Pommes aus dem Airfryer
Vorgeschichte:
Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich dieses einfache, aber unglaublich leckere Rezept für Pommes aus dem Airfryer entdeckt habe. Es war an einem verregneten Sonntagnachmittag, als die ganze Familie Lust auf etwas Knuspriges hatte, aber ich nicht stundenlang an der heißen Fritteuse stehen oder die fettige Küche nach dem Kochen putzen wollte. Eigentlich hatte ich nur nach einer schnellen Möglichkeit gesucht, etwas zu machen, das die Kinder lieben, aber nicht voller Öl baden muss. Dabei bin ich in einer Facebook-Gruppe auf einen Beitrag gestoßen, in dem eine nette Frau ihre Erfahrungen mit Pommes aus dem Airfryer beschrieben hat.
Ihr Bericht war so sympathisch und authentisch geschrieben, dass ich neugierig wurde. Sie schwärmte davon, wie einfach die Zubereitung sei, wie wunderbar die Küchenluft nach frischen Kartoffeln roch und dass die Pommes trotzdem genauso knusprig werden wie aus der Fritteuse, dabei aber viel weniger Fett enthalten. Das hat mich dazu bewegt, es einfach mal auszuprobieren – zumal ich schon länger mit dem Gedanken gespielt hatte, die neue Küchenmaschine öfter einzusetzen, um etwas mehr Zeit und Aufwand zu sparen.
Als ich dann an unserem nächsten Familienessen die ersten selbstgemachten Pommes aus dem Airfryer serviert habe, war das Ganze ein voller Erfolg. Die Kinder waren ganz aus dem Häuschen und wollten sofort mehr davon. Sogar mein Mann, der eigentlich kein großer Fan von Luftfritteusen war, war beeindruckt, wie knackig und aromatisch die Pommes geworden sind. Die Kombi aus leckerem Duft in der Küche, knuspriger Oberfläche und zartem Inneren hat uns alle verblüfft. Seitdem haben wir dieses Rezept fest in unseren Kochalltag aufgenommen. Es ist so wunderbar unkompliziert und passt perfekt in einen hektischen Alltag mit Kindern.
Diese Pommes sind für uns mittlerweile ein absoluter Allrounder: Sie zaubern ein kleines Stückchen Freude auf den Teller, sind vielseitig würzig und machen sich prima als Beilage zu Fleisch, Fisch oder auch veganen Gerichten. Und weil die Zubereitung so schnell und geruchsarm funktioniert, gibt es sie bei uns regelmäßig an Wochenenden, an gemütlichen Abenden oder wenn Freunde zu Besuch sind. Ich freue mich sehr, dieses Erlebnis mit euch zu teilen und hoffe, dass ihr genauso viel Freude daran haben werdet wie wir!
Zutaten:
– 1 Kilogramm festkochende Kartoffeln
– 2 Esslöffel Sonnenblumenöl (alternativ: Rapsöl oder Olivenöl)
– 1 Teelöffel Meersalz
– 1/2 Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
– 1/2 Teelöffel Knoblauchpulver (optional)
– Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung:
Zuerst nehme ich die Kartoffeln und wasche sie gründlich unter kaltem Wasser, bis die Haut sauber und frei von Erde ist. Die Kartoffeln müssen festkochend sein, damit die Pommes nach dem Garen schön ihre Form behalten und nicht zu sehr zerfallen. Nachdem ich sie gut abgetrocknet habe, schäle ich die Kartoffeln entweder komplett oder lasse die Schale dran, je nachdem, wie rustikal ich die Pommes möchte. Die Schale gibt ihnen eine herrliche Erdigkeit, die viele Familienmitglieder besonders lieben.
Da eine schöne Konsistenz bei Pommes besonders wichtig ist, schneide ich die Kartoffeln mit einem scharfen Messer in gleichmäßige Stifte – etwa einen Zentimeter dick und nicht zu dünn, damit sie nicht zu schnell verbrennen. Dabei achte ich darauf, dass alle Stifte einigermaßen gleich groß sind, damit sie im Airfryer gleichmäßig garen.
Als nächstes lege ich die Kartoffelstifte für etwa 30 Minuten in eine große Schüssel mit kaltem Wasser. Dieser Schritt ist super wichtig, denn das Wasser entzieht den Kartoffeln die überschüssige Stärke. So werden die Pommes später schön knusprig und kleben nicht zusammen. Manchmal gebe ich auch eine Prise Salz ins Wasser, das soll zusätzlich helfen, die Stärke loszuwerden. Nach einer halben Stunde gieße ich das Wasser ab und trockne die Stifte ordentlich mit einem sauberen Küchentuch oder Küchenpapier ab. Die Kartoffeln müssen wirklich trocken sein, sonst spritzt das Öl und die Pommes werden nicht knusprig.
Nun gebe ich die Kartoffelstifte in eine große Schüssel und füge das Öl hinzu. Mit den Händen verteile ich es gleichmäßig, so dass jede Pommes dünn mit Öl bedeckt ist – nicht zu viel, es soll nur dafür sorgen, dass sie später knusprig werden und eine schöne Farbe annehmen. Anschließend streue ich das Salz, das Paprikapulver, das Knoblauchpulver und etwas Pfeffer darüber. Alles wird gut vermengt, damit die Gewürze überall haften bleiben. Der Duft dabei ist schon jetzt himmlisch, das Paprikapulver bringt eine leichte Süße, und das Knoblauchpulver sorgt für eine angenehme Tiefe.
