Wenn die Masse fertig ist, bereite ich mir einen Teller mit etwas Mehl vor und bestäube meine Hände leicht. Dann nehme ich portionsweise etwas von der Mischung und forme daraus fingerlange Sticks. Sie müssen nicht perfekt sein, im Gegenteil, ich finde es schön, wenn man sieht, dass sie von Hand gemacht sind. Jeder Stick wird leicht im Mehl oder in ein paar Haferflocken gewälzt, damit er außen später schön knusprig wird.
Währenddessen heize ich die Heißluftfritteuse auf 180 Grad vor. Das dauert nur wenige Minuten, aber es lohnt sich, denn so bekommen die Sticks von Anfang an eine schöne Farbe. Ich lege sie in einer einzigen Lage in den Korb, mit etwas Abstand, damit die heiße Luft überall hinkommt. Ein leichter Sprühstoß Öl reicht völlig aus, mehr braucht es nicht. Dann kommen sie für etwa zehn bis zwölf Minuten in die Heißluftfritteuse. Nach der Hälfte der Zeit wende ich sie vorsichtig, damit sie von allen Seiten goldbraun werden.
Schon nach wenigen Minuten beginnt die Küche herrlich zu duften. Dieser Duft nach geschmolzenem Käse, leicht gerösteten Haferflocken und Gewürzen ist genau das, was bei uns sofort alle anzieht. Wenn die Sticks fertig sind, nehme ich sie heraus und lasse sie kurz ruhen. Zwei Minuten reichen, damit sie sich setzen und innen schön saftig bleiben.
Serviert werden sie bei uns ganz unterschiedlich. Manchmal einfach pur, manchmal mit etwas Ketchup, manchmal mit einem schnellen Joghurt-Dip, den ich nebenbei anrühre. Besonders gut passen sie auch zu einem frischen Salat oder zu Ofengemüse. Was ich daran so schätze, ist ihre Vielseitigkeit. Sie sind Snack, Mittagessen, Abendessen oder Beilage zugleich. Und sie lassen sich wunderbar vorbereiten. Oft forme ich gleich eine größere Menge, friere einen Teil roh ein und gebe sie später direkt gefroren in die Heißluftfritteuse. So habe ich immer etwas im Haus, wenn es schnell gehen muss.
Was mir an diesem Rezept besonders gefällt, ist dieses angenehme Sättigungsgefühl danach. Es ist kein Völlegefühl, sondern eher dieses ruhige, zufriedene Gefühl, dass man gut gegessen hat. Gerade für Familien, in denen unterschiedliche Geschmäcker aufeinandertreffen, sind diese Sticks ein kleiner Alltagsretter. Kinder mögen sie, weil sie knusprig sind und mit den Fingern gegessen werden können. Erwachsene mögen sie, weil sie warm, herzhaft und unkompliziert sind.
Ich finde, genau solche Rezepte brauchen wir im Alltag. Keine Showküche, keine langen Zutatenlisten, sondern ehrliches Essen, das funktioniert. Diese Hüttenkäse-Sticks aus der Heißluftfritteuse sind für mich ein Beispiel dafür, wie man mit einfachen Mitteln etwas machen kann, das immer wieder Freude bereitet. Und vielleicht ist das am Ende das Wichtigste an einem Rezept: dass es nicht nur satt macht, sondern auch ein kleines bisschen Alltag leichter.
