Es gibt Rezepte, die brauchen keinen Ofen, keine komplizierten Geräte und keine langen Vorbereitungen – und genau deshalb haben sie einen ganz besonderen Platz im Herzen. Diese Kokos-Stangerl gehören für mich eindeutig dazu. Sie sind weich, saftig, angenehm süß und zergehen förmlich auf der Zunge. Jedes Mal, wenn ich sie mache, denke ich mir: Warum eigentlich nicht öfter? Denn sie sind nicht nur schnell gemacht, sondern auch unglaublich beliebt bei Groß und Klein.
Ich schreibe dieses Rezept nicht als Konditorin oder Backexpertin, sondern als ganz normale Hausfrau, die gerne einfache Dinge macht, die garantiert gelingen. Gerade im Alltag, wenn man Lust auf etwas Süßes hat, aber keine Zeit oder Energie für aufwendige Kuchen oder Torten, sind diese Kokos-Stangerl perfekt. Man rührt alles zusammen, formt sie, stellt sie kurz kalt – und schon hat man eine kleine Nascherei, die aussieht, als hätte man sich richtig Mühe gegeben.
Was ich an diesen Kokos-Stangerln besonders liebe, ist ihre Konsistenz. Sie sind nicht trocken, nicht hart, sondern weich und cremig. Durch die gezuckerte Kondensmilch bekommen sie eine wunderbare Süße und Bindung, das Magermilchpulver sorgt für Struktur, und die Kokosette bringen diesen typischen, feinen Kokosgeschmack, der sofort Urlaubsgefühle weckt. Die dunkle Hälfte mit Kakao gibt einen schönen Kontrast, sowohl optisch als auch geschmacklich. Zusammen ergibt das eine kleine Süßigkeit, bei der man wirklich schwer aufhören kann.
Diese Stangerl erinnern mich ein wenig an die Süßigkeiten, die früher oft bei Familienfeiern oder zu Weihnachten auf dem Tisch standen. Nicht geschniegelt, nicht perfekt dekoriert, aber mit viel Liebe gemacht. Genau solche Rezepte bleiben im Gedächtnis. Nicht, weil sie spektakulär sind, sondern weil sie einfach gut schmecken.
Zutaten
140 g Magermilchpulver
1 Dose gezuckerte Kondensmilch (ca. 400 g)
20 g Backkakao
320 g Kokosette
zusätzliche Kokosette zum Wälzen nach Belieben
Mehr braucht es tatsächlich nicht. Keine Gelatine, keine Butter, kein Backpulver. Alles ist überschaubar und gut erhältlich. Gerade das macht dieses Rezept so angenehm und unkompliziert.
Ich beginne immer damit, die Kokosette, das Magermilchpulver und die gezuckerte Kondensmilch in eine große Schüssel zu geben. Am besten eignet sich dafür eine Schüssel mit etwas Rand, denn die Masse wird recht klebrig. Mit den Knethaken eines Handrührgeräts verknete ich alles gründlich. Anfangs wirkt es vielleicht etwas ungleichmäßig, aber nach kurzer Zeit verbindet sich alles zu einer homogenen, weichen Masse. Wichtig ist, dass man sich hier ein paar Minuten Zeit nimmt, damit wirklich alles gut vermischt ist.
Wenn die Masse fertig ist, lasse ich sie etwa zehn Minuten ruhen. Diese Ruhezeit ist wichtig, damit sich die Zutaten richtig verbinden und die Masse etwas fester wird. In dieser Zeit räume ich meistens kurz auf oder bereite die Arbeitsfläche vor.
Nach der Ruhezeit teile ich die Masse gleichmäßig in zwei Hälften. Zu einer Hälfte gebe ich den Backkakao und verknete sie erneut gründlich. Dadurch entsteht die dunkle Masse. Die helle Masse bleibt so, wie sie ist. Beide Massen sollten jetzt etwa die gleiche Konsistenz haben. Falls die Masse sehr klebrig ist, empfehle ich tatsächlich, Einweghandschuhe zu tragen. Das macht die Arbeit deutlich angenehmer und sauberer.
Nun forme ich aus beiden Massen nacheinander Stränge, etwa ein bis zwei Zentimeter dick. Das Rollen geht am besten auf einer leicht mit Kokosette bestreuten Arbeitsfläche. Sollte sich die Masse zu weich anfühlen und kaum rollen lassen, kann man ganz vorsichtig noch etwas Magermilchpulver beziehungsweise Kakao unterkneten. Danach stelle ich die Stränge für etwa 15 Minuten in den Kühlschrank. Das macht sie formstabiler und erleichtert die weitere Verarbeitung.
