Manchmal findet man ein Rezept nicht in einem Kochbuch und auch nicht auf einer großen Food-Seite, sondern ganz zufällig. Bei mir war es an einem dieser Abende, an denen man eigentlich keine Lust hat zu kochen, aber trotzdem etwas Warmes, Gutes und Ehrliches essen möchte. Draußen war es grau, der Tag lang, und ich wollte etwas, das mich nicht beschwert, aber trotzdem satt macht. Keine schwere Suppe, kein Fertiggericht, sondern etwas, das nach Zuhause schmeckt und gleichzeitig ein kleines bisschen nach Urlaub.
Ich erinnere mich noch, wie ich damals im Kühlschrank stand und einfach zusammengesucht habe, was da war: eine Möhre, eine Paprika, etwas Brokkoli, Kokosmilch, Ingwer. Nichts Besonderes. Und genau daraus ist diese Thai-Kokos-Suppe entstanden, die ich seitdem immer wieder koche. Nicht, weil sie kompliziert ist – ganz im Gegenteil. Sondern weil sie jedes Mal gelingt, immer tröstet und erstaunlich viele Menschen glücklich macht.
Diese Suppe ist für mich kein exotisches Restaurantgericht, sondern ein ehrliches Alltagsessen. Sie passt zu stressigen Tagen, zu ruhigen Abenden, zu Besuch und auch zu diesen Momenten, in denen man einfach nur alleine am Küchentisch sitzt und kurz durchatmen möchte. Genau deshalb teile ich dieses Rezept so gern.
Zutaten (für 2–3 Portionen)
1 Möhre (in dünne Streifen geschnitten)
1 rote Paprika (in Streifen geschnitten)
100 g Zuckerschoten oder Brokkoli
1 kleine Zwiebel (fein gewürfelt)
2 Knoblauchzehen (gehackt)
1 TL frischer Ingwer (gerieben)
1 TL rote Currypaste (nach Geschmack mehr oder weniger)
1 EL Kokosöl oder neutrales Pflanzenöl
1 Dose Kokosmilch (400 ml)
500 ml Gemüsebrühe
Saft von 1 Limette
Salz und Pfeffer nach Geschmack
100 g Glasnudeln oder Reisnudeln (optional)
Frischer Koriander oder Frühlingszwiebeln zum Garnieren
1 EL geröstete Erdnüsse (optional)
