ohne Beilage – dann hat man fast ein Low-Carb-Gericht. Wer es sättigender braucht, kombiniert es mit Pasta oder Reis. Und die Kräuter – ob Petersilie, Basilikum oder sogar frischer Thymian – können je nach Saison und Geschmack variiert werden.
Das Beste aber ist: Schon beim Backen erfüllt der Duft von Auberginen, Tomaten, Feta und Oregano die ganze Küche. Für mich ist das jedes Mal wie eine kleine Reise ans Mittelmeer, selbst wenn draußen in Deutschland graues Wetter herrscht.
