15.01.2026

Schmeckt sensationell – Nudelauflauf „Hawaii“, der einfach immer geht

Es gibt Gerichte, bei denen man schon beim Namen weiß, was einen erwartet. Nudelauflauf „Hawaii“ gehört für mich genau dazu. Er ist kein modischer Trend, kein Instagram-Rezept und kein Gericht, über das man lange diskutiert. Er ist einfach da – zuverlässig, sättigend und immer beliebt. Genau deshalb steht er bei uns seit Jahren regelmäßig auf dem Tisch.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich diesen Auflauf zum ersten Mal gemacht habe. Es war einer dieser Tage, an denen man etwas Warmes und Herzhaftes braucht, aber keine Lust auf kompliziertes Kochen hat. Der Kühlschrank war nicht übervoll, aber es war genug da, um etwas Ordentliches daraus zu machen. Nudeln, Sahne, Käse, etwas Schinken und eine kleine Dose Ananas – mehr braucht es nicht, um diesen Auflauf zu zaubern.

Was ich an diesem Rezept besonders mag, ist die Mischung aus herzhaft und leicht süßlich. Der salzige Schinken, der würzige Käse und die fruchtige Ananas ergänzen sich überraschend gut. Dazu kommt die cremige Soße, die alles miteinander verbindet. Das Ergebnis ist ein Auflauf, der nicht trocken ist, nicht schwer im Magen liegt und trotzdem richtig satt macht.

Dieser Nudelauflauf ist bei uns ein typisches Alltagsgericht. Er funktioniert für die Familie genauso gut wie für Gäste. Man kann ihn vorbereiten, er lässt sich gut aufwärmen und schmeckt am nächsten Tag fast noch besser. Genau solche Rezepte sind es, die man immer wieder kocht, weil sie einfach passen.

Zutaten

250 g Penne rigate oder andere kurze Nudeln
Salzwasser zum Kochen der Nudeln

1 Becher Schlagsahne
250 ml Milch
1 EL Tomatenmark
1 EL Thymian, getrocknet
1 TL Gemüsebrühe, gekörnt
Pfeffer, nach Geschmack
etwas heller Soßenbinder

250 g roher Schinken, gewürfelt
250 g Appenzeller, gerieben
1 kleine Dose Ananasstücke, gut abgetropft

Zubereitung

Zuerst koche ich die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest. Sie sollten noch etwas Biss haben, da sie später im Ofen weitergaren. Nach dem Kochen gieße ich sie ab und stelle sie kurz beiseite.

Während die Nudeln kochen, bereite ich die Soße zu. Dafür gebe ich die Sahne und die Milch in einen Topf und lasse beides langsam erhitzen. Die Mischung soll heiß werden, aber nicht stark kochen. Dann rühre ich das Tomatenmark unter und gebe den gewürfelten rohen Schinken dazu. Der Schinken gibt der Soße schon beim Erwärmen ein schönes, herzhaftes Aroma.

Nun würze ich die Soße mit Thymian, Gemüsebrühe und Pfeffer. Salz ist meist nicht nötig, da Schinken, Käse und Brühe bereits genug Würze mitbringen. Anschließend dicke ich die Soße ganz leicht mit etwas hellem Soßenbinder an. Sie soll cremig sein, aber nicht zu fest.

Sobald die gewünschte Konsistenz erreicht ist, nehme ich den Topf vom Herd. Jetzt rühre ich etwa zwei Drittel des geriebenen Appenzellers unter, bis er vollständig geschmolzen ist. Die Soße darf jetzt nicht mehr kochen, damit der Käse schön cremig bleibt.

Danach gebe ich die gut abgetropften Ananasstücke in die Soße. Zum Schluss kommen die gekochten Nudeln dazu, und alles wird vorsichtig miteinander vermengt, sodass jede Nudel von der Soße umhüllt ist.

Die fertige Mischung fülle ich in eine Auflaufform und streue den restlichen Käse gleichmäßig darüber. Anschließend kommt der Auflauf in den vorgeheizten Backofen und wird bei 180 Grad Umluft auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten überbacken, bis der Käse goldgelb ist.

Tipps, Variationen und Hinweise aus dem Alltag

Für diesen Auflauf eignet sich Appenzeller besonders gut, da er kräftig genug ist, um sich gegen die Sahnesoße und die Ananas durchzusetzen. Kochschinken oder milde Käsesorten wie Emmentaler haben hier meist zu wenig Eigengeschmack.

Wer den Auflauf etwas würziger mag, kann zusätzlich eine Prise Paprikapulver oder etwas frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer darüber geben. Auch ein kleiner Spritzer Ananassaft aus der Dose kann die Soße noch fruchtiger machen.

Der Nudelauflauf lässt sich sehr gut vorbereiten. Man kann ihn komplett fertigstellen und erst später backen oder Reste problemlos am nächsten Tag wieder aufwärmen. Auch zum Mitnehmen eignet er sich hervorragend.

Für mich ist dieser Nudelauflauf „Hawaii“ eines dieser Rezepte, die immer gehen. Er ist unkompliziert, sättigend und bringt mit der Ananas eine kleine besondere Note auf den Tisch, ohne dabei ausgefallen zu wirken. Genau solche Gerichte machen den Alltag leichter und sorgen dafür, dass man immer wieder gerne selbst kocht.