13.10.2026

Tomaten mit Salz und Pfeffer – so einfach, dass man fast vergisst, wie gut sie schmecken

Zubereitung

Zuerst die Tomaten gründlich waschen und vorsichtig trocken tupfen. Anschließend den Strunk entfernen und die Tomaten in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Ich mag ungefähr einen halben Zentimeter dicke Scheiben am liebsten, weil sie dann noch etwas Biss haben und nicht sofort auseinanderfallen.

Die Tomatenscheiben auf einem großen Teller leicht überlappend verteilen. Jetzt kommt der entscheidende Schritt: das Salz. Dabei lieber zunächst etwas weniger verwenden und später nachwürzen. Das Salz sorgt nicht nur für Würze, sondern hebt den natürlichen Geschmack der Tomaten hervor. Schon nach wenigen Minuten tritt etwas Saft aus – und genau dieser aromatische Tomatensaft ist später mit einem Stück frischem Brot besonders lecker.

Anschließend frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer darübergeben. Ich nehme dafür lieber etwas gröber gemahlenen Pfeffer, weil man ihn beim Essen noch leicht wahrnimmt. Wer möchte, kann nun einen dünnen Faden Olivenöl über die Tomaten geben. Notwendig ist das allerdings nicht. Bei wirklich aromatischen Sommertomaten esse ich sie häufig tatsächlich nur mit Salz und Pfeffer.

Danach lasse ich den Teller etwa 5 Minuten stehen. Viel länger sollte man nicht unbedingt warten, denn das Salz zieht zunehmend Flüssigkeit aus den Tomaten. Nach einigen Minuten haben sich die Aromen aber wunderbar verbunden.

Dazu gibt es bei uns meistens frisches Bauernbrot oder ein knuspriges Brötchen. Besonders das Brot, das am Ende den Tomatensaft vom Teller aufsaugt, ist für mich fast das Beste daran.

Wenn ich den Tomatenteller etwas herzhafter machen möchte, schneide ich noch eine halbe rote Zwiebel in sehr feine Ringe und verteile sie darüber. Ein wenig Basilikum oder Petersilie passt ebenfalls hervorragend dazu. Im Sommer ist das zusammen mit Brot manchmal schon ein komplettes kleines Abendessen.

Wichtig ist vor allem die Qualität der Tomaten. Harte, wässrige Tomaten direkt aus dem Kühlschrank werden auch mit der besten Würzung nicht besonders aufregend schmecken. Am liebsten verwende ich deshalb Tomaten, die richtig reif sind und bereits beim Anschneiden intensiv duften.

Ich bewahre Tomaten außerdem nach Möglichkeit nicht eiskalt auf. Für diesen Teller schmecken sie mir bei Zimmertemperatur wesentlich besser. Wenn sie im Kühlschrank lagen, nehme ich sie deshalb etwas früher heraus.

Wer es etwas kräftiger mag, kann zusätzlich eine kleine Prise Oregano verwenden. Mit Olivenöl erinnert das Ganze dann sofort ein wenig an Urlaub im Süden. Eine andere Variante, die ich sehr gerne mag, besteht aus Tomaten, roten Zwiebeln, Salz, Pfeffer und einem winzigen Spritzer Zitronensaft. Mehr braucht es wirklich nicht.

Auch Knoblauch passt dazu, allerdings würde ich sehr sparsam damit umgehen. Eine kleine Knoblauchzehe fein reiben und mit etwas Olivenöl vermischen – schon bekommt der einfache Tomatenteller einen völlig anderen Charakter.

Und natürlich kann man daraus jederzeit einen größeren Salat machen. Gurken, Feta oder Mozzarella passen wunderbar dazu. Aber genau das mache ich inzwischen bewusst nicht jedes Mal, denn gerade die ganz einfache Variante hat ihren eigenen Reiz.

Für mich ist das eines dieser Gerichte, bei denen man nach dem ersten Bissen denkt: Warum mache ich das eigentlich nicht viel öfter?

Vier gute Tomaten, etwas Salz und Pfeffer – fertig. Gerade im Sommer, wenn die Tomaten richtig süß und aromatisch sind, braucht es manchmal tatsächlich nicht mehr.