Es gibt Kuchen, die schon beim ersten Bissen begeistern. Dieser unglaublich cremige Quarkkuchen ohne Boden gehört definitiv dazu! Seine zarte, luftige Konsistenz, das feine Vanillearoma und die angenehme Süße machen ihn zu einem echten Klassiker für die ganze Familie.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Das Beste daran: Für die Vorbereitung benötigen Sie nur wenige Minuten und müssen nicht einmal einen Kuchenboden herstellen. Einfach die Zutaten verrühren, den Eischnee unterheben und ab in den Backofen!
Ob zum Sonntagskaffee, für einen Geburtstag oder als süße Überraschung zwischendurch – dieser Quarkkuchen schmeckt wunderbar und lässt sich hervorragend am Vortag zubereiten.
Warum dieser Quarkkuchen ohne Boden so besonders ist
Klassischer Käsekuchen wird häufig mit einem Mürbeteigboden zubereitet. Das schmeckt zwar köstlich, bedeutet aber auch zusätzliche Arbeit.
Bei diesem Rezept entfällt dieser Schritt vollständig. Die Quarkmasse wird direkt in die vorbereitete Springform gefüllt und gebacken.
Trotzdem erhält der Kuchen eine schöne Form und eine wunderbar cremige Konsistenz.
Dafür sorgen vor allem drei Zutaten: Quark, Sahne und Vanillepuddingpulver.
Der Quark bildet die Grundlage und verleiht dem Kuchen seinen charakteristischen Geschmack. Die Sahne macht ihn besonders zart, während das Puddingpulver beim Backen für die notwendige Bindung sorgt.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind die Eier. Durch das separat aufgeschlagene Eiweiß wird die Masse lockerer und bekommt eine angenehm luftige Struktur.
Zutaten für den cremigen Quarkkuchen
Für eine Springform mit etwa 26 cm Durchmesser benötigen Sie:
– 850 g Quark, auch Magerquark geeignet
– 5 Eier
– 220 g Zucker
– 2 Päckchen Vanillepuddingpulver (je etwa 37–40 g)
– 400 g Schlagsahne
– 400 g saure Sahne
– 3 EL neutrales Pflanzenöl
– 1 Päckchen Vanillezucker
– 3 Tropfen Zitronenaroma
Für die Backform:
– Etwas Butter oder Öl zum Einfetten
– Etwas Paniermehl zum Ausstreuen
Optional zum Servieren:
– Puderzucker
– Frische Beeren
– Geschlagene Sahne
Zubereitung: So gelingt der Quarkkuchen Schritt für Schritt
1. Den Backofen vorbereiten
Heizen Sie den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vor.
Fetten Sie eine Springform mit etwa 26 cm Durchmesser gründlich ein und bestreuen Sie den Boden sowie die Seiten leicht mit Paniermehl.
Alternativ können Sie den Boden der Form mit Backpapier auslegen.
Achten Sie darauf, dass die Springform gut schließt, da die Quarkmasse vor dem Backen relativ weich ist.
2. Die Eier trennen
Trennen Sie die fünf Eier sorgfältig.
Geben Sie das Eiweiß in eine saubere, fettfreie Schüssel und schlagen Sie es mit einem Handrührgerät steif.
Stellen Sie den Eischnee anschließend kurz beiseite.
Dieser Schritt ist besonders wichtig, denn der Eischnee sorgt später für eine lockere, zarte Konsistenz.
3. Die cremige Quarkmasse herstellen
Geben Sie die Eigelbe zusammen mit dem Zucker und dem Vanillezucker in eine große Rührschüssel.
Schlagen Sie die Mischung kurz cremig.
Fügen Sie anschließend den Quark, die Schlagsahne, die saure Sahne und das Pflanzenöl hinzu.
Verrühren Sie alles zu einer gleichmäßigen Masse.
Geben Sie nun das Vanillepuddingpulver und das Zitronenaroma dazu.
Rühren Sie weiter, bis keine größeren Klümpchen mehr vorhanden sind.
Die Masse sollte glatt und cremig sein.
4. Den Eischnee vorsichtig unterheben
Jetzt kommt der entscheidende Schritt für einen besonders luftigen Quarkkuchen.
Geben Sie den steif geschlagenen Eischnee portionsweise zur Quarkmasse.
Heben Sie ihn mit einem Teigschaber vorsichtig unter.
Vermeiden Sie kräftiges Rühren, damit möglichst viel Luft im Teig erhalten bleibt.
Dadurch wird der Kuchen nach dem Backen besonders zart.
5. Den Kuchen backen
Füllen Sie die fertige Quarkmasse in die vorbereitete Springform.
Streichen Sie die Oberfläche vorsichtig glatt.
Schieben Sie den Kuchen auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens.
Backen Sie ihn bei 170 °C Ober-/Unterhitze ungefähr 60 bis 75 Minuten.
Die genaue Backzeit hängt vom Backofen und der verwendeten Form ab.
Die Oberfläche sollte leicht goldbraun sein. Die Mitte darf beim vorsichtigen Bewegen noch etwas wackeln, sollte aber nicht mehr flüssig sein.
Falls der Kuchen zu schnell dunkel wird, können Sie die Temperatur etwas reduzieren.
6. Langsam abkühlen lassen
Schalten Sie den Backofen nach Ende der Backzeit aus.
Öffnen Sie die Ofentür einen Spalt und lassen Sie den Kuchen zunächst etwa 20 bis 30 Minuten darin ruhen.
Anschließend nehmen Sie ihn heraus und lassen ihn vollständig auf Raumtemperatur abkühlen.
Stellen Sie den Kuchen danach für mindestens vier Stunden, am besten über Nacht, in den Kühlschrank.
Dieser Schritt macht einen großen Unterschied: Erst nach dem vollständigen Abkühlen entwickelt der Quarkkuchen seine besonders cremige, schnittfeste Konsistenz.
Das Geheimnis: Warum wird dieser Kuchen so unglaublich cremig?
Viele Menschen kennen das Problem: Der Käsekuchen sieht im Backofen wunderschön aus, fällt anschließend aber zusammen oder wird trocken.
Das liegt häufig an der Temperatur, der Backzeit oder daran, dass die Quarkmasse zu stark aufgeschlagen wurde.
Bei diesem Rezept sorgt die Kombination aus Quark und zwei verschiedenen Sahnesorten für eine besonders geschmeidige Konsistenz.
Die Schlagsahne liefert Fett und macht den Kuchen zart.
Die saure Sahne bringt eine angenehme Frische mit, die wunderbar mit der Süße und dem Vanillearoma harmoniert.
Das Vanillepuddingpulver enthält Stärke, die während des Backens die Flüssigkeit bindet.
Dadurch erhält der Kuchen seine typische Struktur, ohne dass ein zusätzlicher Boden notwendig ist.
5 Fehler, die Sie beim Quarkkuchen vermeiden sollten
1. Zu hohe Backtemperatur
Wird der Kuchen bei zu hoher Temperatur gebacken, kann die Oberfläche schnell dunkel werden, während das Innere noch nicht ausreichend gestockt ist.
