- F wie Face (Gesicht): Lächeln – hängt der Mundwinkel schief?
- A wie Arms (Arme): Beide Arme heben – sackt einer ab?
- S wie Speech (Sprache): Einen einfachen Satz sagen – klingt die Sprache verwaschen?
- T wie Time (Zeit): Sofort den Notruf 112 wählen, wenn eines dieser Anzeichen zutrifft!
Je schneller gehandelt wird, desto größer die Überlebenschancen und desto geringer das Risiko für bleibende Schäden.
Was tun im Ernstfall?
Wenn du auch nur den leisesten Verdacht hast, dass jemand einen Schlaganfall erleidet, zögere nicht: Wähle sofort die 112! Jeder Moment zählt.
- Keine Zeit verlieren: Warte nicht ab, ob es „von selbst besser wird“.
- Betroffene nicht allein lassen: Beruhige die Person, sprich mit ihr.
- Keine Medikamente geben: Auch keine Blutverdünner oder Schmerzmittel.
- Keine Flüssigkeiten oder Essen reichen: Es besteht Erstickungsgefahr.
- Vitalzeichen beobachten: Puls, Atmung, Bewusstsein.
Die Geschichte von Maria: Ein Schicksalsschlag und ein Neuanfang
Ich habe dir von Maria erzählt, die an einem Dienstagmorgen dieses Kribbeln spürte. Sie hatte Glück: Ihr Mann erkannte die Symptome sofort, rief den Notarzt, und die Rettungskette griff perfekt. Maria bekam in der Klinik eine Lysetherapie, die das Gerinnsel auflöste. Heute, zwei Jahre später, geht es ihr gut – doch sie sagt oft: „Hätte ich damals gewartet, wäre ich jetzt vielleicht im Rollstuhl oder gar nicht mehr da.“
Marias Geschichte zeigt: Wissen kann Leben retten.
Wie kann man einem Schlaganfall vorbeugen?
Die gute Nachricht: Vieles kannst du selbst tun, um dein Risiko zu senken. Hier ein paar Tipps, die ich auch in meinen Alltag integriert habe:
- Blutdruck regelmäßig kontrollieren: Ein kleines Gerät für zuhause ist eine sinnvolle Investition.
- Blutzucker und Cholesterin checken lassen: Einmal jährlich zum Hausarzt gehen – das ist kein Luxus, sondern Vorsorge.
- Mehr bewegen: Täglich 30 Minuten spazieren gehen wirkt oft schon Wunder.
- Gesunde Ernährung: Viel Gemüse, Obst, Vollkorn, gesunde Fette. Weniger Zucker, weniger Salz, weniger tierische Fette.
- Rauchen aufhören: Auch wenn es schwerfällt – jeder Tag ohne Zigarette zählt.
- Alkohol nur in Maßen: Ein Glas Wein am Abend ist okay, aber regelmäßiger Konsum schadet.
- Stress abbauen: Yoga, Meditation, Atemübungen – finde deinen Weg.
- Übergewicht reduzieren: Schon 5–10 % weniger Körpergewicht verringern das Risiko.
- Herzgesundheit prüfen: Vor allem bei Vorhofflimmern sollte der Arzt regelmäßig kontrollieren.
Ein Plädoyer zum Schluss
Weißt du, was mich besonders erschreckt hat? Dass so viele Menschen die Warnsignale eines Schlaganfalls nicht kennen. In Gesprächen mit Freundinnen höre ich oft: „Ach, das merkt man doch sofort!“ Oder: „Ich bin doch gesund, mich trifft das nicht.“
Aber die Realität sieht anders aus. Schlaganfälle können jeden treffen, auch junge Menschen, auch fitte Sportler. Und oft sind es kleine, unscheinbare Symptome, die man leicht übersieht – ein leichtes Kribbeln, ein kurzer Schwindel, ein flüchtiges Wortfindungsproblem.
Deshalb bitte ich dich: Achte auf dich und auf die Menschen, die dir wichtig sind. Sprecht darüber. Erklärt euren Eltern, euren Partnern, euren Kindern, worauf man achten muss. Macht den FAST-Test bekannt. Hängt einen Zettel an den Kühlschrank, wo die wichtigsten Symptome stehen.
Denn am Ende zählt nicht, wie gesund man gestern war – sondern wie schnell man heute reagiert.
Bleib gesund,
deine Katrin
