Zubereitung
Zuerst wird die Zwiebel geschält und sehr fein gewürfelt. Je feiner sie geschnitten ist, desto besser verteilt sie sich in der Hackmasse. Wer rohe Zwiebeln in Frikadellen nicht so gut verträgt, kann sie in einer kleinen Pfanne mit etwas Butter oder Öl kurz glasig dünsten. Danach sollte man sie kurz abkühlen lassen, bevor sie zum Hackfleisch kommt. Diese kleine Extra-Arbeit lohnt sich, weil die Frikadellen dadurch besonders mild und aromatisch werden.
Das Hackfleisch kommt in eine große Schüssel. Dazu gibt man die Zwiebel, das Ei, den Senf, die gemahlenen Mandeln, den Quark oder Frischkäse und den geriebenen Käse. Danach würzt man mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und nach Wunsch etwas Muskatnuss. Wer Knoblauch mag, kann eine kleine Zehe dazupressen. Zum Schluss kommt noch etwas Petersilie dazu, wenn man es frischer und klassischer mag.
Nun wird alles mit den Händen gut vermengt. Die Masse sollte weich, aber formbar sein. Wenn sie zu klebrig wirkt, gibt man noch einen kleinen Löffel gemahlene Mandeln dazu. Wenn sie zu fest ist, hilft ein kleiner Löffel Quark oder Frischkäse. Wichtig ist, die Masse nicht zu trocken zu machen, denn Low-Carb-Frikadellen brauchen etwas Feuchtigkeit, damit sie später saftig bleiben. Die gemahlenen Mandeln ersetzen das Brot, nehmen aber Flüssigkeit auf. Deshalb lässt man die Masse am besten 5 bis 10 Minuten ruhen.
Nach der kurzen Ruhezeit formt man mit leicht angefeuchteten Händen gleichmäßige Frikadellen. Sie sollten nicht zu dick sein, damit sie innen gut durchgaren und außen nicht zu dunkel werden. Am besten formt man sie handtellergroß und drückt sie leicht flach. Kleine Frikadellen eignen sich wunderbar für Buffets, Brotdosen oder als Snack für unterwegs.
In einer großen Pfanne erhitzt man etwas Öl, Butterschmalz oder Butter. Butterschmalz ist besonders gut geeignet, weil es hohe Hitze verträgt und einen schönen Geschmack gibt. Die Frikadellen werden bei mittlerer Hitze gebraten. Nicht zu heiß, denn sonst werden sie außen schnell dunkel und bleiben innen noch nicht richtig gar. Bei mittlerer Hitze bekommen sie langsam eine schöne Kruste und bleiben innen saftig.
Nach einigen Minuten werden die Frikadellen vorsichtig gewendet. Wenn sie sich noch nicht gut lösen lassen, wartet man lieber kurz, denn sobald die Kruste richtig gebildet ist, lösen sie sich leichter vom Pfannenboden. Die zweite Seite wird ebenfalls goldbraun gebraten. Insgesamt brauchen die Frikadellen je nach Größe etwa 8 bis 12 Minuten. Danach lässt man sie noch 2 bis 3 Minuten ruhen. So verteilt sich der Fleischsaft besser, und sie bleiben beim Anschneiden schön saftig.
Servieren kann man die Low-Carb-Frikadellen ganz klassisch mit Gurkensalat oder grünem Salat. Sehr lecker ist auch Blumenkohlpüree als Ersatz für Kartoffelpüree. Dafür wird Blumenkohl weich gekocht, abgegossen und mit etwas Butter, Salz, Pfeffer und Muskat fein püriert. Auch gebratene Champignons, Zucchini-Gemüse oder ein cremiger Kräuterquark passen hervorragend dazu.
Für eine besonders herzhafte Variante kann man in jede Frikadelle ein kleines Stück Käse einarbeiten. Dafür nimmt man etwas Hackmasse, drückt sie flach, legt ein kleines Stück Gouda oder Mozzarella hinein und verschließt die Masse gut. Beim Braten schmilzt der Käse innen und macht die Frikadellen noch saftiger. Wichtig ist nur, die Ränder gut zu schließen, damit der Käse nicht ausläuft.