In meinem Airfryer verteile ich die Kartoffelstifte gleichmäßig in der Fritteusenkammer, ohne sie zu sehr zu schichten. Es ist wichtig, dass genug Platz für die heiße Luft bleibt, damit alle Pommes rundherum knusprig werden. Ich stelle die Temperatur auf 180 Grad Celsius ein und lasse die Pommes zunächst für 15 Minuten garen. Nach der Hälfte der Zeit schüttle ich die Kammer einmal ordentlich durch, damit die Pommes in Bewegung bleiben und gleichmäßig braun werden.
Je nach Airfryer-Modell kann die Zeit variieren, aber 15 bis 20 Minuten sind meistens ideal. Gegen Ende des Backvorgangs schaue ich immer wieder hinein, denn wenn die Pommes die gewünschte goldgelbe Farbe erreicht haben und außen knusprig sind, nehme ich sie heraus. Der Duft, der sich nun in der Küche ausbreitet, ist einfach unvergleichlich – frisch, warm, mit einer dezenten Würze und einem Hauch von gerösteter Kartoffel.
Die fertigen Pommes kommen auf ein Küchentuch, um eventuell überschüssiges Öl aufzusaugen. Fertig zum Servieren liebe ich es, sie sofort zu genießen, warm und kross. Unsere Lieblingsbeilagen sind hausgemachte Ketchup- oder Mayonnaisesaucen, aber auch Kräuterquark und andere Dips passen wunderbar dazu.
Tipps und Varianten:
Wenn ihr Pommes im Airfryer zubereitet, gibt es ein paar Dinge, die ihr beachten könnt, um das Ergebnis noch besser zu machen. Zum Beispiel ist der Schritt, die Kartoffeln einzuweichen und zu trocknen, das A und O für knusprige Pommes. Überspringt das nicht, auch wenn es verlockend ist, sofort loszulegen. Wer mag, kann die Kartoffeln vor dem Frittieren auch kurz blanchieren: Dazu werden sie ein bis zwei Minuten in kochendem Wasser vorgart, dann gut abgetropft und getrocknet. Das macht sie innen noch zarter.
Eine andere schöne Variante ist, unterschiedliche Gewürze auszuprobieren. Statt Paprika kann man auch Chili oder Curry verwenden, je nachdem, ob man etwas mehr Würze oder eine exotische Note möchte. Rosmarin oder Thymian passen hervorragend, wenn man Lust auf mediterrane Aromen hat. Für eine würzige Rauchnote lasse ich manchmal geräuchertes Paprikapulver unter die Kartoffeln mischen.
Solltet ihr es besonders knusprig lieben, könnt ihr nach der ersten Garzeit die Temperatur noch auf 200 Grad erhöhen und die Pommes weitere 2 bis 3 Minuten „nachbraten“. Dabei ruhig ein Auge drauf haben, damit nichts verbrennt.
Wenn ihr frische Kartoffeln nicht zur Hand habt, geht auch vorgegarte oder sogar Tiefkühl-Pommes, die ihr einfach nur im Airfryer knusprig backt. Auch hier gilt: nicht zu viele auf einmal in den Korb legen, damit jede Pommes schön luftig bleibt.
Zum Aufbewahren: Reste der Pommes lassen sich am besten in einer luftdichten Box im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1 bis 2 Tagen verzehren. Zum Aufwärmen empfehle ich den Airfryer erneut zu benutzen, da sie dort nochmal ihre Knusprigkeit zurückbekommen. Einfach bei etwa 180 Grad für 5 bis 7 Minuten aufwärmen – so schmecken sie fast wie frisch. Die Mikrowelle ist eher nicht zu empfehlen, hier werden Pommes schnell matschig.
Dieses Rezept passt wunderbar zu vielen Gelegenheiten: Es ist perfekt für ein schnelles Abendessen, wenn die Kinder Spielsachen fallen lassen und alle hungrig sind. Auch an Wochenenden, wenn man Lust auf einen Snack hat, der nicht aus der Tüte kommt, sind die selbstgemachten Pommes ein Hit. Selbst als Beilage zu Grillabenden oder als kleiner Snack mit Freunden beim Filmabend kommen sie super an.
Ein kleiner Tipp noch zum Schluss: Nutzt frische Kartoffeln und am besten keine mehligkochenden Sorten, denn sonst werden die Pommes binnen weniger Minuten matschig. Außerdem: Nicht zu viel Öl verwenden, diese Pommes sollen lecker, aber nicht frittiert schmecken. Und spielt ein bisschen mit den Gewürzen – so bekommt ihr immer wieder eine neue Variante und der Aufwand bleibt spannend.
Ich hoffe, ihr habt genauso viel Freude an diesem Rezept wie meine Familie. Es bringt ein Stück Wohlfühlküche in den Alltag, ist unkompliziert und macht Pommes essen zu einem Genuss ohne Reue und ohne viel Schmutz in der Küche. Viel Spaß beim Nachmachen!
