Zuerst Wasser oder Milch nur leicht erwärmen. Die Flüssigkeit sollte angenehm lauwarm und keinesfalls heiß sein. Zucker einrühren, anschließend die frische Hefe hineinbröckeln und kurz verrühren. Etwa 10 Minuten stehen lassen.
Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit dem Salz vermischen. Hefeflüssigkeit und Butter hinzufügen. Wer eine etwas feinere und weichere Krume möchte, gibt zusätzlich ein Ei dazu.
Alles zunächst mit einem Holzlöffel oder den Knethaken vermengen. Sobald sich ein zusammenhängender Teig gebildet hat, wird er gründlich geknetet. Mit der Küchenmaschine reichen meist einige Minuten, von Hand darf es etwas länger dauern.
Der fertige Teig sollte weich, elastisch und nur noch leicht klebrig sein. Zu viel zusätzliches Mehl sollte man vermeiden, denn dadurch kann das Brot später trockener werden.
Anschließend den Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel legen und abdecken. An einem warmen Ort etwa 60 bis 90 Minuten ruhen lassen, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat.
Danach den Teig auf die Arbeitsfläche geben und in zwei ungefähr gleich große Portionen teilen. Beide Stücke zu länglichen Laiben formen und jeweils in eine gefettete Kastenform von ungefähr 25 cm Länge legen.
Noch einmal abdecken und etwa 30 Minuten ruhen lassen. Währenddessen den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Brote anschließend etwa 35 bis 40 Minuten backen. Sie sollten eine schöne goldbraune Oberfläche bekommen. Wer eine etwas weichere und glänzendere Kruste möchte, kann die Oberfläche direkt nach dem Backen dünn mit Butter bestreichen.
Nach dem Backen die Brote möglichst bald aus den Formen nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Dadurch kann überschüssige Feuchtigkeit entweichen und die Unterseite bleibt nicht feucht.
Warum das Brot so schön hoch wird
Das kräftige Kneten entwickelt das Klebergerüst des Teiges. Während der anschließenden Ruhezeit produziert die Hefe Gas, das von diesem Teiggerüst gehalten wird. Dadurch bekommt das Brot seine luftige Struktur und kann in der Kastenform deutlich aufgehen.
Auch die zweite Ruhezeit nach dem Formen sollte man deshalb nicht überspringen. Sie sorgt dafür, dass der Teig nach dem Bearbeiten erneut Volumen entwickeln kann.
Kleine Varianten
Wer möchte, kann einen Teil des Weizenmehls durch Dinkelmehl Type 630 ersetzen. Auch Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne oder etwas Sesam passen gut dazu. Für ein klassisches, weiches Frühstücksbrot würde ich die erste Variante jedoch zunächst ganz schlicht backen.
Das Brot lässt sich außerdem problemlos portionsweise einfrieren. Am praktischsten ist es, den vollständig ausgekühlten Laib bereits in Scheiben zu schneiden. So können später einzelne Scheiben entnommen und kurz aufgebacken oder getoastet werden.
Ein unkompliziertes Grundrezept, das zeigt, dass ein gutes selbstgebackenes Brot keine außergewöhnlichen Zutaten braucht.
