Frikadellen gehören für mich zu den Gerichten, die einfach immer gehen. Ob frisch zum Mittagessen, kalt am nächsten Tag auf einem Stück Brot oder zusammen mit Kartoffeln und einem knackigen Salat – wenn sie richtig gemacht sind, bleibt selten etwas übrig. Allerdings hatte ich früher immer dasselbe Problem: Damit die Frikadellen außen schön braun wurden, landete ordentlich Öl oder Butterschmalz in der Pfanne. Danach roch die ganze Küche nach Bratfett, der Herd war voller Spritzer und die Frikadellen waren manchmal außen schon dunkel, während sie innen noch nicht so waren, wie ich sie haben wollte.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Irgendwann habe ich angefangen, die Zubereitung etwas zu verändern. Seitdem brauche ich zum Braten beziehungsweise Backen kein zusätzliches Fett mehr. Trotzdem werden die Frikadellen außen wunderbar gebräunt und bleiben innen erstaunlich saftig. Entscheidend ist nämlich nicht eine große Menge Öl, sondern vor allem die richtige Mischung der Hackfleischmasse.
Ein kleiner Trick macht dabei einen großen Unterschied: Senf, Ketchup, Paprikapulver und etwas warmes Wasser werden zuerst miteinander verrührt. Dadurch verteilen sich Gewürze und Feuchtigkeit viel gleichmäßiger in der Masse. Zusammen mit Ei, Zwiebeln und Paniermehl entsteht eine Mischung, die sich hervorragend formen lässt und beim Garen nicht so schnell austrocknet.
Wer Frikadellen bisher ausschließlich in der Pfanne zubereitet hat, sollte diese Variante zumindest einmal ausprobieren. Besonders praktisch finde ich, dass man gleich eine größere Menge machen kann. Alles kommt gleichzeitig aufs Backblech, während man sich in Ruhe um Kartoffeln, Gemüse oder Salat kümmern kann.
Zutaten
750 g Hackfleisch, gemischt oder Rind
1 großes Ei
1 mittelgroße Zwiebel
2–3 EL Tomatenketchup oder Curryketchup
1–2 EL Senf
3–4 EL warmes Wasser
2 TL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprikapulver, rosenscharf nach Geschmack
ca. 70–100 g Paniermehl
2 EL frisch gehackte Petersilie
Salz
schwarzer Pfeffer
nach Wunsch etwas Majoran
nach Wunsch 1 kleine Knoblauchzehe
Zubereitung
