09.12.2025

Knuspriger geht’s nicht: Diese Zucchini-Pommes aus der Heißluftfritteuse liebt jetzt meine ganze Familie!

Ich erinnere mich noch ganz genau an den Tag, als ich dieses Rezept für knusprige Zucchini-Pommes das erste Mal ausprobiert habe. Es war ein ruhiger Sonntagvormittag, die Sonne schien durchs Küchenfenster, und ich hatte – wie so oft – keine Lust, schon wieder dieselben Beilagen zu machen wie sonst. Im Kühlschrank lagen noch zwei etwas mitgenommene Zucchini, die ich eigentlich für einen Auflauf oder eine Suppe gekauft hatte, aber irgendwie nie verwendet habe. Und während ich da stand und überlegte, was ich daraus machen könnte, fiel mir ein altes Kochheft in die Hände, das ich beim Aufräumen aus dem Regal gezogen hatte. Zwischen Seiten mit vergilbten Rezepten und altmodischen Bildern blitzte mir ein Vorschlag entgegen: Zucchini als Pommes zubereiten. Zuerst war ich skeptisch. Pommes? Aus Zucchini? Aber je länger ich darüber nachdachte, desto interessanter klang es – vor allem, weil ich seit ein paar Wochen stolze Besitzerin einer Heißluftfritteuse war, die ich unbedingt häufiger verwenden wollte.

Ich bastelte ein wenig am Originalrezept herum, vor allem, um es an meine Vorlieben und die der Familie anzupassen. Und siehe da – nach knapp 20 Minuten standen duftende, goldbraune Stäbchen auf dem Tisch, außen wunderbar knusprig, innen weich, saftig und aromatisch. Der begleitende Dip rundete alles perfekt ab. Es war Liebe auf den ersten Biss, nicht nur bei mir, sondern auch bei meinem Mann und unseren beiden Kindern. Seitdem gehören diese Zucchini-Pommes zum festen Bestandteil unseres Speiseplans – nicht nur als Beilage, sondern auch als eigenständiger Snack für gemütliche Abende, Picknicks oder wenn einfach mal etwas Leichtes auf den Tisch soll.

Für die Zubereitung braucht man keine außergewöhnlichen Zutaten. Zwei mittelgroße Zucchini genügen, am besten schön fest und frisch. Nachdem man sie gewaschen und die Enden abgeschnitten hat, werden sie in gleichmäßige Stifte geschnitten – ungefähr so dick wie klassische Pommes. Wichtig ist dabei, dass man sie mit Küchenpapier gut abtupft, denn Zucchini enthalten viel Wasser, und das kann die Panade aufweichen, bevor sie knusprig wird. Dann beginnt das, was ich mittlerweile liebevoll „meine kleine Panierstraße“ nenne: In einem Teller werden zwei Eier aufgeschlagen, gut verquirlt und mit einer Prise Salz und etwas Pfeffer gewürzt. Im zweiten Teller vermischen sich Paniermehl – oder, für die besonders Knusprigen unter uns, Panko – mit frisch geriebenem Parmesan, etwas edelsüßem Paprikapulver und auf Wunsch einer Spur Knoblauchpulver. Diese Gewürzmischung ist nicht nur für den Geschmack entscheidend, sondern sorgt auch für die appetitliche Farbe.

Nun wird jeder Zucchinistift einzeln erst durch das Ei gezogen, dann im Paniermehl gewälzt, bis er rundum bedeckt ist. Zugegeben, das ist der aufwendigste Teil des Rezepts, aber er lohnt sich – besonders, wenn man Musik hört oder sich mit einem Familienmitglied dabei unterhält. Die panierten Stifte legt man dann in den Korb der Heißluftfritteuse – möglichst nebeneinander, damit sie gleichmäßig garen. Ein wenig Olivenöl-Spray oder mit einem Pinsel aufgetragenes Öl reicht völlig aus, um ihnen die nötige Bräune und den Biss zu verleihen. Dann stellt man den Air Fryer auf 180 Grad und backt die Pommes für etwa 10 bis 12 Minuten. In der Halbzeit dreht man sie einmal um, damit sie von allen Seiten knusprig werden. Währenddessen ist genügend Zeit, um den Dip anzurühren: Crème fraîche oder griechischen Joghurt mit etwas Zitronensaft, einem Teelöffel Senf, Salz, Pfeffer und frisch gehackten Kräutern – ich bevorzuge Schnittlauch und Petersilie – vermischen, abschmecken und kalt stellen.