Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Schmalz oder Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin langsam glasig anschwitzen.
Das Sauerkraut dazugeben und einige Minuten mitbraten. Es darf ruhig ein wenig Farbe bekommen, denn dadurch wird der Geschmack kräftiger.
Anschließend Brühe, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren und einen Teelöffel Zucker hinzufügen. Alles gut vermischen und zunächst etwa 20 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze zugedeckt schmoren lassen.
In der Zwischenzeit die Kartoffeln waschen und je nach Größe ganz lassen oder halbieren. Die Würste können ebenfalls ganz bleiben oder in größere Stücke geschnitten werden.
Kartoffeln und Wurst zum Sauerkraut geben und vorsichtig unterheben. Bei Bedarf noch einen kleinen Schluck Brühe hinzufügen. Den Topf wieder abdecken und alles weitere 25–30 Minuten langsam schmoren lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
Zum Schluss Lorbeerblatt und Wacholderbeeren entfernen und das Gericht mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Warum es langsam geschmort besonders gut schmeckt
Dieses Gericht sollte nicht unter großer Hitze gekocht werden. Gerade das langsame Schmoren sorgt dafür, dass sich die verschiedenen Aromen miteinander verbinden.
Die Wurst gibt einen Teil ihres würzigen Geschmacks an das Sauerkraut ab, während die Kartoffeln etwas von der kräftigen Flüssigkeit aufnehmen. Dadurch schmeckt am Ende nicht jede Zutat für sich, sondern alles gehört zusammen.
Wer kräftige geräucherte Wurst verwendet, bekommt automatisch einen deutlich herzhafteren Geschmack.
Ein kleiner Trick gegen zu saures Sauerkraut
Ist das Sauerkraut für den eigenen Geschmack sehr sauer, kann es vor der Zubereitung etwas abgetropft werden. Der Teelöffel Zucker im Rezept gleicht die Säure zusätzlich ein wenig aus, ohne dass das fertige Gericht süß schmecken soll.
Wer dagegen kräftiges Sauerkraut liebt, verwendet es einfach direkt aus der Packung oder dem Glas.
Noch besser am nächsten Tag
Wie viele klassische Schmorgerichte schmeckt auch Sauerkraut mit Wurst häufig besonders gut, wenn es noch einmal aufgewärmt wird. Über Nacht können sich die Aromen weiter miteinander verbinden.
Deshalb kann man ruhig eine größere Portion kochen. Am nächsten Tag alles langsam im Topf erwärmen und bei Bedarf einen kleinen Schluck Brühe hinzufügen.
Mit etwas frischer Petersilie serviert braucht dieses Essen eigentlich keine weitere Beilage. Kartoffeln, Wurst und Sauerkraut sind schließlich schon zusammen im Topf.
Ein unkompliziertes, kräftiges Essen aus wenigen Zutaten – genau die Art von Hausmannskost, die seit Generationen immer wieder auf den Tisch kommt.
